Ecuador darf sich aufgrund seiner geografischen Lage privilegiert nennen: Es liegt in den Tropen und die Anden bilden, mit über 6.000 Meter hohen Bergen, eine natürliche Barriere. Viele Ziele sind leicht zugänglich, und so ist Ecuador ein attraktives Ziel für Bergsteiger und Wanderer.

Einen inaktiven Vulkan besteigen

Ein sehr beliebtes Reiseziel für Bergsteiger liegt in der Provinz Chimborazo, in circa 20 Kilometern Entfernung von der Stadt Riobamba, am Rande des Nationalparks Sangay: Der inaktive Vulkan El Altar. Nach einer letzten Phase von Ausbrüchen brach der Vulkan zusammen, so dass ein hufeisenförmiger Krater mit vereisten Wänden entstand. Insgesamt zwölf verschneite Gipfel und Lagunen reihen sich hier oben aneinander und bilden eine traumhafte Kulisse. Eine Besteigung des Vulkan El Altar bedarf einiger Erfahrung und Konzentration. Die beste Jahreszeit ist im Winter, zwischen Dezember und Februar, da dann der Schnee fester ist.

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Den “Bischof” erklimmen

Der höchste Gipfel des Altars heißt auf Spanisch »El Obispo«, übersetzt der Bischof. Mit 5.319 Höhenmetern kann er nur in Etappen bestiegen werden. Dafür sind Zeltlager und Wanderungen in den frühen Morgenstunden notwendig. Die Besteigung des Altars beginnt ab der Hacienda Releche, führt dann weiter in das Tal von Collanes und schließlich bis zum Kessel des Vulkans. Auch Expeditionen zu Pferd oder mit Esel werden angeboten.

Die verlorene Pyramide erkunden

Ein weiteres reizvolles Bergsteigerziel, welches ebenfalls gut ab Riobamba erreichbar ist, ist die »Pirámide Perdida«, die verlorene Pyramide auf dem Berg Puñay. Der Puñay erhebt sich einsam im weiten Tal Piñancay. Auf seinem rund 3.300 Meter hohen Gipfel steht die größte Pyramide aus der Vor-Inka-Zeit des gesamten amerikanischen Kontinents. Von hier oben hat man beeindruckende Ausblicke auf die Umgebung.

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