Die Unterwasserwelt auf der nördlichen Hemisphäre lässt in einigen Regionen sehr gut entdecken. Hier eine Auswahl an Spots, die Reisende zu Wrack- und Schatzsuche in Südeuropa einladen, zu Wal- und Haierkundung nach Mexiko mitnehmen oder ins Eismeer nach Grönland locken.

Wer auf der Suche nach einem guten Tauchspot ist, sieht oft vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Kein Wunder: Es gibt jede Menge Regionen auf der Welt, die zum Tauchen geradezu prädestiniert sind. Wir stellen die schöne Tauchspots auf der nördlichen Hemisphäre vor.

Cala Gonone, Sardinien

An der Ostküste Sardiniens liegt im Golf von Orosei ein Tauchrevier, das wegen seiner vielen Höhlen und Grotten bekannt ist. Für Anfänger eignet sich zum Beispiel die »Grotta Smeralda«. Profis können sich in dem langem Höhlensystem des »Hades« von Cala Gonone vergnügen. Klares Wasser und hohe Sichtweiten sind zudem gute Voraussetzung, um die abwechslungsreiche Meereswelt zu erkunden. So kann man bei einem Tauchgang zum Beispiel Bernsteinmakrelen, Thunfische und Adlerfische erspähen.

Kas, Türkei

Fans des unendlichen Blaus kommen an der lykischen Küste voll auf ihre Kosten: rund 25 verschiedene Ausgangsstationen gibt es in Kas, von Wrack- bis Nachttauchen, sind die Möglichkeiten vielfältig. Urlauber können sich auf eine reiche Tierwelt freuen, mit zum Beispiel Adlerrochen, Barrakudas, Muränen, seltenen Schnecken, Trompetenfischen, Zackenbarschen, und auch Begegnungen mit Meeresschildkröten sind nicht selten.

Tauchen an den schönsten Orten der Welt: Schiffswrack in der Türkei

Michael Bogner/Shutterstock.com

Îles d’Hyères, Frankreich

Die französische Riviera ist wegen der relativ geringen Meeresströmungen beliebt unter Sport- und Freizeittauchern. Das Mekka ist der Parc National de Port-Cros auf den Iles d’Hyeres. Das Naturschutzgebiet erstreckt sich über eine ganze Insel, die von 1.800 Hektar Unterwasserland umgeben ist; ob Gorgonienwälder, Meeraale und Muränen – die Flora und Fauna unter Wasser ist bunt.

La Paz, Mexiko

Die Sea of Cortez zwischen der Baja California und dem Festland Mexikos, ist ein Reich für Wale, Walhaie, Haie, Mantas, Seelöwen und gigantische Fischschwärme. Zentrum der Sea of Cortez ist dabei La Paz. Hier besteht das ganze Jahr über die Chance, Blauwale, Orcas, Pottwale, Finnwale und Pilotwale zu sehen. Auch Walhai-Fans kommen in der Bucht von La Paz auf ihre Kosten.

Lundy Island, Vereinigtes Königreich

Die Briten sprechen von ihrem »kleinen Galapagos«, das am Eingang zum Bristol Channel liegt. Aufgrund der biologischen Vielfalt über und unter Wasser wurde die Insel 1986 zum ersten Marine Nature Reserve von England erklärt. Die beste Tauchsaison auf Lundy Island dauert allerdings nicht lange – von Mai bis September – scheint aber in der »Hai- Season« eine Klasse für sich: Riesenhaie, Seehunde, tolle Kelpwälder und Wracks locken.

Riesenhai

Stefan Pircher/Shutterstock.com

Sisimiut, Grönland

Tauchen um den Polarkreis, an Eisbergen und in klirrender Kälte – für Hartgesottene bietet sich das Nordmeer in Westgrönland an. Bei Temperaturen unter null Grad können mutige Unterwasserfans die bunte Fischwelt entdecken. Zwischen dem dichten Kelpwald gibt es beispielsweise verschiedenfarbige Sonnenseesterne, rote Seegurken sowie blau-schwarze Seeigel zu entdecken.

Azoren, Portugal

Wer etwas größere Meeresbewohner wie Mobularochen, Schwertfische oder mit Glück auch Walhaie und Mantas sehen möchte, ist auf den Azoren genau richtig. Die zerklüfteten Küsten der Vulkaninseln und besonders die Princess Alice Bank beeindrucken mit Sichtweiten von bis zu 50 Metern. Der Tiefseeberg ragt aus mehr als 2.500 Metern Tiefe vom Meeresgrund in den Atlantik. Höhlen, Grotten und andere bizarre Felsformationen machen Tauchgänge zu einem Highlight.

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