Willkommen im Anantara Mai Khao Phuket Villas

Kritiker behaupten, Phuket habe seinen Paradiesstatus verloren. Mangrovenwälder und unberührte Küsten seien übervölkerten Stränden und Betonbauten gewichen. Doch es gibt sie noch, die ein­­­samen Strände und Landschaften. Man muss nur wissen, wo! Text: Ulrike Klaas

Ein Schluck Detox

Ein laues Lüftchen streift die Haut und bewegt sanft die Zipfel meines Sommerkleides. Vor mir steht ein »Detox“, ein erfrischender Saftcocktail, der von innen verschönern soll. Eine Sängerin haucht die letzten Zeilen von »Driving home for christmas« ins Mikro. So lässt sich die Vorweih­nachtszeit doch aushalten. Anstatt mit Handschuhen, Thermounterwäsche und Mütze auf dem Weihnachtsmarkt Glühwein trinkend zu Weihnachtsliedern bibbern, mit dem Geruch von gebrannten Mandeln in der Nase, genieße ich frisch gegrillte Tiger Prawns und höre in der Ferne die Wellen auf den Strand schlagen, während der Wind meine sonnengeplagte Haut abkühlt.

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Willkommen im Hotel

Ganz im Norden der Insel liegt das Anantara Phuket Resort, das vor rund einem Jahr eröffnet hat. Über Stege, die mit Fackeln beleuchtet sind und deren Licht sich im Wasser spiegelt, ziehe ich nach dem Abendessen weiter in die hoteleigene Bar, die einem Baumhaus nachempfunden ist und von der aus die Gäste eine atemberaubende Sicht auf das stilvoll beleuchtete Resort und den Ozean haben. Über dem Tresen hängen runde Lampen, deren rosa Leuchtarme wie Tentakeln hinabhängen. Waren die Lampen nicht gestern noch gelb? »Der Montag trägt das Gelb des Mondgottes Phra Chan, der Dienstag das Rosa des Marsgottes Phra Angkarn«, erklärt mir die Dame hinterm Tresen. Die Wochentage in Thailand trügen die Namen der Planetengötter, denen jeweils eine Farbe zugeordnet sei. Aha.

Sand, der quietscht wie Spargel!

Am nächsten Morgen entdecke ich erneut ein Phänomen, das ich bis jetzt so nicht kannte. Sand, der so quietscht wie frischer Spargel! Wo gibt es denn so was? Am Mai Khao Beach! Vielleicht hängt es aber auch mit seiner Farbe zusammen. Ockerfarben rieselt er durch meine Hand. Mit mir sonnen sich auf dem zwölf Kilometer langen Strand genau drei weitere Urlauber, und die sind nur in Stecknadelgröße in der Ferne zu erkennen. Das Muschel-ans-Ohr-halten-Geräusch wird hier zur Realität. Nur das Meeresrauschen unterbricht die kathedralenhafte Ruhe.

»Alles, was einen Motor hat, ist hier verboten. Das ist ein Naturschutzgebiet«,

hatte Peter Nilsson, Hoteldirektor des Anantara Phuket Resorts, bei der Ankunft erklärt.

Die Schildkröte schlüpft hier

Dank der tierischen Besucher, denn Seeschildkröten legen alljährlich dort ihre Eier ab und brüten sie aus. Das Anantara ist eines von lediglich drei Hotelanlagen, die am längsten Strand Phukets liegen, und die Schildkröte ist sozusagen das Hotelmaskottchen. Ob als Schlüsselanhänger, Duscharmatur oder Klingel – ihr Motiv findet sich überall. Ebenso privat und abgeschieden, wie es die Schildkröten lieben, um ihren Nachwuchs auszubrüten, mögen es die Hotelgäste. Äußerst passend, da es zumeist Honeymooner sind.

So besteht das Resort aus einzelnen Villen, die umrahmt von Holzparavents niemandem Einblick gewähren. Jede Villa verfügt über einen eigenen Pool, den nur eine gläserne Schiebetür von Bad und Wohnraum trennt. So ist das kühle Nass nur einen Kopfsprung entfernt. Nach genug Zweisamkeit finden die Gäste Mehrsamkeit am großen Re­sort-Pool, wo die weißen, äußerst bequemen und gut gepolsterten Liegen nicht am, sondern im Pool stehen. Dort bekommt jeder Sonnenanbeter erst einmal die so typischen wunderbar kühlen Tücher gereicht, die herrlich nach Zitronengras duften. Schon bei meiner Ankunft war mir schnell klar: In puncto Service und unaufdringlicher Fürsorge sind die Thais einfach spitze.

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Ab nach Koh Yao Noi

Hotels wie dieses findet man auf Koh Yao Noi nicht – noch nicht. Circa eine Bootsstunde von Phuket entfernt, liegt das idyllische Inselparadies. Wer in Phuket urlaubt, sollte einen Ausflug zu einer der 39 Nachbarinseln nicht verpassen. »Noch vor 30 Jahren sah Phuket so aus«, erklärt Guide Poi, die den Gästen des Anantara die Insel und Umgebung zeigt. Mit dem »Chicken Bus« geht es durch dichte Mangrovenwälder, vorbei an Reisfeldern, auf denen Wasserbüffel grasen und Einheimische mit großen bunten Hüten der Sonne die Stirn bieten. Früher wurden Hühner mit dem Bus transportiert, heute sind es Touristen, die über die teils mit Schlaglöchern gepflasterten Straßen hinwegholpern. Vor den Holzhäusern hängen aufgereiht bunt gemusterte Blusen, Shirts und einfarbigen Hosen. Zuerst vermutete ich einen dorfweiten Kleiderausverkauf, bis Poi mich aufklärt, dass die Luft zu feucht sei, um die Kleidung im Haus aufzubewahren.

Oh je, Patong!

Vom Westen der Insel, der von dichten Mangrovenwäldern dominiert wird, bahnt der Chicken Bus sich seinen Weg in Richtung Ostküste, an der sich kilometerlange einsame Sandstrände aneinanderreihen. Das Kontrastprogramm gibt es am nächs­ten Morgen in Patong. Ich fühle mich wie Heidi von der Alm bei einem New-York-Besuch. Die Kinnlade klappt runter, die Augen weit aufgerissen. Knatternde Mofas, Autogehupe, Stimmengewirr, und den Strand sehe ich vor lauter Liegen nicht. In der Ferne erkenne ich Jetskis, die auf dem Wasser schaukeln. Am Patong Beach begann Phukets Karriere als Urlaubsmekka.

Die zweitgrößte thailändische Provinz, die 543 Quadratkilometer misst und damit in etwa so groß ist wie der Bodensee, verdiente früher mit Zinn- und Kautschukanbau ihr Geld. Heute sind es die Touristen, die das Geld ins Land bringen. So haben es die rund 300.000 Insulaner für thailändische Verhältnisse zu beträchtlichem Wohlstand gebracht. Dieser zeigt sich vor allem darin, dass statistisch gesehen jeder zweite Insulaner ein motorisiertes Zweirad besitzt – kaum eine thailändische Provinz kann da mithalten.

Einmal sehen, und dann sofort umkehren

In Patong scheint sogar nicht nur jeder Zweite, sondern jeder gleich zwei Motorräder zu besitzen.  Die einheimischen Händler übertönen gekonnt das Motorengeknatter und preisen lauthals T-Shirts und Turnschuhe an. »Gefälscht, aber in unheimlich guter Qualität«, informiert mich Poi. In den Straßen duftet es nach gebratenem Reis, Huhn und Chili. An den Essensständen, von denen es in den Gassen nur so wimmelt, gibt es preiswerte thailändische Gerichte zu kaufen: Suppen, Reis mit Hähnchen oder Tintenfisch, Currys sowie Obst und Kuchen. Vor den Häusern haben die Besitzer diverse große und kleine Blumentöpfe drapiert, ganz nach dem Motto: »Kübel statt Gärten«. Von ursprünglichem Charme ist hier in der Tat nichts zu sehen.

 

Anreise. Mit Condor nonstop von Frankfurt a. M. nach Phuket

Beste Reisezeit. Der deutsche Winter eignet sich am besten für einen Phuket-Urlaub, denn dann herrschen angenehme 24 Grad. Im März beginnt die Trockenzeit, und die Temperaturen klettern bis 40 Grad, und ab Juni ist Regenzeit

Koh Yao Noi. Ein Tagesausflug auf die Insel kostet etwa € 60, für Kinder € 30. Kinder bis vier Jahre sind frei. Das Mittagessen in einem einheimischen Restaurant ist inklusive. Ebenso wie der Besuch einer moslemischen Waisenschule sowie der Badestop auf Koh Nork, einer kleinen unbewohnten Insel, www.traveldirectphuket.com

Info. Thailändisches Fremdenverkehrsamt, Bethmannstraße 58, 60311 Frankfurt a. M., Tel.: 069 1381390, www.thailandtourismus.de

E-Mail: info@thailandtourismus.de

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