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Shangri-La Al Husn
Muscat
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Foto: @beautifuldestinations
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getestet von Anja Kocherscheidt
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Der erste Eindruck
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Al Husn – das bedeutet so viel wie »die Burg«. Und genauso mutet das einzige Adults-only Resort im Oman auch an. Inspiriert von der historischen Architektur omanischer Festungen, thront das im obersten Luxussegment rangierende Haus auf einer Klippe oberhalb des Golfs von Oman. Im Hintergrund: die dramatische, an einen schlafenden Drachen erinnernde Kulisse des kargen Gebirgshinterlands.
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Wer nach 45 Minuten Fahrt vom Flughafen Muscat durch den großen Torbogen tritt, dem raubt es sprichwörtlich den Atem: Dafür sorgt nicht nur die palastartige Architektur, sondern auch das goldene Räuchergefäß, auf dem einige Weihrauchstücke auf glühenden Holzkohlen verdampfen. Das duftende Harz soll den Stress im Handumdrehen auf null reduzieren – und das funktioniert.
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Die Lobby ist einem omanischen »Majli« nachempfunden, einem eigens für den Empfang von Gästen bereitstehenden Raum mit Sofas und unzähligen weichen Kissen. Als Zeichen von Respekt, Großzügigkeit und Wertschätzung dürfen es sich Gäste während des Check-ins hier gemütlich machen.
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Noch ein kühlendes Tuch, einige süße Datteln und ein Tässchen Kahwa, omanischer Kaffee mit Rosenwasser – dann ist man endgültig angekommen.
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Wer wohnt hier?
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Hier wohnen Menschen, die Wert auf ausgesuchte Gastfreundschaft und authentische Einblicke in die omanische Kultur legen. Aufmerksame Gastgeber in langen, weißen Dishdashas – der traditionellen Kleidung omanischer Männer – lesen dem Gast jeden Wunsch von den Augen ab. Einige tragen am Gürtel den reich verzierten Khanjar, einen omanischen Krummdolch, der von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe geschützt wird.
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Mit seiner umfassenden Auswahl an Aktivitäten könnte man hier leicht eine Woche verbringen, ohne das Resort zu verlassen – zumal auch sämtliche Angebote der beiden angrenzenden Schwesterresorts für die Gäste nutzbar sind: Vom Infinitypool über den Privatstrand mit Kajak-, Jet Ski- oder SUP-Verleih bis hin zum Spa und der eigenen Marina, von der romantische Sunset Cruises starten – Langeweile kommt hier garantiert nicht auf.
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Gut geschlafen?
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Die gut 50 Quadratmeter großen Zimmer zählen zu den großzügigsten des Landes. Mit seinen sanften Wüstentönen spricht dieser omanische Wohntraum sämtliche Sinne an: Die Füße versinken in weichem, cremefarbenen Teppichboden, der Blick gleitet über edles Mobiliar aus dunklem, mit reichen Schnitzereien verziertem Holz, während die Nase den Duft von Sandelholz, Weihrauch und ätherischen Ölen aufnimmt. Holzpaneele gleiten im geräumigen Badezimmer geräuschlos zur Seite und geben den Blick nach draußen frei.
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In dem riesigen Bett mit seinen gestärkten, weißen Laken könnte man glatt Tausendundeine Nacht verbringen – wenn nur der Ausblick vom Balkon über den Golf von Oman nicht so verführerisch wäre! Gemeinsam mit den wärmenden Sonnenstrahlen, dem zarten Vogelgezwitscher und dem sanften Plätschern der Wellen an den langgezogenen Sandstrand sorgt er dafür, dass auch Morgenmuffel gut gelaunt und voller Entdeckungslust aus den Federn springen.
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Der Wellnessfaktor
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Schon der Name »Luban Spa« gibt einen Vorgeschmack auf die Spezialität der hauseigenen Wellnessoase, denn Luban ist der arabische Name für den Weihrauchbaum. Denn hier im Shangri-La Al Husn befindet sich auch das erste und einzige Weihrauch-Spa des Landes. Wer den duftenden Wohlfühltempel betritt, wird mit einem erfrischenden Hibiskussaft und einem angesichts der Außentemperaturen angenehm kühlen Handtuch begrüßt.
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Neben Facials und Body Scrubs liegt der Schwerpunkt – natürlich – auf den verschiedensten Treatments mit Weihrauchölen und -produkten. Entspannende Massagen wie »Wahiba Golden Sands«, »Rocks of Al Jissah« oder »The Sun Peak« zollen nicht nur dem körperlichen Wohlbefinden, sondern zugleich den landschaftlichen Highlights des Oman Respekt.
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Bauchgefühl
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Dies vorweg: Kalorienzähler sollten das Shangri-La Al Husn besser meiden. Sie würden sich unnötig quälen. Schon das Frühstücksbuffet im Restaurant Sultanah ist so appetitanregend, dass man sich unmöglich nur mit einem Müsli begnügen kann. Neben verschiedenen Backwaren warten frische Früchte, köstliche Mezze, unzählige Ei-Variationen, Salate, herrliche Dips und kunstvoll angerichtete Süßspeisen auf ihre Verkostung.
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Und wer sich vornimmt, sämtliche Restaurants des Resorts zu testen, der bucht besser gleich für eine ganze Woche, denn allein im Al Husn locken vier Gourmettempel – darunter Highlights wie das »Aangan« mit seiner modernen indischen Küche von Chef Rohit Ghai. Rechnet man die sieben Lokale – von orientalisch über Seafood über mediterran, südamerikanisch und südostasiatisch – der beiden Schwester-Hotels hinzu, kommt man auf stattliche elf Restaurants.
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Ganz zu schweigen von dem romantischen Luxusdinner, das man hoch oben auf dem Kliff mit spektakulärem Ausblick ganz für sich allein genießen kann. Ausgeschlossen, sich nur für eine Option zu entscheiden!
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Foto: @saltyluxe
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Das besondere Etwas
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Man ahnt es schon: Am Weihrauch führt im Shangri-La Al Husn kein Weg vorbei. Das beginnt schon mit dem hauseigenen Weihrauch-Sommelier, Khalid Al Amri, der Gästen nicht nur alles rund um das natürliche Produkt verrät, das einmal wertvoller als Gold war. Khalid pflegt auf der Anlage außerdem ein kleines Weihrauchgärtchen und ist überzeugt von den gesundheitsfördernden und stressreduzierenden Eigenschaften des Harzes.
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Besonders spannend: Während der allabendlichen Happy Hour verwandelt sich der Innenhof mit seinen hübschen Wasseranlagen in eine elegante Cocktail Lounge. Dann bietet es sich an, einen der hier kreierten Weihrauch-Cocktails zu probieren, beispielsweise den »Phoenix from the Flames«. Er enthält Limoncello, Pastis, Bourbon, Orangen und – natürlich – Weihrauch.
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3 gute Gründe, dort zu buchen
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1. Für diejenigen, die mehr über die omanische Kultur und Gastfreundschaft erfahren möchten, ist das Shangri-La Al Husn der ideale Ausgangspunkt. Allein seine Entstehung gleicht einem Märchen, denn das Grundstück direkt am ikonischen Felsentor Muscat Arch war ein Geschenk des 2020 verstorbenen Sultan Qaboos an einen seiner treusten Berater.
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2. Das Resort bietet unzählige Aktivitäten für jeden Geschmack. Wer mag, lümmelt faul am Privatstrand herum und lässt sich vom aufmerksamen Personal mit Drinks, Sonnencreme und Lippenpflege verwöhnen. Aktivere klettern ins Kajak oder aufs SUP und paddeln damit durch den Muscat Arch. Andere entspannen während einer Sunset Cruise von der Hotelmarina aus, beobachten Delfine und können mit etwas Glück mit Schildkröten oder sogar Walhaien schwimmen. Auch Ausflüge in die nahe gelegene Wahiba Sands Wüste, auf Wunsch mit Übernachtung im Glamping-Zelt, oder in den Souk von Muscat stehen auf dem Programm.
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3. Wer zum richtigen Zeitpunkt – etwa zwischen Mai und Mitte September – reist, hat gute Chancen, bei der Geburt von Babyschildkröten dabei zu sein: Der Strand des Shangri-La gilt als einer von fünf offiziellen Schildkrötennistplätzen im Oman. Deshalb verfügt das Resort über einen speziellen Ranger, der sich um den Schutz der Nester kümmert, Gäste über die Lebensweise der urzeitlichen Tiere aufklärt und die Jungtiere beim Schlüpfen begleitet.
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