Kreuzigungs-Altäre, Trommel-Rhythmen und ins Büßergewand gehüllte Gestalten. Ostern gilt auf Mallorca als wichtigstes religiöses Fest. Während der »Semana Santa«, wie die Karwoche genannt wird, zelebrieren tausende Einheimische und Besucher die Passion Christi.

In der Karwoche ziehen feierliche Prozessionen durch die Straßen der Baleareninsel, so zum Beispiel der »Sant Crist de la Sang«-Umzug am Gründonnerstag in Palma. Nicht nur für Gläubige sehenswert ist auch die Kreuzabnahme »Davallament« am Karfreitag in Pollença.

Los geht die Semana Santa auf Mallorca am Palmsonntag

Traditionsgemäß beginnen die Feierlichkeiten in nahezu allen Orten der Insel am Palmsonntag mit der Weihe der Palmwedel. Sie soll an den Einzug Jesu Christi in Jerusalem erinnern; mehr als 75 Prozent der Einwohner sind katholisch, rund 50 Bruderschaften gibt es auf der Insel.

Der größte und bekannteste Umzug ist »Sant Crist de la Sang« am Gründonnerstag in Palma. Ab 19 Uhr, mit Einbruch der Dunkelheit, verwandeln gut 4.000 teilnehmende Büßer die Inselhauptstadt in einen mystischen Ort. Eingehüllt in bodenlange Kutten mit Spitzhauben ziehen sie von der Misericòrdia-Kirche im Takt der Trommeln durch die Gassen zur Kathedrale. Viele von ihnen schultern gemeinsam zentnerschwere Holzkreuze oder tragen Altäre mit Heiligenfiguren. Meist endet die Prozession erst weit nach Mitternacht.

Ebenso eindrucksvoll ist das »Davallament« am Karfreitag in Pollença im Inselnorden, bei der Gläubige ab 20 Uhr die Kreuzabnahme Jesu nachstellen. Als Schauplatz dient die kleine Kapelle auf dem 170 Meter hohen Kalvarienberg. In andächtigem Schweigen nehmen sie die Christusfigur vom Kreuz und tragen sie im Schein der Fackeln über 365 Stufen bergab zur Pfarrkirche Nostra Senyora dels Àngels.

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