Bei der Rettir in Island treiben Bauern und Züchter ihre Schafe und Islandpferde in einem gemeinsamen Kraftakt aus dem Hochland hinunter in die Winterquartiere, nachdem die Tiere im Sommer frei das Hochland durchstreift haben.

Die Reiter bilden hierzu lange Ketten von bis zu 30 Kilometern Länge. Während der Abtrieb für die Farmer eine ernste Angelegenheit ist, ist das Event für isländische und ausländische Besucher gleichermaßen ein riesiges Vergnügen. In Scharen kommen Zuschauer zusammen, um den spektakulären Anblick von Tausenden von Schafen und Islandpferden bei ihrem Weg hinab in die Täler zu bestaunen.

Die ersten »Round-Ups« finden Anfang September statt und ziehen sich landesweit bis in den frühen Oktober. Nach dem Zusammentrieb der Tiere steht immer auch ein gemeinsames Fest auf dem Programm mit traditionellen Liedern und Tänzen.

Verschiedene Veranstalter bieten Rettir-Touren zum Schaf-Abtrieb und zum Islandpferde-Abtrieb an.