Der »Lac d’Orient« in der Champagne gilt mit 23 km² Fläche und 200 Millionen Kubikmetern Fassungsvermögen als drittgrößter künstlicher See Frankreichs.

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Der See wurde in den 60er Jahren angelegt um Paris vor Überschwemmungen durch die Seine zu schützen. Das Rückhaltereservoir, das auf ehemaligen Besitzungen der mittelalterlichen Tempelritter entstand, entwickelte sich schnell zu einem wertvollen Ökosystem und einem beliebten Urlaubsort.

Heute liegt der See im Regionalen Naturpark »Forêt d’Orient« und ist ein bedeutender ornithologischer Standpunkt, sowohl für Zugvögel als auch für Nisttätigkeiten. Fauna und Flora beeindrucken durch Zahlen: mehr als 260 Vogelarten, 900 verschiedene Insekten, 41 Säugetiere, 11 Amphibien, 5 Reptilien, 17 Fische, 400 Pflanzen und mehr als 531 Pilze kommen im und um den See vor.

Vogelkundler beobachten Reiher, Schnepfen, Strandläufern, Habichte, Enten, Störche, Schwäne, Falken, Säger, Reiher, Milane, Spechte, Kiebitze… Hirsche, Rehe und Wildschweine bevölkern die dichten, umliegenden Wälder.

Der See spielt auch eine wichtige Rolle für Urlauber. Dabei gilt: Baden an drei großen Stränden, Segeln und Angeln ist erlaubt, Motoren sind verboten. Der nahe, 500 Hektar große Amance-See ist für den motorisierten Wassersport reserviert.

Der benachbarte Temple-See mit 1.800 Hektar ist das Königreich der Angler und Kleinsegelboote. Auch Tauchen und Kanufahren gehören zu den beliebten Wassersportarten am Lac d’Orient. In Mesnil-Saint-Père gibt es eine Marina. Auf einem speziellen »vélovoie« genannten Radweg kann man vom nahen Troyes bis um die großen Seen mit dem Fahrrad radeln.

Campingplätze, Gästezimmer und Hotels befinden sich in der Nähe. Auch touristische Ausflüge sind vom See gut möglich: die mittelalterliche Fachwerkstatt Troyes, der Freizeitpark Nigloland für Familien mit Kindern, das Memorial Charles de Gaulle oder die Anbaugebiete des berühmten Champagners.