Die Franche-Comté ist nicht nur für Wein- und Käseliebhaber ein begehrtes Reiseziel. Auch Fans von Geschichte und Kultur kommen auf ihre Kosten.

Montbéliard: Musée de l’Aventure Peugeot – Mehr als ein Autohersteller

Der Konzern Peugeot als Kraftfahrzeughersteller ist weltweit bekannt. Weniger bekannt sind all die anderen Produkte, die von 1810 bis heute hergestellt wurden. Ob Gewürzmühlen, die von Peugeot 1842 erfunden wurden, oder Fahrräder, Motorroller, Heimwerksmaschinen, Mahlwerke für die Bauindustrie, alle gehören zu der lebhaften Geschichte des Familienunternehmens Peugeot.

Die Ausstellung, für Kinder spielerisch aufbereitet, führt auf einer Fläche von 6.000 qm von einfachen Sägeblätter bis zu den modernsten und futuristischen Fahrzeugen. Ein Café im Museum erlaubt dazu angenehme Pausen.

Vesoul: Musée Georges-Garret – Archäologie und bildende Kunst

Die kleine Stadt Vesoul, die Jacques Brel in seinem Chanson »Vesoul« verewigt hat, beherbergt ein Museum mit der reichsten Kollektion an archäologischen Fundstücken der Region Franche-Comté sowie die Meisterwerke bildender Künstler. Die historischen Objekte stammen aus der Prehistorie bis hin zum Mittelalter.

Das Museum beherbergt auch einige der berühmtesten Werke des Landeskinds Jean-Léon Gérôme (1824-1904). Sehr berühmt zu seiner Zeit, hat er mit Erfolg an mehreren Weltausstellungen teilgenommen und 40 Jahre lang mehr als 2.000 Studenten als Lehrer in den Pariser Kunsthochschulen gelehrt. Sowohl als Maler als auch als Bildhauer hat er viele Werke in einem historisch orientalischen Stil kreiert und wurde als Symbol des akademischen Klassizismus oder Akademismus betrachtet.

Besançon: Musée du Temps – Ein Blick hinter die Zeit

Der Palast Granvelle wurde als historisches Monument klassifiziert. Das Renaissance Gebäude, früher privates Eigentum, stellt aus, wie die Bemessung der Zeit und die Uhr die Franche-Comté nachhaltig geprägt hat. Der gegenwärtig restaurierte Teil bietet zusammen mit dem Museumsshop und der Rezeption 1.500 m² Ausstellungsfläche.

Die ersten beiden Stockwerke des Zeitmuseums behandeln zwei wesentliche Momente der westeuropäischen Geschichte: die wissenschaftliche Revolution des 16. und 17. Jahrhunderts und die Suche nach der Genauigkeit bezüglich der Zeitmessung; dann der elektronische Schock des 20. Jahrhunderts, der durch Spiele, Modelle, Videos, vortonte Geschichten und Informationen, moderne Installationen und Skulpturen erklärt, veranschaulicht und dargestellt wird.

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