Airberlin und Sansibar Sylt: Gaumenschmaus über den Wolken

Airberlin und Sansibar Sylt: Gaumenschmaus über den Wolken Herbert Seckler (links) und Thomas Ney, Foto: Airberlin

Airberlin und Sansibar – das gehört mittlerweile zusammen wie der Kranich zur Lufthansa. Ab dem 15. Juni 2013 bietet Airberlin noch mehr Gerichte der Sylter Star-Strandhütte an Bord an: Neben den Gourmetmenüs gibt's Tapas, Flammkuchen, Panini und Wraps im Angebot. Herbert Seckler, Chef der Sansibar, und Thomas Ney, Senior Vice President Guest Experience von Airberlin, stellten gestern die neuen Produkte gemeinsam vor. Text: Frank Störbrauck

Es ist noch früh am Mittag, der Himmel ist bewölkt, das Thermometer zeigt gerade mal lausige 14 Grad an, aber die freien Sitzplätze sind schon rar gesät. Rund 200 Gäste haben Platz genommen an den Tischen auf der großen Außenterrasse in der Sansibar auf Sylt. Einige nehmen nur einen Drink zu sich, andere studieren ausgiebig die Speisekarte. Auf dem benachbarten Spielplatz, ungewöhnlich groß für ein Restaurant, jauchzen die Kleinen um die Wette. Eine junge Kellnerin mit blonden Haaren reicht eine Erdbeerbowle: „Lassen Sie es sich schmecken", sagt sie mit einem Lächeln und eilt weiter. Täglich ab halb elf ist die Sansibar in Rantum auf Sylt geöffnet. Das Restaurant ist ein Hotspot der Insel, seit 35 Jahren schon. 180 Plätze drinnen und 300 Plätze draußen bietet das Restaurant, das weit über die Nordseeinsel hinaus Kultstatus erlangt hat.

Einen gehörigen Anteil daran hat Herbert Seckler, Inhaber und Chef der Sansibar und mittlerweile Sylts berühmtester Wirt. Fast täglich ist er im Restaurant, schaut nach dem Rechten, und begrüßt die Gäste persönlich. Für viele ist er nur „der Herbert". Heute hat er sich extra ein paar Stunden Zeit genommen. Airberlin, die Fluggesellschaft, die an Bord eine kleine Auswahl der Sansibar-Speisen anbietet, möchte die neuen Gerichte vorzustellen.

Erfreulich gut scheint die Zusammenarbeit zwischen dem Restaurant und der Airline zu verlaufen. Seit sechs Jahren ist die Sansibar Namensgeber für die Gourmetmenüs, die es an Bord aller Kurz- und Mittelstreckenflüge ab 90 Minuten Flugdauer zu kaufen gibt - spontan und auf Vorbestellung. Mit den für die Sansibar typischen Feinkostrezepten hat Seckler Rezepte speziell für die Airberlin-Fluggäste entwickelt. Und das war und ist kein Zuckerschlecken, wie Seckler berichtet: „Man kann sich ja gar nicht vorstellen, was da oben im Flieger alles nicht geht. Die Essenszubereitung für die Gäste an Bord ist eine hochkomplizierte Angelegenheit." Thomas Ney, Senior Vice President Guest Experience von Airberlin, und damit zuständig für alles, was die Zufriedenheit der Fluggäste anbelangt, sekundiert: „Wir müssen uns genau überlegen, welche Gerichte wir im Flieger servieren können."

Nun ist die Entscheidung gefallen: Neben den drei sogenannten Sansibar Royal Meals (Currywurst für €6,90, Tortelletti für € 9,90, indisches Hähnchencurry für € 10,90) bietet die Airline ab dem 15. Juni verschiedene Snacks an: So zum Beispiel ein Tapasschälchen mit Salami, holländischem Käse, mit Mandeln gefüllten Oliven, original spanischem Pesto und Rosmarincrackern (€ 9,90), ein gegrilltes Vollkorn-Panini mit Honig-Senf-Sauce, belegt mit frischem Schinken und Emmentaler Käse (€ 7,90), eine Weizentortilla gefüllt mit Rindfleischstreifen mit Paprikastücken und Frühlingszwiebeln (€ 7,90) und einen traditionellen Elsässer Flammkuchen mit Zwiebeln, Speck und Sauerrahm (€ 7,90).

Der Großteil der 2012 verkauften Menüs, von rund 500.000 Stück im Jahr ist die Rede, wurde spontan an Bord verkauft – und nur rund ein Viertel im Internet vorbestellt. Für Airberlin heißt das: Planung und Organisation ist alles. „Drei Mitarbeiterinnen kümmern sich bei uns allein darum, welche und wie viele Menüs auf bestimmten Strecken mitgenommen werden", erläutert Ney. Das sei eine Wissenschaft für sich. Anhand der Erfahrungen in der Vergangenheit sei Airberlin aber in der Lage, ziemlich genaue Prognosen für den Menüverzehr an Bord zu erstellen. „Das ist auch wichtig. Die Menüs müssen stets frisch sein, die kann man nicht ein paar Tage durch die Gegend schicken." Dauerrenner, besonders auf den Flügen, die nach Deutschland zurückgehen, ist und bleibt die Currywurst: Ein Drittel aller Umsätze an Bord macht die Wurst aus Kalbs- und Schweinefleisch mit pikanter Currysauce, stilecht serviert mit Holzgäbelchen, Currypulver und Brötchen. Und nicht nur in der Holzklasse verkaufe sich die Currywurst gut: „Auch in der Business Class ist sie der Renner", so Thomas Ney.

ella Verlag
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