Wie soll man sie vergleichen, diese Mega-Kreuzfahrtschiffe, die über die Weltmeere fahren? Höhe, Breite, Länge, Anzahl der Kabinen, Tiefgang? Eines steht fest: Royal Carribean ist das Maß aller Dinge. Text: Verena Wolff

Alles mega bei den Kreuzfahrtschiffen, die in den vergangenen Monaten die Werften verlassen haben – und auch bei denen, die in Bälde folgen werden. Absoluter Marktführer, was Größe in Bruttoraumzahl (BRZ, der tatsächliche Vergleichswert) angeht, ist die Reederei Royal Carribean International (RCI). Unter den Top 10 der größten Kreuzfahrtschiffe der Welt ist das amerikanische Unternehmen sage und schreibe sieben Mal vertreten.

Kein Wunder, denn die Schiffe, die die ersten vier Plätze belegen, sind weitgehend baugleich. Nummer eins ist die gerade erst in Dienst gestellte Symphony of the Seas: 2.759 Kabinen, die bei Doppelbelegung 5.518 Passagieren Platz bieten.

Harmony of the Seas - Royal Caribbean International

Press Center Royal Caribbean International

Maximalbelegung der Kabinen sind nach Angaben der Reederei 6.680 Menschen. Aktuell ist sie zudem das Schiff mit der größten Tonnage (226.963). Damit hat sie dem bisherigen Rekordhalter, der 2016 in Dienst gestellten Harmony of the Seas tatsächlich den Rang abgelaufen. Auch wenn die Rahmendaten gleich klingen: Beide Schiffe sind 362 Meter lang, 66 Meter breit und 18 Decks hoch.

Superlative in Dauerschleife

Nach den vier RCI-Schiffen kommt die Meraviglia der italienischen Reederei MSC – und dann schon wieder drei Royal-Carribean-Schiffe, nämlich die der Quantum-Klasse.

MSC Escape

MSC Rights

Die Top-Ten-Liste beschließen die Norwegian Joy und die Norwegian Escape, zwei Schiffe der ebenfalls amerikanischen Reederei Norwegian Cruise Lines (NCL).

Norwegian Escape - Kreuzfahrtschiffe

Norwegian Cruise Line

Schwimmende Städte sind sie alle, diese Riesendampfer. In der Kabine verbringen die meisten Passagiere wohl die wenigste Zeit, denn zwischen Landgängen, Mahlzeiten und dem Freizeitstress an Bord (Pool, Sport, Spa, Shows …) bleibt nur wenig Zeit, mal den Ausblick vom Kabinenbalkon zu genießen. Und weil es den Reedereien wirtschaftlich mehr bringt, immer größere Schiffe bauen zu lassen, müssen sie sich auch immer wieder neue Superlative einfallen lassen.

Es gibt nichts, was es nicht gibt

Bei der Symphony heißt das: die längste Rutsche auf See, eine Zipline, zwei Kletterwände, ein Park auf dem Schiff. »Ultimate Abyss« heißt die Rutsche bezeichnenderweise, in der es über zehn Decks auf 47 Metern abwärts geht.

Royal Caribbean Symphony of the Seas - Kreuzfahrtschiffe

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Das ist nichts für schwache Nerven. Eine Kletterwand, eine stehende Welle für Surfer, eine Zipline sowie eine Eisbahn – es gibt nichts, was es nicht gibt auf diesem Kreuzfahrtschiff. Und natürlich jede Menge Shows und Simulationen, Roboter, die Drinks mischen und sogar einen »Central Park« mit Vogelgezwitscher, der für etwas mehr Orientierung auf dem Ozeanriesen sorgen soll.

Royal Caribbean Symphony of the Seas - Kreuzfahrtschiffe

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Und wen das bei so viel Größe noch interessiert: Die Symphony of the Seas ist in ihrem ersten Sommer auf dem Mittelmeer unterwegs. Genauer gesagt auf der westlichen Mittelmeer-Route, von Barcelona über Palma de Mallorca nach Marseille, La Spezia (Florenz), Civitavecchia (Rom) und Neapel zurück nach Barcelona.

Royal Caribbean Symphony of the Seas - Kreuzfahrtschiffe

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Danach läuft sie ihren Heimathafen Miami an und soll im Winter in der Karibik unterwegs sein.

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