Hilfe Bettwanzen! Ein blutsaugender Parasit, den man bereits im Griff zu haben meinte, kehrt zurück. Wie kann das sein und was kann man tun, um sich zu schützen?

Bettwanzen beißen und saugen unser Blut

Man kann ihnen in Hotelbetten zum Opfer fallen, oder auch in Verkehrsmitteln – wie Flugzeugen, Schiffen und allen möglichen Personentransportmitteln – wo die Wanzen in Ritzen und auf Sitzen und Liegen lauern. Und oftmals reisen sie mit dem Wirt oder seinem Gepäck dann sogar in die eigene Wohnung. Seit den 90er Jahren – durch die gestiegene Mobilität und das erhöhte weltweite Reiseaufkommen – breiten sich die ungeliebten Krabbeltiere auch hierzulande wieder aus.

Auf Langstreckenflügen fühlen sich die Bettwanzen sicher

Wenn das Licht gedämmt wird und die Passagiere schlafen. Das CO2 des Atems und die Wärme der Fluggäste locken die kleinen Plagegeister aus ihren Verstecken, um sich an deren Blut zu laben. Sind sie satt, verkriechen sie sich wieder. Anders als andere Ungeziefer haben Bettwanzen immer Saison, Sommer wie Winter. Jeder Reisende ist ein potenzieller Wirt und mit seinem Gepäck unfreiwilliger Schmuggler der Wanzen. »Wir verzeichnen seit einigen Jahren einen rasanten Anstieg von Anfragen zur Prophylaxe und Bekämpfung von Bettwanzen«, berichtet Claudio Lopez-Behm, Manager beim Schädlingsbekämpfungsunternehmen Anticimex. »Vor allem die Tourismus- und Reisebranche muss sich wappnen, wie der jüngste Befall eines Flugzeuges zeigt. Und wir müssen davon ausgehen, dass die Befallszahlen weiter zunehmen.«

Bekämpfung ist Expertensache

Es spielt keine Rolle, ob der Befall in einem Hotel, einem Jet oder im Privathaushalt auftritt: Die Bekämpfung sollte immer von erfahrenen Fachleuten durchgeführt werden. Denn bei einem unsachgemäßen Bekämpfungsversuch besteht die Gefahr, dass sich der Befall im ganzen Objekt verteilt. Ein Laie wird sich zudem schwer tun, Bettwanzen zu erkennen. Manchmal sind auf den Laken kleine Blutflecke auszumachen. Meistens fällt ein Befall erst auf, wenn die Bettwanzenstiche juckende Hautreizungen oder -entzündungen auslösen. Dann sollte sofort ein Schädlingsbekämpfer gerufen werden. Bettwanzenbisse kann man oft an der Form der Stiche ausmachen: Rötungen oder Pusteln treten dicht beieinander auf, haben einen strassenförmigen Verlauf, da die Parasiten oft mehrfach zustechen.

Prophylaktisch sollte man nach einer Reise das Gepäck auf einem weißen Laken auspacken und untersuchen. Dies ist für Privatpersonen die einzige Möglichkeit, eingeschleppte Insekten auszumachen. Die Wäsche sollte bei 60 Grad gewaschen werden. Risiken kann auch der Kauf von Gebrauchtmöbeln oder Elektrogeräten bergen, mit denen Schädlinge eingeschleppt werden können. Hotels schützen sich durch regelmäßige Inspektionen, Beratung und Hilfe von Profis, die professionelle Bekämpfungsmittel gegen Bettwanzen einsetzen.

 

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