Wenn Anfang Dezember die ersten großen Schneestürme in Island wüten, wird damit die Saison für einen neuen Trendsport auf der Insel eingeläutet. Eigentlich werden Touren zum Erkunden der Insel bei solchen Wetterlagen abgesagt. Es gibt aber ein Abenteuer, das genau auf solches Wetter wartet.

Beim sogenannten »Stormhike« macht sich der Touren-Anbieter Iceland Expeditions mit seinen Teilnehmern bei mindestens Windstärke fünf auf, um Island mit all seinen Facetten zu erleben.

Auf Teilnehmer warten starke Winde, Regen, Schnee, Schneeregen und -sturm und das im besten Fall im stetigen Wechsel. Gründe, die dennoch für solch einen Trip sprechen, nennt der Veranstalter Iceland Expeditions: »Wer nach Island reist und das auch noch im Winter, der ist auf Abenteuer aus. Oft werden in der Wintersaison aber Touren und Ausflüge aufgrund ‚ungünstiger’ Wetterbedingungen abgesagt. Damit es aber dennoch etwas mit dem außergewöhnlichen Naturerlebnis wird, bieten wir die Sturmwanderung an.«

Auf Sturmjagd rund um die Hauptstadt

Da das Wetter auf Island so unberechenbar ist – manchmal auch unberechenbar gut – wird kurzfristig entschieden, ob die Tour stattfindet oder nicht. Eine Voraussetzung ist eine Mindest-Windgeschwindigkeit der Stärke fünf von insgesamt zwölf, was 36 km/h entspricht. Wenn dies gegeben ist, gehen die Guides mit der Gruppe auf Sturmjagd rund um Reykjavik.

Die Sturmwanderung beginnt mit einem Besuch der lokalen Search & Rescue Station. Dort gibt es eine Einführung in die High-Tech-Ausrüstung, die Fahrzeuge, die auch zur Rettung von Einheimischen und Touristen verwendet werden, sowie Verhaltensregeln in extremen Wetterlagen. Die Wanderung dauert abhängig von den Bedingungen ungefähr eine Stunde. Kurz vor Ende der Wanderung suchen die Guides gemeinsam mit den Teilnehmern einen windgeschützten Ort in der Natur. Dort belohnen sie sich mit einem warmen Getränk.

Spaß und Sicherheit schließen einander nicht aus

Für die Veranstalter steht Spaß im Vordergrund, Sicherheit hat aber höchste Priorität. Eine der größten potenziellen Risiken ist hierbei Unterkühlung. Das richtige Outfit ist daher sehr wichtig. Da denken die Isländer nicht anders als die Deutschen: Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung. Falls Teilnehmer nicht selbst über die richtigen Kleidungsstücke verfügen, verleiht Iceland Expeditions auch die nötige warme Ausstattung.

Weitere Informationen zum «Stormhike« gibt es hier.

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