Katar war noch nie einfach ein Wüstenstaat aus der Retorte, sondern kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Mehr denn je entwickelt es sich zu einer vielseitigen Destination. Und das liegt nicht nur daran, dass Katar im Jahr 2022 Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft wird. Vor allem die Hauptstadt Doha, in der immerhin die Hälfte der Bevölkerung lebt, kann mittlerweile mit großen Kultur- und Unterhaltungsangeboten punkten. Wer es ruhig mag, findet in Katar eine Reihe abgeschiedener Strände am warmen persischen Golf. Text: Cordelia Neumetzger

Visum. Für die Einreise nach Katar benötigen Deutsche, andere EU-Staatsbürger und Schweizer einen mindestens sechs Monate gültigen Reisepass. Er muss wenigstens eine freie Seite haben und darf nicht vorläufig sein. Direkt bei der Einreise kaufen sie ein 30 Tage gültiges Touristenvisum. Das Visum kostet bei Kartenzahlung (American Express wird nicht akzeptiert) QR 100,- (ca. 22 Euro). Bei Barzahlung wird dazu noch eine Bearbeitungsgebühr fällig. Das Visum kann zum selben Preis einmalig für weitere 30 Tage verlängert werden.

EU-Bürger aus Bulgarien, Kroatien, dem Baltikum, Rumänien, der Slowakischen Republik, der Tschechischen Republik und Malta benötigen allerdings ein vorab bei der Katarischen Botschaft zu besorgendes Visum. Auch passiert es nicht selten, dass Deutschen mit Migrationshintergrund ohne Angabe von Gründen die Einreise verweigert wurde. Daher sollten sich diese besser auch im Voraus ein Visum besorgen. Weitere Informationen erteilt das Auswärtige Amt. Neu ist, dass das sogenannte Transitvisum welches bislang 48 Stunden gültig war, Durchreisenden nun einen kostenlosen Aufenthalt in Katar von bis zu 96 Stunden ermöglicht. Es ist ebenfalls direkt bei Einreise am Flughafen erhältlich.

Anreise mit dem Flugzeug. Quatar Airways fliegt den internationalen Flughafen Hamad International Airport (3-Letter Code DOH) bei Doha ab Frankfurt, Berlin-Tegel und München nonstop an.

Airport in Doha/Katar

Peter Gudella/Shutterstock.com

Auch die Lufthansa fliegt ab Frankfurt nonstop nach Doha. Die Preise für einen einfachen Flug beginnen bei knapp 400 Euro in der Economy Class.

Perfekte Orte zum Schlafen in Katar

Unterkunft. Westin Hotel Doha & Spa, P.O.Box 39474, Salwa Road, Fereej Bin Mahmoud, Zone 23, Doha, Katar. Das erst 2016 eröffnete Westin Doha Spa ist nur unweit von Dohas Geschäftszentrum, Museen und kulturellen Einrichtungen entfernt. Im zweitgrößten Ballsaal Dohas lassen sich auch im großen Kreis Hochzeiten und Bankette feiern. Die helle und geräumige Spalandschaft Heavenly Spa by Westin bietet ein Angebot an Wellnessbehandlungen und medizinischen Anwendungen. Für das leibliche Wohl sorgen sieben verschiedene Restaurants und Bars. Doppelzimmer-Stadtseite ab € 219 pro Nacht ohne Verpflegung.

Four Seasons Hotel Doha, The Corniche, P.O.Box 24665, Doha, Katar. Das Luxushotel im orientalischen Stil besticht nicht nur durch seine Lage direkt am Golf, sondern auch durch eine dreistöckige Wellnessanlage und verschiedene Restaurants. Im weltgrößten japanischen Nobu-Restaurant mit eigenem Sake-Sommelier lässt sich direkt über dem Meer speisen. Deluxe Room ab € 322 pro Nacht ohne Verpflegung. Das Four Seasons bietet verschiedene Angebote wie ein »weekend retreat« oder »stay longer – third night for free«.

The Ritz Carlton, West Bay Lagoon, P.O.Box 23400, Doha, Katar. So stilvoll und elegant wie das Ambiente, so erstklassig ist auch der Service im Ritz Carlton. Und daher hat es sich einen Platz unter den besten Hotels in Doha verdient, auch wenn es nicht das neueste Hotel vor Ort ist. »Der Gast ist König« ist hier kein geflügeltes Wort, sondern eine Philosophie. Deluxe Room, Amiri Suite und Executive Suite ab € 161 pro Nacht. Bis Ende des Jahres offeriert das Hotel ein »Bed and Breakfast« Angebot., Übernachtung und Frühstück für zwei Personen ab € 297 pro Nacht.

Banana Island Resort Doha by Antara, Adresse., Banana Island, Katar. In nur zwanzig Minuten aus der pulsierenden Metropole Doha hinein ins Paradies, mit der Luxusfähre auf die Bananen-Insel und ins gleichnamige Resorthotel. Ob 800 Meter Privatstrand, 100 Meter Lagunenpool oder einfach der Blick aus der Überwasser-Villa hinaus ins Meer, das Hotel bietet alles für Sportbegeisterte und Entspannungskünstler, inklusive eigenem Yachthafen, Tauchbasis und 9-Loch-Putting-Golfplatz. Premier-Zimmer mit Meerblick ab € 374,00 pro Nacht, Over-Water-Villa mit zwei Schlafzimmern ab € 2.954 pro Nacht. Gegen Aufpreis sind spezielle Angebote inkl. Frühstück, Wellness oder Trainingsprogrammen zu buchen.

Verdammt heiß im Sommer

Sprache. Die Landessprache in Katar ist Arabisch. Jedoch sind auch das persische Farsi und Englisch als Handelssprachen weit verbreitet. Da Katar bislang kein ausgeprägt touristisches Reiseziel ist, werden weitere europäische Sprachen höchstens in internationalen Hotels gesprochen.

Männer in Katar, sitzend am Seeufer. Im Vordergrund eine grüne Wiese.

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Klima und Reisezeit. Katar ist eines der heißesten und trockensten Länder der Erde. In den Sommermonaten kann es bis 50 Grad heiß werden. Nicht umsonst wird die Fifa-Fußball-Weltmeisterschaft, die 2022 dort ausgetragen wird, nicht wie üblich im Sommer, sondern im November und Dezember stattfinden. Im Februar 2017 wurde ein Kälterekord von 1,5 Grad gemessen. Normalerweise weisen die Wintermonate mit durchschnittlich 15 bis 20 Grad nachts und 25 bis 30 Grad tagsüber gemäßigte Temperaturen auf. Auch der Persische Golf ist selbst von Dezember bis Februar noch mit etwa 23 Grad angenehm warm. Daher empfehlen sich Spätherbst, Winter oder Frühling um nach Katar zu reisen.

Bei der Planung ist zudem auch der Fastenmonat Ramadan zu berücksichtigen, der jedes Jahr auf ein anderes Datum fällt. 2017 geht er vom 27. Mai bis 24. Juni. In dieser Zeit sollten auch Touristen – aus Rücksicht auf die muslimischen Bräuche –  in der Öffentlichkeit tagsüber weder essen, trinken, rauchen oder Kaugummi kauen. Das laute Hören von Musik ist ebenfalls untersagt. Viele Restaurants, Cafés oder öffentliche Einrichtungen haben am helllichten Tag geschlossen oder bieten nur einen sehr eingeschränkten Service.

Hochkarätige Kunst und Kultur in Museen und Galerien

Sehenswürdigkeiten. Katar hat eines der höchsten Pro-Kopf-Einkommen der Welt. Ihren Reichtum investieren die Kataris zunehmend auch in Prestigeobjekte, Kunst und Kultur. Davon zeugen auch die viele neue Museen und Galerien, die sich vor allem in der Hauptstadt Doha ansiedeln.

  • Das Museum Islamischer Kunst (MIA), das der amerikanische Architekten I.M. Pei entworfen hat, zeigt Artefakte aus aller Welt die zum Teil bis aus dem 7.Jahrhundert n. Chr. Zurückgehen. Auch das Museum selbst ist allein wegen seines Erscheinungsbildes äußerst sehenswert.
  • Islamic Art Museum in KatarNoch im Bau aber optisch sicherlich auch bald beeindruckend ist das Nationalmuseum von Katar . Seine Architektur ist den »Sandrosen« in der Wüste nachempfunden. Auf dem Platz des ehemaligen Herrscherpalastes gebaut sollen die Besucher hier alles über die Geschichte und Kultur Katars erfahren können. Eigentlich sollte das Museum – welches das größte Museum der Welt werden soll – bereits 2016 eröffnen. Ein Eröffnungstermin im Jahr 2018 erscheint aber mittlerweile realistischer.
  • Das Katarar Cultural Village  ist als Symbiose von Kunst, Kultur und Unterhaltung zu verstehen. Seit 2010 vereint es eigentlich alles was das Herz des Kataris und der Touristen höher schlagen lässt. Das Opernhaus, ein Amphitheater, Kinos, Galerien, ein Souq und viele Restaurants haben hier ihr Zuhause gefunden. Dazu gibt es noch einen sehr gepflegten Strand. Das ganze Jahr hinüber finden Ausstellungen, Konzerte, Festivals und Shows im Katarar statt, die sowohl Tradition als auch Moderne widerspiegeln.
  • Für den Besuch in einer Moschee empfehlen sich die eindrucksvollen Abu-Bakir-Al-Siddiq Moschee und Alfateh Grand Moschee mitten in Doha. Während des Freitagsgebetes sind die Moscheen aber allgemein für die nichtmuslimische Öffentlichkeit nicht zugänglich.
  • Von überall aus in Doha ist die Corniche in zehn Minuten per Auto zu erreichen. Die Flaniermeile erstreckt sich acht Kilometer entlang der Bucht von Doha. Sie ist nicht nur Treffpunkt für Jogger oder andere Freiluftsportler, sondern vor allem abends auch ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt. Von hier aus lässt sich Dohas Skyline auch zu Wasser von einer der traditionellen Dhows aus betrachten. Am 18. Dezember, dem Nationalfeiertag Katars, steigt an der Corniche ein riesiges Feuerwerk.
  • Elf Kilometer von Dohas Zentrum entfernt liegt die künstlich angelegte Insel The Pearl  im Meer. Prachtvillen, High Fashion, Luxushotels, teure Restaurants und eine sehr exklusive Infrastruktur setzen vor allem auf eine zahlungskräftige Klientel. Auch Ausländer können hier Immobilien erwerben.
  • Wer sich die ganze Herrlichkeit einmal aus der Vogelperspektive ansehen möchte startet mit dem Helikopter vom Flughafen DOH aus. Der gut halbstündige Hubschrauber-Rundflug geht über die Al-Shamal-Road, das Sidra Medical And Research Center, die West-Bay-Lagoon, The Pearl und die Corniche.

Traditionelles und internationales in den Restaurants

Restaurants. Doha ist eine multikulturelle Stadt mit Einwohnern vieler Nationen. So vielseitig ist auch die Küche. Die besten arabischen, europäischen, asiatischen oder indischen Restaurants in Doha gibt es im Souq Waqif. Auch in den unzähligen Straßenküchen lässt sich lecker essen. Die Restaurants der vielen Luxushotels in Doha sind ebenfalls für ihr gutes Essen bekannt.

Das Al-Tawash  bietet traditionelle, katarische Küche in einem sehr schönen Ambiente. Bei Mezze, Seafood oder arabischen Süßspeisen lässt sich das bunte Treiben auf dem Souq beobachten oder auf der Terrasse genießen. Adresse., Souq Waqif, Doha. Tel., 00974-66878618

Für seine große Auswahl an köstlichen Fischgerichten und Meeresfrüchten hat sich das Al Sayyad einen Namen gemacht. Adresse., Al Sayyad – The Diplomatic Club, Doha. Tel., 00974-44847444,

Das Manaret Beirut Restaurant hat seinen Namen von dem Leuchtturm am Hafen von Beirut. Eine weitere Erinnerung an die Heimat ist das traditionelle Essen. Ob Hummus, Shawarma oder Fatteh – die großen Portionen werden stets ganz frisch und schnell zubereitet. Adresse., Al Mirqab Al Jadeed Street, Doha. Tel., 00974-40164145.

Die besten Strände in Katar

Ausflüge. Auch außerhalb Dohas hat Katar einiges zu bieten. Zum einen zahlreiche feine Sandstrände, die sich an der Küste entlangstrecken. Zum Teil sind sie bewirtschaftet und auch nur gegen eine Eintrittsgebühr zu betreten. Andere sind noch fast gänzlich unberührt. Hier empfiehlt es sich, alles mit einzupacken was für einen langen Badetag nötig ist.

Exemplarisch seien hier nur einige Strände aufgeführt.

  • Der Strand Al Wakra ist nur unweit von Doha entfernt.
  • Der Al Yawza Beach befindet sich im Katara Cultural Village in Doha.
  • Al Farkiya ist besonders als Familienstrand gedacht und liegt in der der Nähe der Stadt Al-Khor
  • Al Gharyia ist fünf Kilometer von der Stadt Fuwairit im Nordosten entfernt. Die Bucht eignet sich gut zum Jetski fahren.
  • Fuwairit hat selbst auch einen gleichnamigen Strand, der sowohl bei Kite-Surfern als auch wegen seiner feinsandigen Bucht sehr beliebt ist.

Wer noch mehr über Land und Leute in Katar erfahren möchte, für den bieten sich folgende Ausflugsziele an.

  • Eines der schönsten Ausflugsziele in Katar ist der Inlandssee Khor Al Adaid wo das Meer Katar von Saudi-Arabien trennt. Hier lässt sich nicht nur Sonnenbaden oder am Ufer picknicken. Lokale Veranstalter bieten von hier aus Touren durch die Dünen, Übernachtungen in der Wüste, Kamelritte, Sandboarding und vieles mehr an.
  • Einmal über den traditionellen Fisch-Souq in der Stadt Al-Khor schlendern und den Einheimischen bei ihrem Handel mit Fisch und Meeresfrüchten zusehen.
  • Das Al Zubara Fort etwa 100 Kilometer nördlich von Doha ist ein Unesco-Weltkulturerbe. Der damals herrschende Scheich Abdullah bin Quassim Al Thani ließ es 1938 in der Nähe der Stadt Al Zubara bauen. Es ist noch sehr gut erhalten und kostenlos zu besichtigen.

Mitbringsel: Wasserpfeifen, Gewürze und Goldschmuck

Trinkgeld. Für Dienstleistungen wie Taxifahrten ist es unüblich ein Trinkgeld zu geben. Viele Hotels und Restaurants rechnen bereits eine Servicegebühr in die Preise mit ein. Ansonsten sind zehn Prozent angemessen.

Souvenirs. Wer nach traditionellen oder zumindest traditionell anmutenden Mitbringseln sucht wird in den Souqs von Katar schnell fündig.

Der Souq Waqif  mitten im Zentrum Dohass ist bereits über hundert Jahre alt. Hier bieten Händler alles an von Kleidung, Schuhen über Haushaltsgegenstände, Gewürzen, orientalischen Instrumenten und Wasserpfeifen, Parfüms, Weihrauch und weitere Dinge aus Tausendundeiner Nacht. Hier befinden sich ebenfalls kleine Galerien einheimischer Künstler und unter deren Bilder und Skulpturen sicher auch einige Souvenirs.

Souq Waqif Katar

Qatar Tourism Authority

Der Goldsouq an der Grand Hamad Street ist wie der Namen schon sagt auf Goldschmuck jeglicher Art spezialisiert. Goldschmiede bieten hier zum Teil schon in der dritten Generation  handgefertigte Schmuckstücke an. Auch Perlenhändler haben sich dort niedergelassen. Kataris kaufen hier auch den obligatorischen Brautschmuck. Vergleichbare Stücke lassen sich deutlich günstiger als in Europa erstehen – je nachdem wie gut man verhandeln kann.

Dem Konsumrausch frönen, herum schlendern, Schlittschuhlaufen oder einfach die heißesten Stunden des Tages im Kühlen verbringen lässt sich sehr gut in einer der vielen Malls in Doha. Die Laguna Mall, Landmark Mall oder die City Center Mall bieten Souvenirs und vieles mehr. Im Jahr 2016 hat in Doha die Mall of Quatar eröffnet – die größte Shopping- und Unterhaltungsmall des Landes.

Dünen, die singen

Persönlicher Tipp. Den »singenden Dünen von Katar« lauschen.  Natürlich können Sanddünen nicht singen, selbst in Katar nicht. Der Eindruck entsteht jedoch, wenn unzählige Sandkörner bei einer bestimmten Temperatur und Luftfeuchtigkeit synchron eine Düne hinab rutschen. Sie erzeugen dabei Schallwellen die zum Teil bis zu zehn Kilometer weit zu hören sind. In Katar findet sich dieses seltene Naturschauspiel der Singing Sand Dunes etwa 40 Kilometer südwestlich von Doha bei Mesaieed. Die Anfahrt ist mit einem Allrad-Auto (4WD) problemlos möglich.

Fahrzeuge unterwegs in den Dünen in Katar

Qatar Tourism Authority

Auf das schnellste Kamel wetten. Kamelrennen sind in Katar Tradition. Die Rennkamele sind dabei mit bis zu 60 km/h unterwegs und werden heutzutage meist von speziellen Jockey-Robotern gesteuert. Die Rennen habe jedoch nichts von ihrem Reiz verloren und sind eine der beliebtesten Sportarten der Kataris. Im März und April finden die wichtigsten Rennen statt. Einheimische wie Touristen können das  Treiben von einer Tribüne oder sogar in einem begleitenden Auto verfolgen. Letzteres fährt parallel zur Rennstrecke auf einer asphaltierten Straße mit. Viele Rennen finden westlich von Doha in Al Sheehaniya statt.

Durch den Mangrovenwald paddeln. Wenn man an die Vegetation von Katar denkt, dann meist nur an eine Sandwüste. Tatsächlich befindet sich aber unter anderem nördlich der Küstenstadt Al Khor der Al Thakira Mangrovenwald. ein Überbleibsel aus feuchteren Zeiten. Hier lassen sich  Flamingos und viele weitere Vogelarten, Fische und Schildkröten bei geführten Kajaktouren durch die Flussarme beobachten. Der Veranstalter Aqua Sports Kater bietet unterschiedliche Routen an.

Verpönt: Rauchen in der Öffentlichkeit

Besser nicht.

… in der Öffentlichkeit rauchen. Dies ist zwar nicht verboten, wird aber äußerst ungern gesehen.

… gegen geltende muslimische Bräuche verstoßen. Die Staatsreligion in Katar ist der Islam und es gelten Gesetze der Sharia. Wie auch in anderen muslimischen Ländern ist daher beispielsweise freizügige Kleidung, Austausch von Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit, sexuelle Kontakte mit Einheimischen verboten und wird zum Teil sehr streng bestraft. Auch Alkohol kann nur in bestimmten Örtlichkeiten wie Hotels konsumiert werden. Da Katar im Vergleich zu den Vereinigten Arabischen Emiraten, Dubai oder Abu Dhabi bislang weniger touristisch erschlossen ist, ist die Toleranz gegenüber westlichen Lebensstilen im Allgemeinen noch geringer.

… mit dem Finger auf andere Menschen zeigen oder sie anstarren oder sie einfach fotografieren. Das ist wohl auch bei uns alles andere als höflich. In Katar aber ungleich negativer.

Junge Mädchen in Katar

Qatar Tourism Authority

… einen angebotenen Handschlag ablehnen. Auch das gilt als sehr unhöflich.

… eine katarische Frau in der Öffentlichkeit ansprechen, als Mann schon gar nicht.

… sich mit Gesetzeshütern wie Polizisten, Sicherheitspersonal, Einweisern etc. anlegen. Merke: »Der Katari hat immer recht.« Diskussionen sind zwecklos und führen eher zu Eskalation des Problems als dem Gegenteil.

Reiseführer (Bücher). TRESCHER REIHE REISEN »Kreuzfahrten Dubai und Emirate., Mit Abu Dhabi, Bahrein, Oman und Katar« von Werner K. Lahmann (2016), Trescher Verlag, Berlin.

DuMont »Reiseführer Arabische Halbinsel: Bahrain, Jemen, Kuwait, Oman, Quatar, Saudi-Arabien, VAE« von Gerhard Heck und Manfred Wöbcke, mit extra Reisekarte (2014), Mairdumont Reiseverlag , Ostfildern.

LONELY PLANET »Reiseführer Arabische Halbinsel, Oman, Dubai, Abu Dhabi« von Jenny Walker (2017), Mairdumont Verlag, Ostfildern.

Veranstalter. Zahlreiche große Reiseveranstalter wie TUI, Thomas Cook oder FTI Touristik haben Katar im Programm und bieten Pauschalreisen oder Reisebausteine in das Emirat an.

Quatar Airways Holidays bietet ebenfalls spezielle Reisen und Ausflüge in Katar an. Die »Discover-Quatar«-Paket richten sich spezielle auch an Gäste die sich nur für wenige Tage dort aufhalten.

Stand: März 2017

 

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