Überall in Europa kämpfen die Regierungen gegen die Wieder-Ausbreitung des Coronavirus. Jedes Land hat dabei seine eigenen Regeln. Wir verraten an ein paar Beispielen, welche Corona-Regeln in Europa gelten.

Italien: Fußball und Volleyball verboten – Strandtennis und Yoga erlaubt

Wer sich in diesem Sommer nach Italien zum Strandurlaub aufmachen will, sollte wissen: Beliebte Sportarten wie Fußball oder Volleyball sind in diesem Sommer leider tabu. Das betrifft alle Mannschaftsportarten. Der Grund liegt auf der Hand: Gruppenbildung ist nicht. Wer dagegen lieber das Racket schwingt, hat gute Karten, denn Tennis und auch Beachtennis sind in Italien erlaubt. Yoga dagegen geht natürlich auch.
Mehr Infos zu Italien findet ihr in unserem reisen EXCLUSIV Kompakt Italien.
Frau allein am Strand und macht Yoga

Simon Rae

Italien: Sitzplatz im Zug verfällt bei Einreise

Und nochmal Italien. Dort gilt als Corona-Maßnahme im Zug: Jeder zweite Sitz bleibt frei. Beispielsweise könnt ihr dann den Sitzplatz am Gang bei Zweierreihen nicht nutzen. Lediglich am Fenster könnt ihr Platz nehmen, um so Abstand zu vorbeilaufenden Gästen im Gang zu sichern. Da dies bei der Deutschen Bahn nicht der Fall ist, kann es passieren, dass auf einer Bahnfahrt bei Einreise nach Italien der reservierte Sitzplatz plötzlich verfällt.

Leere Sitze im Zug

Spanien: Nahtloser Teint ade – Maskenpflicht im Freien

Spanien war ja neben Frankreich und Italien das Land in Europa, das am heftigsten von Corona betroffen war. Nach den Lockerungen der letzten Wochen stiegen die Infiziertenzahlen in einigen Regionen wieder. Die Folge: In Katalonien und Extremadura und auf den Balearen gilt seit Kurzem eine verschärfte Maskenpflicht. Dort müssen Einheimische wie Touristen nun überall in der Öffentlichkeit einen Mund-Nasen-Schutz tragen, sowohl in geschlossenen Räumen als auch im Freien.

Mallorca: Geheime Wärmebildkameras am Flughafen messen Fieber

Vor Jahren noch beschwerten sich Fluggäste über den sogenannten Nacktscanner an der Sicherheitskontrolle. Im Sommer 2020 werden Touristen ganz anders »durchleuchtet«: Am Flughafen Palma de Mallorca gibt es seit Ende Juni laut Mallorca Zeitung geheime Kameras: Sie messen die Temperatur der Reisenden. Damit soll Fieber keine Chance auf der beliebten Ferieninsel haben.
Mehr Infos zu Spanien findet ihr in unserem reisen EXCLUSIV Kompakt Mallorca.
Wärmebildkamera scannt Personen

panuwat phimpha/Shutterstock.com

Schweiz: Bitte vier Quadratmeter Abstand im Spa halten!

Wer sich für unser schönes Nachbarland Schweiz entscheidet und gern Wellness macht, für den haben wir gute Nachrichten: Schwimmbad, Sauna und Dampfbäder sind dort wieder geöffnet. Allerdings sorgt eine Abstandsregel für ein wenig Verwirrung. Es gilt nämlich, dass sich nur eine Person pro vier Quadratmeter Fläche aufhalten darf. Hat sich der Betreiber der Wellnessanlage nicht um Beschilderung bemüht, dann heißt es: erstmal nachrechnen, ob noch Platz ist.

Frankreich: Bis zu 750 Euro Strafe für Masken-Müll

Auf die Gesichtsmaske sollten Frankreich-Reisende unter euch besonders achten. Wegen steigender Corona-Infektionszahlen führt unser Nachbarland ab heute eine Maskenpflicht in Geschäften und anderen öffentlich zugänglichen Räumen ein. In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt sie sowieso schon. Auch beim Entsorgen der Maske solltet ihr Acht geben: Statt 68 Euro sollen in Zukunft 135 Euro fällig werden, sollte die Maske nicht sachgerecht in den Müll wandern. In besonders schweren Fällen soll die Strafe sogar bis auf 750 Euro erhöht werden können.
Dreckige Mund-Nasen-Maske liegt auf dem Boden in der Natur

Robin Benzrihem

Griechenland: QR-Code und Algorithmus entscheiden über Corona-Test

Kurios und unumgänglich sind die aktuellen Einreisebestimmungen in Griechenland. Reisende müssen dabei mindestens 48 Stunden vor Abreise ein Formular ausfüllen – im Gegenzug erhaltet ihr dann einen QR-Code, den ihr bei der Einreise vorzeigen müsst. Ein Algorithmus errechnet laut griechischem Staatsfernsehen (ERT), ob und welche Reisende nach ihrer Ankunft einen Corona-Test machen müssen. Eine weitere Herausforderung: Das Formular gibt es bislang nur in englischer Sprache.

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