Fast alle Landschaften, die für Afrika typisch sind, kann man allein in Kenia finden. Der ostafrikanische Staat verfügt über weitläufige Savannen und Wüste, eine malerische Küste mit einem langen Korallenriff, aber auch einen kleinen Regenwald und schneebedeckte Gipfel. Dank einer guten touristischen Infrastruktur, zu der u. a. erstklassige Hotels gehören, stehen all diese Regionen auch Besuchern offen. Hauptanziehungsgrund für Reisen in dieses vielfältige Land ist seine überaus reiche Tierwelt.

Kenias Kolonialgeschichte, in der Ende des 19. Jahrhunderts kurz auch das kaiserliche Deutschland eine Rolle spielte, endete 1963 mit der Erklärung der Unabhängigkeit von Großbritannien. Heute ist das Land stärkste Wirtschaftsmacht in Südost- und Zentralafrika. Hauptstadt und größte Stadt des Landes ist Nairobi, die zweite Millionenstadt Mombasa.

Flug. Günstige Flugverbindungen von und nach Frankfurt am Main und München bietet Condor. One-Way-Flüge nach Mombasa gibt es ab 250 Euro, für 250 Euro mehr auch in der Premium Class (mehr Komfort durch deutlich mehr Beinfreiheit, 9-Zoll-Monitor mit Premium-Entertainment, erhöhte Hand- und Freigepäckmenge, Premium-Menü und große Getränkeauswahl, kostenfreie Sitzplatzreservierung).

Touristenvisum notwendig

Einreise. Für die Einreise nach Kenia ist ein Touristenvisum erforderlich, das deutsche Urlauber entweder bei Einreise, über die kenianische Botschaft in Berlin oder online über www.evisa.go.ke erhalten können. Langfristig soll das elektronische Visum verpflichtend werden. Aktuell können Reisende ihr Visum aber auch weiterhin bei Einreise am Flughafen erhalten. Im Zweifelsfall sollte man sich einfach einige Wochen vor der Reise noch einmal bei der kenianischen Botschaft oder beim Kenya Tourism Board rückversichern. Die Gebühr beträgt bei Einreise über bei der  Botschaft wahlweise 40 Euro oder 50 Dollar, online 51 Dollar plus Kreditkartengebühr. Das elektronische Visum wird in der Regel binnen 1-2 Tagen, oft schon am Tag der Antragstellung, ausgestellt. Außerdem erforderlich ist ein noch mindestens sechs Monate gültiger Reisepass. Botschaft von Kenia in Deutschland: Markgrafenstraße 63, 10969 Berlin, Telefon 030/ 259266-0 oder 030/ 259266-11, Fax 030/ 259266-50, E-Mail office@embassy-of-kenya.de, www.embassy-of-kenya.de

Besser schlafen in Kenia

Übernachtungstipp Watamu. Als eine Art afrikanisches Hundertwasserhaus verblüfft das Watamu Treehouse am malerischen Watamu Beach unweit von Arabuko-Sokoke mit seiner verspielten, naturnahen Architektur. Die luftigen Zimmer der von Bäumen umringten knubbeligen Haustürme bieten 360-Grad-Blicke auf Wald und Ozean. Ein idealer Ort für Yoga und Meditation!

Nahe Arabuko Sokoke, umgeben vom Watamu Marine Nationalpark und dem Mida Creek Vogelparadies, liegt das Temple Point Resort mit 20 individuell gestalteten Chalets im Swahili-Stil. Das von einem deutschen Management geführte Viersternehotel verfügt über insgesamt 104 Zimmer, davon 70 Garden Rooms, 20 Bayview Rooms und 14 Bayview Superior Rooms.

In den schlichten, naturnahen »Arabuko Jamii Villas« unmittelbar am Arabuko-Sokoke-Wald bekommt man die Übernachtung mit Frühstück für zwei Personen im DZ ab 13 Euro, für vier Personen ab 40 Euro, E-Mail arabukojamiilodge@yahoo.com oder bei https://sleepout.com/places/574-arabuko-jamii-villas

Ebenso für gar nicht viel Geld kann man Privatvillen mieten www.discoverwatamu.com

Hier kommen Leckereien auf den Tisch

Gastro-Tipps. Das Seafood Restaurant „Imani Dhow“ in der Severin Sea Lodge nördlich von Mombasa in ein zu einem modernen Restaurant umgestaltetes Segelschiff, das zu besten Lokalen des Landes gehört. Abendessen wird von 19 bis 22.30 Uhr serviert. Vorspeisen: Avocado-Garnelen-Cocktail ca. 7, Palmenherzensalat 6 Euro. Hauptgerichte: Meeresfrüchteplatte für 2 mit Hummer, Garnelen, Red Snapper, Tintenfisch und Biogemüse für 54 Euro, eine Hummervariation aus Gegrilltem, Thermidor und Jummer Imani pro 100 Gramm (mindestens 600 Gramm) für 6 Euro. Getränke: eine Tasse Kenia-Kaffee oder -Tee 2,20 Euro.

Einen sehr guten Ruf genießt das von Italienern geführte, stilvolle Restaurant „Tangeri“ im Küstenort Malindi, mit großer Veranda und gemütlichem Ambiente. Ein Abendessen mit alkoholfreien Drinks, Dessert und Kaffee kostet zwischen 30 und 40 Euro. Adresse: Seafront Malindi, Mama Ngina Rd., Telefon +2540422131420.

Wanderungen, Bootstouren, Safaris

Unternehmungen. Begleitete Wanderungen durch den Arabuko-Sokoke-Nationalpark organisiert der staatliche Kenya Wildlife Service. Für eine Führung durchs Schmetterlingshaus Kipepeo Butterfly Project in Gede nahe Malindi zahlen Erwachsene einen Euro Eintritt, Kinder 50 Cent.

Bootsexkursionen und Safaris durch den Watamu-Meeres-Nationalpark, aber auch Schnorchel- und Tauchausflüge bietet die Watamu Marine Association.

Besuch einer Meeresschildkröten-Rettungsstation des Local Ocean Trust bei www.watamuturtles.com

Besuch der Ruinenstadt Gede: www.museums.or.ke/content/blogcategory/22/28/

Übernachtungs-Tipp Governors‘ Camp. Kenia-Wildlife mit Komfort erleben Gäste des Governors‘ Camp im Naturschutzgebiet Masai Mara, Afrikas tierreichster Region. Die drei Lodges mit zwei Mini-Flugplätzen in der Nähe liegen direkt am Mara-Fluss und sind sowohl von Nairobi als auch Mombasa gut zu erreichen. Alle Zelte sind hell und sehr geräumig, verfügen über ein En-suite-Badezimmer sowie eine private Veranda und werden gut bewacht. Das Essen wird am Lagerfeuer unter freiem Himmel serviert,

Logdes: Die 5-Sterne-Lodge Il Moran mit der authentischen Atmosphäre eines ursprünglichen Jagdcamps liegt in einer Biegung des Mara-Flusses unter riesigen alten Bäumen. Die Mahlzeiten werden unter freiem Himmel am Lagerfeuer serviert. Zum Camp gehören eine gemütliche Zeltlounge mit Blick auf den Fluss sowie ein Souvenirshop. Die 10 Zelte sind ausgestattet mit einem riesigen Doppelbett aus altem, wildem Olivenbaumholz, einer viktorianischen Badewanne sowie schweren Holzmöbel im Außenbereich.

4,5 Sterne: Das Little Governors‘ liegt in einem tierreichen Sumpfgebiet. Man gelangt dorthin in Begleitung eines Masai-Wildhüters per handgezogenem Boot über den Mara-Fluss (25 m) und kurzem Fußmarsch (5 min). Zur traumhaften Kulisse des Camps gehört ein Speisezelt, dessen Kerzenlicht und Parafinlampen eine einzigartige Stimmung zaubern. Den Aperitif oder Digestif genießt man im Barzelt beim „Buschradio“. Die 17 Zelte im Safaristil verfügen über Dusche/WC und Föhn sowie eine private Veranda.

Ab ins Safari-Camp

4 Sterne: Das Main Governors‘ am Mara-Fluss mit einer Terrasse für Frühstück und Mittagessen unter freiem Himmel, einem offenen Speisezelt für das Abendessen sowie einer Bar hat 38 Zelte im klassischen Safaristil mit Dusche/WC, Föhn (an der Rezeption) und privater Veranda.

Verpflegung (alle 3 Camps): Vollpension exklusive Getränke. Im Il Moran Camp sind zusätzlich Softdrinks, Bier u. Hauswein inklusive.

Aktivitäten (alle 3 Camps): Inklusive: 2 Wildbeobachtungsfahrten pro Tag. Gegen Gebühr: Ballonfahrten (wetterbedingt), Ausflüge zum Fischen zum Lake Victoria.

Weitere Camps: Empfehlenswert sind auch folgende Camps in der Masai Mara: Richard Branson’s Mahali Mzuri, das Kempinski Olare Mara und das Elewana Sand River.

Aktivitäten: Außer Wildbeobachtungen mit höchsten Trefferquoten empfehlen sich eine Ballonfahrt über der dicht bewohnten Savanne oder Ausflüge zum Fischen im Lake Victoria.

Alles aus einem Guss: eine Pauschalreise mit Thomas Cook

Rundreise pauschal: Eine Woche Safari Deluxe mit zwei Nächten und Frühstück im Hemingways Nairobi, Flug in die Masai Mara, vier Nächten im Hemingways Ol Seki Mara (Deluxe-Zelt/Vollpension), täglich zwei Pirschfahrten, Flug nach Nairobi, Landtransfers und Reiseführer gibt es bei Thomas Cook ab 1.989 EUR, Telefon 06171/ 65 65 240.

Gastro-Tipps Nairobi. Außer Wildfleisch, das landesweit verboten ist, kann man in Kenia fast alles essen – besonders gut etwa im »Jiko«, dem Signature Restaurant des neuen Designhotels The Tribe. Dort gibt es zum Beispiel als Starter gebratene Baby-Tintenfische mit Fenchel, Orange und Kapern-Salat auf gegrillter Polenta für 8 Euro mariniertes und gegrilltes Lamm aus der Region mit neuen Kartoffeln, Kirschtomaten, frischem Rosmarin und Rotwein oder gegrillten Red Snapper mit mediterranem Gemüse für jeweils 12 Euro.

Zu den Spezialitäten des Seafood-Restaurants Tamarind Nairobi gehören neben verschiedenen Hummer- und Meeresfrüchte-Gerichten Red Snapper, Steinkabeljau, Dorade und Kenianische Tilapia, geschwärzter oder gebackener Lachs sowie »verbrannter Thunfisch in Sesamkruste«.

Einer von zwei Sterneköchen Kenias kocht im neuen Hotel Hemingways Nairobi.

Ebenfalls sehr gut sind die vier Restaurants des neuen Kempinski Nairobi.

Einkaufen im Maasai Market in Nairobi

Shopping-Tipps. Ob Souvenirs oder Praktisches – wer gern stöbert und handelt, ist in Nairobi richtig auf dem preisgünstigen Maasai Market.

Hochwertiges, authentisches Kunsthandwerk und traditionelles Design gibt es bei African Heritage – natürlich entsprechend teuer.

Für schicken afrikanischen Modeschmuck ist Kazuri Beads eine gute Anlaufstelle. In Nairobis Vorort Karen kann man die Produktionsstätten, in denen vor allem aus verschiedenen Gründen benachteiligte Frauen (z. B. Witwen oder alleinstehende Mütter) arbeiten, besichtigen und im angeschlossenen Geschäft auch gleich die dort gefertigten Produkte kaufen, www.kazuri.com

Wenn man an der Küste bei Mombasa ist, sollte man am besten die Akamba-Holzschnitzerkooperative besuchen. Man zahlt einen kleinen Betrag, um sich die Werkstätten der Holzschnitzer anzuschauen und sich alles erklären zu lassen. Auch Fotografieren ist erlaubt. Verkauft werden die hochwertigen Arbeiten nicht in den Werkstätten, sondern einem Extrageschäft, www.akambahandicraftcoop.com

Geld. Laut offiziellem Wechselkurs vom 3.12.2016 erhält man für einen Euro rund 108 Kenianische Schilling (KES).

Strom. Die Netzspannung beträgt 220/240 V, 50 Hz. Für die dreipoligen Stecker sind Adapter erforderlich.

Ortszeit. MEZ + 2 Stunden, keine Sommer-Winterzeit-Umstellung. Somit beträgt die Differenz zu Mitteleuropa im Winter +2 Std. und im Sommer +1 Std.

Info. Auskünfte und Gratis-Broschüren gibt es beim Kenya Tourism Board (Deutschland, Österreich, Schweiz), Telefon 02104/ 83 29 19.

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