Wer »Gin« sagt, muss selbstverständlich auch »Tonic« rufen. Groß und Weiß prangen die beiden Zutaten des Longdrinks auf dem roten Buchcover. »Das ultimative Handbuch« wird selbstbewusst darüber proklamiert. Wir haben mal reingeblättert.

Gin. Und Tonic-Wasser. Vielleicht noch eine Scheibe Zitrone und ein paar Eiswürfel. Fertig ist der Klassiker unter den Longdrinks. So einfach ist die Mischkunst aber nicht, wenn man Frédéric Du Bois und Isabel Boons Glauben schenkt.

Fibel für Gin-Liebhaber

Ihre Fibel des allerorts beliebten Wacholderschnaps gemischt mit dem bitteren Softdrink erklärt dem Gin-Liebhaber mit Witz alles Wissenswerte um das traditionsreiche Getränk; vom richtigen Glas über den vorgeschriebenen Alkoholgehalt hin zu den verschiedenen Gin- und Tonic-Sorten in den Geschmacksrichtungen würzig, zitrus, süß oder blumig. Wer hätte gewusst, dass das bittere Tonic-Wasser aus der Rinde eines Baumes gefertigt wird? Oder dass es einst von vielen Kolonialarmeen als Malaria-Prophylaxe an die Soldaten gereicht wurde? Und diese es mit ein bisschen Gin für den Kämpfermut aufpeppten?

Welcher Gin? Welcher Tonic?

Weniger witzvoll, dafür informativ, klärt der zweite und größte Teil des Buches über alle größeren Gin- und Tonic-Hersteller auf. Gelegenheits-Gin-Trinker werden hier viel Neues entdecken. Kleinere und lokalere Brennereien fehlen leider, würden aber vermutlich den Rahmen sprengen, da das Buch bereits so über 400 Seiten lang ist. Es folgt eine Geschmackstabelle zur Zuordnung des richtigen Gins zum Tonic, als Lesezeichen ist sie auch zum Mitnehmen enthalten. Abschließend locken ein paar Kochrezepte mit Gin und Tonic in die Küche, einige Gin-Bar-Empfehlungen hinaus in die Welt. Für Gin-Liebhaber ist der schwere Einband der Platz im Bücherregal wert.

Frédéric Du Bois & Isabel Boons. Gin & Tonic: Das ultimative Handbuch für den perfekten Mix. Gerstenberg Verlag. 432 Seiten. 29,95 Euro.

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