Üppige tropische Natur, traumhafte Strände, mystische Tempelanlagen und Menschen, die stets ein Lächeln auf den Lippen haben ‒ Bali ist ein Urlaubsparadies mitten im Indischen Ozean, bei dem Sonnenanbeter und entdeckungsfreudige Individualurlauber gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. In unserem Reise-Guide Bali haben wir die wichtigsten Informationen zusammengestellt.

Visum. Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Indonesien einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate gültig ist. Seit 2015 benötigen deutsche Touristen bei der Einreise an den internationalen Flughäfen bei einem Aufenthalt von bis zu 30 Tagen kein Visum mehr. Ein »Visa on Arrival« wird direkt bei der Einreise am Flughafen Denpasar ausgestellt. Seit einigen Monaten fällt auch die Gebühr von 35 Dollar weg, die zuvor für die Einreise zu entrichten war.

Währung. Währung ist die Indonesische Rupiah (IDR) – wer 100 Euro tauscht, ist beinahe zweifacher Millionär in der Landeswährung (1 Euro = 16 300 Rupiah). Vor Ort kann man vielerorts Geld am Automaten abheben oder in den Hotels tauschen – der Kurs ist in Bali günstiger, als wenn man in Deutschland tauscht. In Hotels und Restaurants werden in aller Regel die gängigen Kreditkarten akzeptiert. Vorsicht ist geboten vor manipulierten Rechenmaschinen oder schlechten Rechenkünstlern.

Anreise. Flug ab Frankfurt und München mit Singapore Airlines nach Denpasar ab 789 € inkl. Steuern und Gebühren.

Religion. Die »Insel der Götter« wird Bali gerne genannt – oder auch die »Insel der 1000 Tempel«. Mehr als 90 Prozent der Balinesen sind Hinduisten, eine Ausnahme in der Region. Gut fünf Prozent der Bevölkerung sind Muslime, zudem gibt es wenige Christen und Buddhisten.

Tipps zum Übernachen auf Bali

Unterkunft. Wer günstig (ab € 20) wohnen will und keine hohen Ansprüche hat, ist in einem Homestay oder Losmen gut aufgehoben. Diese Privatzimmer befinden sich meist auf dem Anwesen der Familie und vermitteln Einblicke in das häusliche Leben.

Reise-Guide Bali: Haus am Meer

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Bali bietet eine große Auswahl an wunderschönen Resortanlagen, die selbst in der mittleren Preisklasse fast immer mit Pool und oft auch mit Spa ausgestattet sind. In den im Folgenden genannten Hotels wird sehr auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz geachtet.

Hotel Candi Beach Resort in Candi Dasa. Das luxuriöse Vier-Sterne-Hotel ist fernab der Touristenzentrum im Süden der Insel und hat seinen eigenen kleinen Strand. Wer rund um die Vulkane wandern will, ist hier näher dran als im Süden der Insel.

Kayumis Ubud Private Villas & Spa wird in schöner Regelmäßigkeit zum besten Hotel Balis gekürt. Die verschieden großen Villen liegen in einem üppigen tropischen Garten, jede hat ihren eigenen Pool direkt vor der Tür.

Maya Ubud Resort & Spa liegt dramatisch oberhalb eines mitunter reißenden Flusses, die Spa-Hütten und der Pool sind terrassiert angelegt.

Sprache. Aufgrund des regen Tourismus sprechen viele Balinesen relativ gut Englisch; auch versierte deutschsprachige Guides sind auf der Insel häufig zu finden.

Klima. Auf Bali ist es das ganze Jahr über gleichbleibend tropisch warm, die Temperaturen liegen konstant bei rund 30 Grad. Von April bis Oktober ist Trockenzeit, scheint die Sonne täglich sechs bis acht Stunden und die Wassertemperatur steigt auf circa 30 Grad Celsius an. Von November bis März wechselt sich in der Regenzeit die Sonne immer wieder mit kurzen und monsunartigen Regenschauern ab. Zu dieser Zeit liegt die Luftfeuchtigkeit bei fast 100 Prozent.

Reisezeit: Am besten zwischen Mai und Oktober nach Bali

Reisezeit. Von Mai bis Oktober, denn in den anderen Monaten geht der Monsunregen auf Bali nieder. Meist regnet es jedoch nachts oder in den frühen Morgenstunden in heftigen Schauern ab, sodass auch von November bis April völlig verregnete Tage die Seltenheit sind.

Restaurants. Das Bali Buda Café hat mehrere Standorte auf der Insel. Hier wird gesund und lecker gekocht, viele Produkte stammen aus nachhaltiger Landwirtschaft von der Insel. Unweit des Restaurants in Ubud hat Gründerin Brenda Ritchmond einen Health Food Shop eröffnet, in dem man schmackhafte Souvenirs findet.

Ibu Oka Warung, Jalan Tegal, Ubud, Tel.: +62 (0)361 976435; Balis Nationalgericht ist gegrilltes Spanferkel mit Reis und diversen Saucen. Hier bekommt man täglich ab 10:30 Uhr eines der besten der Insel. Urig, viel einheimisches Publikum, Rama Candidasa, Raya Sengkiku, Karangasem Candidasa, Tel.: +62(0)363 41 974. In diesem schicken Wellnessresort können sich auch externe Gäste eine besonders üppige und aromatische Reistafel servieren lassen. Edel.

Reise-Guide Bali: Essen auf der Insel

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Telefonieren/Internet. Am besten für das Handy im Telefonladen eine Prepaid-SIM-Karte eines lokalen Anbieters besorgen. Wichtig: SIM-lockfreies Handy. In Touristenzentren gibt es überall Internetcafés. Für den eigenen Laptop bieten viele Hotels (oft gratis) W-Lan.

Trinkgeld. In besseren Hotels/Restaurants ist Service-Charge fast immer inkludiert, trotzdem sind 5-10 % Trinkgeld üblich. Kleine Dienstleister wie Kellner, Hotelpersonal etc. sind auf Trinkgelder angewiesen. 2 000-4 000 Rp. sind üblich.

Den »morning price« beim Shoppen nutzen

Trinkwasser. Man sollte kein Leitungswasser trinken, sondern stets auf Mineralwasserflaschen zurückgreifen (Verschluss prüfen!).

Souvenirs. Bei kunstfertigen Silberschmieden, z. B. in Celuk bei Ubud, kann man sich individuellen Schmuck anfertigen lassen. Hochwertige bunte Holzmasken findet man im Dorf Mas.

Reise-Guide Bali: Holzmasken sind ein beliebtes Souvenir

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Der etwas andere Geschmack für Raucher: Gewürznelken-Zigaretten (kretek). Wichtig: Händler locken oftmals mit »morning prices«, denn der erste Geschäftsabschluss ist ein gutes Omen für den Tag.

Shopping-Tipp. Wer auf balinesische Kunst steht, ist in Ubud mit seinen zahlreichen Galerien richtig. Besonders interessant sind die Lempad Gallery und die Seniwati Gallery, die nur Kunst von Frauen führen.

Persönlicher Tipp. Geführte Insidertouren unter anderem durch Tenganan bietet der sehr gut Deutsch sprechende balinesische Reiseleiter Mr. Dharma an. Er ist ein wahrer Ausbund an guten Adressen und Geheimtipps. Direkter Mailkontakt über: sudharma2011@gmail.com.

Roller, Auto, Bus – das sind die gängigsten Fortbewegungsmittel auf Bali. Wer die Insel per Fahrrad erkundet, kommt allerdings an Orte, die mit dem Auto kaum zu erreichen sind und erfährt mehr über Land und Leute. Hervorragende Räder und bestens informierte Guides bietet zum Beispiel der Veranstalter Sobek.

Bloß keinen Katzenkaffee ordern!

Besser nicht. Kopi Luwak, besser als »Katzenkaffee« bekannt, gilt als der teuerste Kaffee der Welt. Und zwar deshalb, weil die Bohnen ihren Weg durch den Verdauungstrakt von Schleichkatzen genommen haben. Das Geschmackserlebnis hält sich allerdings in bescheidenen Grenzen und rechtfertigt mitnichten den für balinesische Verhältnisse horrenden Preis von bis zu 15 Dollar pro Tasse.

Reiseführer. Stefan Loose, Reiseführer Bali/Lombok, Dumont Reiseverlag, € 21,99, viele praktische Infos.

Veranstalter. FTI bietet die 13-tägige Rundreise »Bali für Genießer«, bei der man Dörfer, Städte und Natur, darunter zahlreiche Wasserfälle und Höhlen, erkundet sowie Handwerkszentren und Tempelanlagen besichtigt. Optional stehen der Besuch des West Bali Nationalparks, eine Dschungelwanderung, eine private Bootsfahrt mit Schnorchelausflug sowie ein Koch-, Mal- und Tanzkurs zur Verfügung. Preis inkl. Übernachtungen, Transfers, Ausflügen und Besichtigungen ab € 1 148 p. P.; mit Flug von Thai Airways ab € 1 950. Informationen und Buchung unter www.FTI.de

Infos. Visit Indonesia Tourism Officer, c/o Global Communication Experts GmbH. Hanauer Landstraße 184, 60314 Frankfurt, Tel.: 069 17 53 71 038, www.tourismus-indonesien.de. Zahlreiche Infolinks und PDFs zum Download.

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