Das Fairmont Monte Carlo wurde renoviert, um die Anmutung eines Kreuzfahrtschiffes zu haben. Doch eigentlich interessiert man sich hier eher für Motoren als für Schiffsschrauben. Text: Jennifer Latuperisa-Andresen

 

Die Aussicht auf das Meer lassen sich die Monegassen einiges kosten.

Die Hochhäuser an den Felsen werden höher und höher, immerhin möchte man über den Bau vor einem noch hinweg schauen können. Und – man zahlt ein Vermögen, um das Mittelmeer zu sehen.

Im Fairmont Monte Carlo könnte man fast vergessen, dass es ein Privileg ist mit Meeresrauschen aufzuwachen und die Möwen über den Wellen kreisen zu sehen. Denn die Aussicht ist überall. Beim Frühstück im Restaurant L’Horizon schaut man bereits auf das Meer, am sogenannten Rooftop-Pool erblickt man es, und selbst in der Hotelbar Saphir kann man Tag und Nacht die Gischt beobachten.

Absolut up-to-date

Wahrscheinlich war das der Grund für das neue Konzept. Als die Fairmont-Hotelgruppe diesen Hotelkomplex übernahm, musste eine stringente Handschrift her. Der Gast sollte dieses Hotel als ein besonderes Haus in Erinnerung halten. Die Idee ward geboren, aus dem Hotel ein Kreuzfahrtschiff zu machen. Rein sinnbildlich natürlich. Dabei war der Blick auf das Meer wohl das Leitmotiv. 45 Millionen Euro hat die Investition gekostet – die sich gelohnt hat.

Zimmer im Fairmont Monte Carlo

Fairmont

Die Zimmer erstrahlen in einem maritimen Flair. Geschmackvoll und schlicht, mit dezenten Farben – aber ganz klar maritim. Jedes der insgesamt 602 Zimmer und Suiten hat eine Terrasse. Groß genug, um mit Gästen dort zu speisen. Auch das neue Willow Stream Spa ist ein Traum. Eine 900 Quadratmeter große Wohlfühloase, mit exzellenten Anwendungen, die einen klaren Bezug zum Mittelmeer haben. Ergänzend dazu gibt es ein Fitnesscenter. Das beste daran: Sportkleidung samt Schuhe werden in der korrekten Größe direkt auf das Zimmer gebracht (allerdings ist eine Mitgliedschaft im President Club erforderlich – diese ist kostenlos), und wer seinen MP3-Player zum Sport vergessen hat – macht nichts, das Hotel verfügt über Geräte, die sich zu allen Sportarten einsetzen lassen – selbst für das hier angebotene Yoga.

Prominente Stammgäste

George Lucas kommt schon seit Jahren in dieses Hotel. Immer zur gleichen Zeit. Immer in die gleiche Suite. Aber ihn interessiert die Wasserseite überhaupt nicht. Der weltbekannte Filmproduzent und -regisseur (Star Wars oder Indianer Jones) guckt in die andere Richtung. Auf die Haarnadelkurve, die insbesondere beim »Großen Preis von Monaco« eine Rolle spielt. George Lucas ist ein Fan der Formel Eins. Deswegen ist die Suite Nr. 5002, die er alljährlich bewohnt, auch dem Motorsport gewidmet. Und wenn die Piloten ihre Rennwagen über die Straßen jagen, dann sitzt George Lucas auf dem kleinen Balkon zur Straßenseite – und genießt die Aussicht auf die brummenden Motoren.

Schließlich ist auch das Monaco. Dann schauen alle lieber auf die Landseite. Auch das muss ein Kreuzfahrtschiff ertragen.

Hotel. Fairmont Monte Carlo. 12 Avenue des Spélugues, Monte Carlo, Monaco, 98000, www.fairmont.com/montecarlo

 

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