In der Wüste von Nevada, südlich von Las Vegas, kann man seit Mai 2016 etwas Außergewöhnliches bestaunen: Sieben kolossale, bunte Steinformationen ragen dort in die Luft. Der Schweizer Künstler Ugo Rondinone erschuf die Seven Magic Mountains. Diese sind zwei Jahre lang der Öffentlichkeit zugänglich.

Die Anlage der Magic Mountains besteht aus insgesamt sieben riesigen und farbenfrohen Kunstobjekten. Sie liegen im südlichen Teil von Las Vegas an der Interstate 15 inmitten des Ivanpah Valleys. Der Standort der Seven Magic Mountains wurde vom Künstler mit Bedacht ausgewählt: Dieser soll ein Symbol zwischen Natürlichkeit und Künstlichkeit sein. Dadurch, dass sie von der Wüste und den Bergen umgeben sind, erinnern die Magic Mountains an natürlich entstandene Felspfeiler.

Jeder Stein hat eine andere Farbe

Für die Formation wurden je drei bis sechs Felsen des einheimischen Kalksteins aufeinander gestapelt. Jedes der Objekte der Seven Magic Mountains ist zwischen sieben und neun Metern hoch. Dabei wurde jeder Stein mit einer anderen leuchtenden Farbe bemalt. So unterscheiden sie sich allein von der Optik. Die Art Production Fund und das Nevada Museum of Art präsentieren das einzigartige Kunstobjekt. Besucher können die öffentliche Ausstellung der Magic Mountains zwei Jahre lang sehen.

Der Schweizer Künstler Ugo Rondinone kreierte das riesige Kunstobjekt, um ein Zeichen in der Geschichte von „Land-Art” zu setzen. Sein Interesse an natürlichen Phänomenen und deren neue Darstellung standen hierbei im Vordergrund. So sollen die Magic Mountains eine Mischung aus natürlicher geologischer Formation und abstrakter Komposition darstellen.

„Seven Magic Mountains soll das Fortbestehen und die Verbundenheit zwischen Mensch und Natur, Künstlichkeit und Natürlichkeit, Vergangenheit und Gegenwart hervorheben”, erklärt Rondinone.

Insgesamt benötigte der Schweizer fast fünf Jahre für die Fertigstellung des Kunstwerks. Es zählt zu den größten „Land-Kunstwerken” in den USA seit über 40 Jahren.