Im nordirischen County Fermanagh hat sich um die Flussläufe des Upper und Lower Lough Erne eine phantastische Wasserlandschaft mit hunderten Inselchen herausgebildet, die schon die Kelten für erste Siedlungen entdeckten.

Später zogen sich irische Mönche auf manche der Inseln in County Germanagh zurück. Aber auch die Normannen streckten ihre Hände nach den leicht einzunehmenden Eilanden aus. Heute floriert hier vor allem der Hausboottourismus. Er und macht es leicht, früh besiedelte Inseln wie White Island und Devenish Island anzusteuern. Jede ist auf ihre Weise wild, einsam und von historischen Zeugnissen geprägt.

Start in Enniskillen

Andere wie Boa Island, das vom Land zu erreichen ist, bieten aber auch Unterkünfte. Sie laden für ein paar Tage zum perfekten Rückzug und Abspann aus der eiligen Welt ein. Als Startpunkt zu dieser besonderen Inselauswanderung bietet sich die Stadt Enniskillen an.

Boa Island ist hingegen ein Ruhepol und scheint wie aus der Zeit gerutscht. In den rustikalen Lusty Beg Lodges mit einem Inselrestaurant lässt es sich zurückreisen in die Naturlandschaft wie sie schon immer ausgesehen haben mag. Und dennoch muss man hier auf den Komfort der Zivilisation und das gewisse Etwas an Luxus nicht verzichten.

Wer es einfacher mag, wählt für den Ausstieg auf Zeit eine der Boa-Island-Pensionen. Es kann vielleicht sein, dass man dort dem kleinen keltischen Steingott Janus und seiner Gespielin Shila na Gig näherkommt. Sie halten es schon zweitausend Jahre auf der Insel aus. Sie stehen auf dem versteckt liegenden Friedhof Caldheragh nah beisammen und sind ein Pilgerziel für viele Bewohner und Besucher von Fermanagh. Man muss nur die Einheimischen nach ihnen fragen. Dann gelangt man zurück in die Geschichte der keltischen Steinkreise und ihren Gottheiten.

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