G-AAMY, das weltberühmte Flugzeug aus dem Filmklassiker »Jenseits von Afrika«, befindet sich wieder in seiner Heimat in Kenia. Jochen Zeitz, Besitzer des Segera Retreats, hat den Flieger in einer Pariser Auktion erworben und es wieder flugfähig machen lassen. Dieser aufregende Kunstschatz findet nun in Segera, einem Luxus-Retreat der Wilderness Collection inmitten des kenianischen Laikipia-Plateaus, sein neues Zuhause.

Seinen weltweit bekannten Auftritt hatte G-AAMY vor rund dreißig Jahren im Filmklassiker »Jenseits von Afrika« (1985). Die Szene gilt als eine der berühmtesten der jüngeren Filmgeschichte: Meryl Streep und Robert Redford gleiten als Karen Blixen und Denys Finch Hatton im gelb-schwarzen Doppeldecker (mit der leicht veränderten Kennung G-AAMT) über unendlich erscheinende grüne Savannen, über Flüsse und Wälder, vorbei an schroffen Schluchten, Wasserfällen und über die Tierwelt der Steppe. Die Szene wurde zum bekanntesten Sinnbild der leidenschaftlichen Romanze zwischen Blixen und dem Abenteurer Hatton. Einen kurzen Ausflug mit G-AAMY in die Vergangenheit von Blixen und Hatton finden Sie hier.

Seit dem Erwerb in 2013 hat der britische Flugingenieur Henry Labouchere den Doppeldecker sorgsam wieder zusammen gebaut und mit einem neuen australischen Motor ausgeschattet. Zu neuem Leben erweckt, gleitet der Doppeldecker einmal mehr über die szenischen Landschaften Kenias – von Jochen Zeitz persönlich geflogen.

Für insgesamt rund 50 Drehstunden wurde das 1929 gebaute Flugzeug vom Typ DH60, auch »Gipsy Moth« genannt, in einem Jumbo Jet von Amerika über England nach Nairobi verfrachtet. Bei seinem Flug über Kenia scheuchte G-AAMY unter anderem eine große Schaar Flamingos auf – dieser berühmten Aufnahme hat „Jenseits von Afrika«-Kameramann David Watkin nach eigener Aussage den Gewinn des Oscars in der Kategorie Beste Kamera zugeschrieben.

Erinnerung an Amy Johnson

»Wir freuen uns sehr, unseren Gästen die unglaubliche Gelegenheit bieten zu können, G-AAMY selbst zu erleben und einen einzigartigen Aspekt der kenianischen Safari-Geschichte erfahren zu können«, sagt Jens Kozany, General Manager von Segera Retreat. »G-AAMY erinnert an eine vergangene Ära Kenias und bringt einen romantischen Teil der Geschichte in unser umweltfreundliches Retreat. Insbesondere soll es aber das Interesse an und die Unterstützung für die 4C-Philosophie (Commerce, Conservation, Community und Culture) in Zusammenarbeit mit der Zeitz Foundation wecken.« Segera, ein exklusives Retreat das zeigt, wie luxuriös Nachhaltigkeit sein kann, engagiert sich unter anderem für den Schutz der Tierwelt Kenias und fördert die Entwicklung kommunaler Gemeinschaften.

G-AAMY, der Name des Flugzeugs, ehrt die britische Flugpionierin Amy Johnson: Sie führte 1930 in einer »Gipsy Moth« als erste Frau einen Alleinflug von England nach Australien durch. 1941 kam sie unter bis heute ungeklärten Umständen bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. In den 1930er Jahren galt die »Gipsy Moth« als eines der beliebtesten Flugzeuge in Großbritannien. 2010 existierten von den damals tausenden Flugzeugen nur noch 18 Exemplare – wenige darunter sind noch flugfähig. Einer dieser Oldtimer der Lüfte, G-AAMY, befindet sich nun wieder in seiner Heimat in Kenia, und gleitet über jene Landschaften, die Hatton und Blixen im Film vor fast 30 Jahren bereits überflogen haben.