Ich war gekommen, um einiges zu erleben. Und letztlich war ich angekommen, um zu bleiben – im Monte Mulini in Istrien. Text: Frank Störbrauck

Was für ein Ausblick

Später Nachmittag in der Hotelbar des Fünf-Sterne-Hotels Monte Mulini. Zwar haben die Cocktails auf der Karte klangvolle Namen wie Bourbonella oder Berry Suprise, doch mich interessiert momentan nur das prächtige Panorama. Es ist ein traumhafter Blick über die azurblaue Adria und die umherschwirrenden Möwen bis hin zum Naturpark »Zlatnirt« – dem größten botanischen Garten Istriens mit vielen Kies-Badestränden und duftenden Pinienbäumen.

Gleichzeitig schaukeln zahlreiche Yachten im Hafen. Gern gesehen (und beneidet) ist die Mega-Luxusyacht des russischen Milliardärs Roman Abramovich, der hin und wieder von Rovinjs Hafen aus aufs Meer fährt – und dessen Anwesenheit in schöner Regelmäßigkeit die Klatschspalten der örtlichen Zeitungen füllt –, zumindest erzählt mir davon Sergej, ein weiterer Hotelgast und zufälligerweise ebenfalls Russe, der neben mir an der Bar ein Bier genießt.

Willkommen im Weißweinland

Küchenchef des »Wine Vault«, Tomislav Gretiç,  würde sich von dem hohen Besuch eines Abramovich sicherlich nicht einschüchtern lassen. Schließlich hat er schon Prominente wie U2-Sänger Bono, Tina Turner, Roger Moore und Nick Nolte mit seinen Kochkünsten begeistert. Seit der Eröffnung des Hotels im März dieses Jahres hält der gebürtige Kroate das Kochzepter in der Hand und kredenzt eine tief in der Tradition seiner kroatischen Heimat verwurzelte Küche. Heute bietet er Wachtelbrust mit Couscous, Tomatenconsomme mit Pilzravioli und frische Zahnbrasse. Mit Emil Perdec steht ihm ein exzellenter Sommelier zur Seite; das zeigt die kreativ bestückte, rund 560 (!) Positionen umfassende Weinkarte und die tadellos auf die Gerichte abgestimmten Weinempfehlungen.

Finden übrigens auch seine Landsleute: Zwei Mal war er bereits bester Sommelier Kroatiens. So ganz nebenbei ist er auch ein sympathischer Kerl, der sich nichts davon anmerken lässt, dass er in mir einen Laien der istrischen Weinszene vor sich hat: »Istrien ist in erster Linie Weißweinland. Die typische Sorte ist der Malvasier, sie nimmt rund zwei Drittel der istrischen Weinbauchfläche ein, während beim Rotwein der Teran dominiert.« Angesichts der charmanten Einführung kann ich gar nicht anders, als mich ausgiebig mit der Qualität der istrischen Weine und ihrer Herkunft zu beschäftigen. Fast entschuldigend erkläre ich, dass ich bisher lediglich die Altstadt Rovinjs besichtigt habe.

Totale Entspannung

»Mehr als wir«, ertönt es vom Nebentisch. Sergej ist auch beim Abendessen dem Bier treu geblieben. »Wir sind schon acht Tage hier und haben das Hotel noch nicht verlassen.« Statt Sightseeing genießen Sergej und seine Frau Darja die Annehmlichkeiten des Fünf-Sterne-Hotels. »Erst mittags verlassen wir unsere Hotelsuite, gehen im Bademantel in das Spa und relaxen danach ausgiebig am Pool!«

Stimmt, ein Genießerurlaub muss nicht immer aktiv sein. Ich bestelle eine Flasche Teran und beschließe ebenfalls auszuschlafen, dann das 1.000 Quadratmeter große Spa zu besuchen und nachzusehen, was es mit dem Geysir-Effekt im Pool auf sich hat. Und das schöne Istrien? Das kann ich auch aus meiner 80 Quadratmeter großen Hotelsuite genießen. Dank der landestypischen Köstlichkeiten, der grandiosen Aussicht und der angedachten »Stone Signature Massage« mit Steinen aus der Region.

Unterkunft. Hotel Monte Mulini. A. Smareglia bb, 52210 Rovinj, Kroatien, Tel.: +385 52 636 000, E-Mail: montemulini@maistra.hr, Internet. www.maistra.com,
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