Vor 70 Jahren ver­suchten amerikanis­che Trup­pen südlich von Aachen zum Rhein durchzubrechen. Die ver­lus­tre­ichen Kämpfe sind als die »Schlacht im Hürt­gen­wald« in die Geschichts­bücher einge­gan­gen. Die jetzt erst­mals in Deutsch­land gezeigte Wan­der­ausstel­lung »Routes of Lib­er­a­tion« befasst sich mit der Vorgeschichte und dem Ver­lauf des Zweiten Weltkriegs sowie mit seinen kom­plexen Nach­wirkun­gen. Text: Silke Dames

Per­sön­liche Geschichten bilden das Herzstück der Ausstel­lung:. Ver­schiedene Biografien von Betrof­fe­nen machen das kom­plexe Ver­mächt­nis von Krieg und Befreiung lebendig und zeich­nen den alli­ierten Vor­marsch von 1944/45 nach. Dabei stellte der Hürt­gen­wald in der Norde­ifel eine wichtige Sta­tion dar.

Bis zum 31. Jan­uar 2015 ist die Schau in der Kirche St. Huber­tus in Nideggen-Schmidt zu sehen, bevor sie nach Warschau, Danzig und Berlin weit­erzieht. Der kosten­lose Ausstel­lungs­be­such kann kom­biniert wer­den mit einer Rund­wan­derung auf dem »Kreuzweg des Friedens«, der an der Kirche beginnt und endet.

Historisch-literarische Wanderwege ergänzen das Angebot

Weit­ere sieben Routen zum Thema »Hürt­gen­wald 1938 – 1947« geben Besuch­ern einen Überblick über die Kämpfe im Zweiten Weltkrieg und ihre Darstel­lung in der inter­na­tionalen Lit­er­atur. Als »Historisch-Literarische Wan­der­wege« verknüpfen sie his­torische Schau­plätze mit Orten, die in der Lit­er­atur zu finden sind. So war der spätere Nobel­preisträger Ernest Hem­ing­way als Kriegsko­r­re­spon­dent in der Eifel vor Ort; ebenso wie der spätere Pulitzer­preisträger Jerome D. Salinger, der dort die ersten Kapi­tel von »Der Fänger im Roggen«schrieb.

Die erste deutsche Überset­zung dieses Nachkriegsklas­sik­ers wurde von Hein­rich Böll ver­fasst. Böll setzte  bere­its in den 60er Jahren dem Hürt­gen­wald ein Denkmal, und zwar mit dem Essay »You Enter Ger­many«. Der dem deutschen Schrift­steller gewid­mete rund fünf Kilo­me­ter lange Heinrich-Böll-Weg führt von einer Gast­stätte, die Hein­rich Böll oft­mals besuchte, zu einer Kirche, die als Haup­tquartier des 2. Ranger-Bataillons diente, weiter zu einem unz­er­störten Bunker der zweiten West­wal­llinie sowie zu ver­schiede­nen Aus­sicht­spunk­ten. Der Hemmingway-Trail, der Westwall-Weg und der Archäol­o­gis­che Wan­der­weg Hürt­gen­wald 1944–45 gehören zu weit­eren Routen, die Wan­der­ern zur Auswahl stehen.

Unter der Überschrift »Zeitreisen Eifel 44/45« bieten Übernach­tungsange­bote, Führun­gen und Vorträge sowohl Einzel­reisenden als auch Grup­pen die Möglichkeit, ver­tiefend einen Blick in die Ver­gan­gen­heit zuwerfen.

Mehr Infos auf www.zeitreisen-eifel.de und auf http://routesofliberation.com.

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