Bei Island denkt man einer an raue, windige Natur, frostige Winter und stetige Dunkelheit. Auf der anderen Seite aber auch an sympathische Fußballfans, bunte Naturphänomene und unentdeckte Landstriche. Viele wissen gar nicht, was es auf der weltweit größten Vulkaninsel alles zu sehen gibt. Wir haben die Must-Dos Islands zusammengetragen.

1. Der Vater der Geysire

Oh! Wow! Ah! Die Eruption eines Geysirs löst weltweite Bewunderung aus. In Island sollte deshalb ein Trip zum Großen Geysir auf keinen Fall fehlen. Er ist nämlich der Namensgeber für diese Art von geothermalen Quellen. Das isländische Wort »gjósa« bedeutet »heraussprudeln«. Na, passender könnte die Bezeichnung für das imposante Naturphänomen kaum sein!

Menschen bestaunen ausbrechenden Geysir in Island

Ethan Hu

2. Balsam für die Seele

Eine Oase der Ruhe und Entspannung wartet nahe der Hauptstadt Reykjavik auf der Halbinsel Reykjanes: das Blue Lagoon Thermal Spa. Das Thermalfreibad überzeugt nicht nur durch sein paradiesisches Auftreten, sondern auch durch die Tatsache, dass es harmonisch in die Natur eingebettet wurde. Außergewöhnliche Spa-Anwendungen wie eine In-Water-Massage runden den Aufenthalt ab. Oder doch lieber einen leckeren Cocktail an der Bar genießen?

Türkisfarbenes Wasser der Blauen Lagune in Island

Frank Denney

3. Isländischer Charme in Akureyri

Die Isländer sind ein freundliches Volk. Das ist spätestens seit der letzten Fußball-EM bekannt. In der Stadt Akureyri kann man die Gastfreundlichkeit erleben. Im Sommer wird hier zum Beispiel Weihnachtsbier angeboten – kostenfrei, versteht sich. Na dann, Prost!

4. Amtssprache: Wal(f)isch

Für Wal- und Delfinbeobachtungen empfiehlt sich ein Ausflug in den Norden des Landes. Das Fischerdörfchen Húsavík in der Skjálfandibucht bietet täglich verschiedene Touren an. Im Hafen befindet sich außerdem das Walmuseum, das Führungen in drei Sprachen (Englisch, Isländisch, Deutsch) anbietet. Gestärkt werden kann sich in einem der Cafés oder Restaurants, die ebenfalls im Hafen liegen.

Walflosse guckt aus dem Wasser. Menschen fahren mit Boot über Ozean um Wale zu beobachten

Davide Cantelli E

5. Zur Vogelbeobachtung in Látrabjarg

Es geht tierisch weiter, und zwar in Látrabjarg. Am westlichsten Ort Europas sind die goldigen Papageientaucher zu Hause. Wobei wir den englischen Begriff »Puffins« charmanter finden. Auch wenn man keine Puffins erblicken kann, so gibt es viele andere Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung. Allein das Panorama und die Steilklippen machen die Reise wert!

Puffin steht auf Küste vor isländischem Ozean

Nicholas Kampouris H.

6. Irgendwo im Nirgendwo

Das Hotel Búðir steht wortwörtlich irgendwo im Nirgendwo. Hier kann man wunderbar zur Ruhe kommen und die isländische Natur auf sich wirken lassen. Das außergewöhnliche Hotel liegt auf der Südseite der Halbinsel Snæfellsnes in einem Dorf, das einzig und allein aus einer Kirche und dem Hotel besteht. Zudem punktet das Getaway mit einer ausgezeichneten Küche.

Schwarze Kirche aus Holz steht in einsamer isländischer Natur

Cassidy Kelley

7. Golden Circle

Der Þingvellir National Park im Südwesten Islands bildet zusammen mit dem Gullfoss-Wasserfall und den Geysiren den sogenannten Golden Circle. Dies ist eine 300 Kilometer lange Rundfahrt von der Hauptstadt aus, bei der man die drei wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Landes an einem Tag besuchen kann.

Fluss fließt durch den Pingvellir Nationalpark in Island

Sigurdur Fjalar Jonsson

8. Außergewöhnliches Farbspektakel

Das wohl bekannteste Naturschauspiel Islands darf man sich natürlich nicht entgehen lassen. Jeder kennt sie, die dunklen Fotos mit den bunt gefärbten Himmeln. Und in kaum einem Land kann man die Polarlichter, auch Aurora Borealis, besser beobachten als in Island. Unser Tipp: eine Tour gleich am Anfang der Reise buchen. Sollte man Pech haben, kann man die Tour (kostenfrei) auf einen anderen Tag verschieben und sein Glück erneut versuchen.

Grüne Polarlichter über tosendem Wasserfall bei Nacht

Balazs Busznyak

9. Ice, Ice, Baby

Ein imposanter Anblick jagt den nächsten! Der Jökulsárlón-See beeindruckt durch seine riesigen Eisberge, die teilweise eine Höhe von bis zu 15 Metern erreichen. Bei den Eisbergen lassen sich Farbunterschiede erkennen. So verursacht vulkanische Asche schwarze Einflüsse, und Kristalle im Eis bilden blaue Reflexionen. Kamera nicht vergessen!

Kleine Boote fahren über See in Island. Überall liegen große Eisbrocken im Wasser.

Rolf Gelpke

10. Feiern bis die Sonne untergeht!

Drei Tage durchfeiern, ohne dass es dunkel wird. Dank der Sommersonnenwende in Island ist genau das möglich. Das Secret Solstice Festival hat sich das Wetterphänomen zum Anlass genommen und lockt Partyfreudige aus der ganzen Welt zu sich, wenn es wieder heißt »Auf geht’s, ab geht’s, drei Tage wach! «

11. E.T. phone home

Befinden wir uns wirklich auf der Erde? In Námafjall fühlt man sich tatsächlich wie auf einem anderen Planeten. Keine Vegetation gibt es hier. Hitze und Schwefelgeruch machen den Besuch des aktiven Vulkans noch authentischer. Hier kann jeder seine persönliche Mars-Erfahrung machen.

Mann wandert durch Qualm der Geysire

Joshua Earle

12. Auf die Pferde, fertig, los!

Bei dem Anblick der kleinen Islandponys wird nicht nur Pferdefreunden warm ums Herz. Oft zeichnen sich die putzigen Pferde durch ihr dickes Winterfell aus, damit sie im kalten Island überwintern können.

Islandpferde grasen in Landschaft auf Island

Genevieve Perron Migneron

13. Schlemmen auf Isländisch

Das Food & Fun Festival lockt jährlich internationale Starköche auf die Insel. Während des Festivals werden in verschiedenen Restaurants Vier-Gänge-Menüs eines jeden Teilnehmers angeboten. Am Finaltag müssen dann alle Köche gegeneinander antreten. Die Hürde: Auf dem Menü stehen dann ausschließlich isländische Zutaten.

Portion pommes Frites und Sandwich mit Seafood

Andy Wang

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