Südtiroler Spezialitäten wie Schüttelbrot oder das so genannte Vinschgerl gelten unter Feinschmeckern als Delikatesse. Dank ihrer langen Haltbarkeit sind sie auch ein beliebtes Food-Souvenir. Wer Lust hat, kann in der Region Einblicke ins traditionelle Bäckerhandwerk einiger bäuerliche Produzenten bekommen.

Die Produzenten müssen strenge Kriterien erfüllen, die vom Getreideanbau bis hin zur Herstellung reichen. Erst dann erhalten sie das Qualitätssiegel. In zahlreichen Ferien-Domizilen der Marke »Roter Hahn« können Urlauber auch selbst Hand anlegen und gemeinsam mit ihren Gastgebern Südtiroler Brot backen. Wir verraten, was es damit auf sich hat.

Qualität aus dem Hofladen

Gute Vorratshaltung war für die Bewohner der Alpen überlebenswichtig. Denn gebacken wurde das Südtiroler Brot wegen des großen Aufwands oft nur dreimal im Jahr. Besonders bewährt haben sich daher wenig verderbliche Sorten wie Vinschger Paarl, Pusterer Breatl oder Schüttelbrot. Noch heute stellt man sie ausschließlich nach jahrhundertealten Rezepten her.

Bei den Qualitätsproduzenten der Marke »Roter Hahn« sind noch weitere Vorgaben einzuhalten: Auf deren Höfen wird nur selbst angebautes Getreide in der eigenen Mühle gemahlen und von Hand verarbeitet.

Südtiroler Brot: Landwirt Christian Telser kurz vor dem Mähen des Kornfeldes

Roter Hahn/Frieder Blickle

Erhältlich sind die Brotspezialitäten im Hofladen oder im lokalen Feinkosthandel.

Backen mit der Bäuerin

Auf über 70 Urlaubshöfen der Marke »Roter Hahn« wird noch immer regelmäßig Brot gebacken. Wer mag, schaut den Landwirten beim Mahlen des Getreides über die Schulter oder hilft bei der Zubereitung mit. Die Bauersfamilie verrät dabei ihr persönliches Geheimrezept und weiht Gäste in die Kunst der Produktion von Vinschgerln und Co. ein. Mithilfe der Filterfunktion unter www.roterhahn.it finden Interessierte Bauernhöfe, die Brotbacken im Angebot haben.

Südtiroler Brot: Um welche Sorten geht es?

Hartleibige Knusperkruste: Schüttelbrot ist eine landesweite Südtiroler Spezialität, dessen Namen die Art der Herstellung verrät. Vor dem Backen »flach gerüttelt« und gewürzt mit Kümmel, Koriander und Fenchel, bestehen die Roggenteiglinge danach beinahe nur aus Kruste. Als wichtige Zutat einer traditionellen Marende werden die Laibe mithilfe einer Grammel (traditionelles Brotschneidegerät) in mundgerechte Stücke gebrochen und mit Almkäse, Kaminwurzen oder Speck verzehrt.

Familie Gurndin in Südtirol bei der Brotherstellung im Holzbackhofen

Roter Hahn/Frieder Blickle

Zweisames Hochzeitsbrot: Benediktinermönche aus der Abtei Marienberg im Vinschgau erfanden bereits im 13. Jahrhundert das Ur-Paarl. Die zwei zusammenhängenden, kleinen Sauerteig-Fladen galten vor allem bei Hochzeiten als Symbol für die Vereinigung der Ehepartner. Zum Trocknen steckte man sie in die sogenannte »Hurt«, ein geschnitztes Regal mit Gitter. Übrigens: Dem Ur-Paarl wurde als erstem Südtiroler Produkt das renommierte »Slow-Food«-Siegel verliehen. Es verpflichtet Erzeuger zur Erfüllung strenger Kriterien. Darunter versteht man die Verwendung regionaler, saisonaler Zutaten und deren saubere und faire Verarbeitung.

Pustertaler Ableger: Neben dem Vinschger Ur-Paarl gibt es auch das etwas größere, runde Pusterer Breatl, bestehend aus derselben Roggen-, Weizen- und Dinkelmischung und ebenso verfeinert mit Kümmel, Brotklee, Fenchel und Anis.

Weitere Infos, Adressen und Gratis-Broschüre zum Thema Südtiroler Brot gibt es hier.

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