Der Salbei leistete schon den Römern für Tinkturen gute Dienste, auch der Lavendel ist seit der Antike im Einsatz: er wurde von den Patrizierinnen gern als Badezusatz verwendet. Der Baldrian blickt ebenfalls auf eine lange Geschichte zurück. Er wurde als Pulver zerrieben und den Gladiatoren vor dem Kampf zur Beruhigung verabreicht. Der frische Thymian hingegen durfte bei keiner Orgie fehlen – er galt als das Viagra der Antike …

Betrachtet man diese Pflanzen nun auf unseren Terrassen und Balkonen, so müsste ihr Anblick uns im gleichen Maße überwältigen wie der eines antiken Amphitheaters. Sie künden von einer Zeit, die tausende Jahre zurückliegt. Es sind Monumente der Heilkunst. So beständig wie die Aquädukte oder Kampfarenen der Römer. Dass sie länger als alle Tabletten und Pillen im Umlauf sind, sollte unser Vertrauen in sie eigentlich stärken. Und uns anregen, uns näher mit ihrer Wirkung näher zu beschäftigen …

Ein ganzes Dorf im Zeichen der Düfte und Farben – Kärnten Der 2000-Seelen-Ort Irschen im Oberen Drautal nimmt in Sachen Kräuterkunde eine Pionierstellung ein. Schon seit 1993 dreht sich hier alles um heilende Pflanzen und ihre Wirkung. Man wollte altes in der Region verankertes Wissen wach halten, lange bevor ein Trend daraus wurde. Ob Sirup oder Öle, Duftkissen, Kosmetik, Kerzen und ja sogar Keramik mit Kräutern – all das wird von den Einheimischen hergestellt und ist in der Irschener Natur- und Kräuterwerkstatt (auch online) erhältlich. Rosmarie Kranabetter ist eine der Protagonistinnen und hat sich ganz auf die Zubereitung von Tees spezialisiert. Aus Apfelminze braut sie einen Schlaf fördernden Gute-Nacht-Trank; aus Beifuß und Wermut zaubert sie „Gutes für den Magen“; aus Goldmelisse, Zitronenthymian und Eibisch entstehen diverse hustenlösende Säfte. Rosmarie mixt aphrodisierende genauso wie grippevorbeugende Mischungen, braut nach alten Hebammenrezepten und kennt Essenzen, die bei Depressionen helfen. Am 5. und 6. Juli 2014 findet in Irschen das alljährliche Kräuterfestival statt. Übernachtungstipp: Landhof Irschen mit Kräuterbadestube und der neuen Outdoor-Lounge „Heustadel der Sinne“: www.irschen.com, www.landhof-irschen.at 

Feldstudie mit Kräuterexpertin – Workshop in Tirol
„Calendula“, „Arnica“, „Iris“, „Salvia“… beim Klang der Zimmernamen im Verwöhnhotel Chesa Monte denkt man an eine Schar junger Mädchen, die mit Blumen im Haar über eine Wiese laufen. In Wirklichkeit handelt es sich um botanische Bezeichnungen. Um ihr Geheimnis zu entschlüsseln und mehr über die Wirkung von Calendula, Arnica & Co zu erfahren, lädt das Hotel Chesa Monte auch heuer wieder die Kräuterexpertin Dr. Ursula Stumpf ein. Als Gründerin einer eigenen Kräuterschule und regelmäßige Heilpflanzenexpertin des SWR-Fernsehens versteht es die gelernte Pharmazeutin, Heilpraktikerin und Kinesiologin ihr umfangreiches Wissen weiter zu geben –und das in besonders ungezwungener Atmosphäre während einer Heilkräuter-Wanderwoche. Vom 29.Juni bis 5.Juli 2014 begleitet Frau Dr. Stumpf die Hotelgäste auf Wanderungen rund um Fiss, dem kleinen Ort hoch über dem Inntal. Vormittags unterwegs auf Wiesen und Feldern, verlagert sich der Workshop am Nachmittag auf die Hotelterrasse, wo die Teilnehmer erfahren, wie eine Thymiansalbe oder eine Arnicaeinreibung hergestellt werden. Rezepte und Produkte in Probetigelchen bereichern später die Hausapotheke daheim. Zur Abrundung des Tages serviert der Küchenchef ein Kräutermenü oder die Patisseuse komponiert aus den Aromen des Waldes ein „Tannenwipfelparfait“.
www.kraeuterweisheiten.de, www.chesa-monte.com

Fotograf, Bio-Bäuerin und Koch – Seiser Alm, Südtirol
Bergführer Michl Trocker ist Fotograf aus Leidenschaft. Jedes Mal im Frühsommer, wenn Anemone, Wundklee, Witwenblume oder Habichtskraut in Blüte stehen, zieht er los. Seine Heimat, die Seiser Alm, eine der größten Hochalmen Europas, liefert mit Sicherheit die schönste Auswahl an Motiven: Über 800 Pflanzenarten, ein Drittel aller in Südtirol vorkommenden Spezien sind hier zu bewundern.
Bewährte
Heilpflanzen der Volksmedizin befinden sich genauso darunter wie sensible und seltene Orchideenarten. Die kalkhaltigen Dolomitböden und die nährstoffreichen Vulkanböden der Seiser Alm bieten der Alpenflora einen geradezu idealen Nährstoff. Gästen des Wanderhotels Europa zeigt Michel Trocker im Blumenmonat Juni die Blüte der Seiser Alm in ihrer ganzen Pracht mit den Augen eines naturbegeisterten Fotografens. Eine der Wanderungen führt auch zum 1. Bio-Kräuterhof Südtirols, dem Pflegerhof in Seis, und zur Gostner Schwaige, wo Franz Mulser in einer kleinen Almhütte Gourmet-Küche vom Feinsten serviert. Der Südtiroler lernte im legendären Tantris in München. Er verziert fast alle seiner Gerichte mit Wildkräutern von der Seiser Alm.
www.wanderhoteleuropa.com www.pflegerhof.com

Kinder, Küche, Kräuter – Chiemgau, Bayern
„Wer von Euch hat schon einmal Löwenzahnblütengelee oder grüne Kräuterlimonade oder Beinwellblätter mit Kräuterquarkfülle probiert?“ fragt Gabi Buchöster in die Runde. Und natürlich erntet sie zunächst einmal Gelächter. Dass Blüten und Grünpflanzen duften können, ist den Kindern klar, dass man sie aber auch essen kann, stimmt die jugendliche Zuhörerschaft zunächst skeptisch. Doch dann wird meistens gelacht und die Kinder haben viel Freude daran, für ihr eigenes Essen die Kräuter direkt aus dem Daxlberger-Küchengarten zu holen. Die Gastgeberin ist ausgebildete Kräuterpädagogin und nimmt die Kinder auf ganz besondere Gartenführungen mit. Sie erfahren dabei Neues und Interessantes über die Vielfalt der Kräuter, Wildfrüchte und Blumen und dürfen beim Zupfen und Zubereiten selbst Hand anlegen. Auch Erwachsene kommen auf dem bayrischen Bilderbuchbauernhof auf ihre Kosten: Wer fünf Gartenkräuter anhand von Duft und Aussehen erkennt, einen Kräuterschnaps austrinkt und sich im Herstellen von Kräuteressig geübt hat, bekommt von Gabi Buchöster ein „Kräuterhexendiplom“ überreicht. Übernachtung in den Fünf-Sterne-Ferienwohnungen direkt am Hof möglich.
www.daxlbergerhof.de,  www.bauernhof-urlaub.com

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