Der Bundesstaat Utah im Südwesten der Vereinigten Staaten ist unter anderem bekannt für seine beeindruckenden Mighty 5, die fünf Nationalparks, die mit Zion, Arches, Bryce Canyon, Canyonlands und Capitol Reef einige der spektakulärsten Landschaften der Erde umfassen. Darüber hinaus überrascht Utah mit geologischen Besonderheiten, die man dort nicht vermuten würde. Wandern in Dünen, abtauchen in eine Grotte oder echte Dinosaurier-Fossilien anfassen – hier zeigt sich Utah von einer ungewohnten Seite.

Coral Pink Sand Dunes

Die Coral Pink Sand Dunes befinden sich im Süden Utahs nicht weit von der Stadt Kanab entfernt. 15 Meter bewegen sich die Berge aus rotem Sand pro Jahr. Sie liegen auf rund 1.800 Metern und sind 10.000 bis 15.000 Jahre alt. Der Sand stammt vom Navajo-Sandstein. Eine Einkerbung zwischen den Moquith- und Moccasin-Bergen beschleunigt die Windgeschwindigkeit so stark, dass sie den erodierten Navajo-Sand mitreißt. Erreicht der Wind nach der Einkerbung das offene Tal, verringert sich seine Geschwindigkeit und lagert den Sand dort ab. Fast der gesamte Park ist Besuchern und Wanderern zugänglich. Je nach Jahreszeit bilden sich durch schmelzenden Schnee kleine Teiche, in denen dann Salamander und Kröten leben. Im Sommer setzen Wildblumen und Dünengräser, die bis zu 180 cm hoch werden können, natürliche Farbakzente.

Öffnungszeiten: täglich

Eintritt: 8 USD pro Fahrzeug
Campingplatz: ab 20 USD pro Platz
Abtauchen im „The Crater”

Herber Valley in Midway

Tauchgänge mitten in den Bergen – das ist im Herber Valley in Midway, 45 Kilometer südostlich von Salt Lake City zu jeder Jahreszeit möglich und zwar im „The Crater”. Diese außergewöhnliche Geothermalquelle liegt versteckt innerhalb eines rund 20 Meter hohen, Bienenstock förmigen Felsen aus Kalkstein. Ein Loch am höchsten Punkt der Kuppel lässt Licht und frische Luft herein während das Innere durch die konstante Wassertemperatur von rund 35 Grad Celsius immer angenehm warm bleibt. Im Krater kann man Tauchkurse buchen, an Yoga-Kursen auf dem Surfboard teilnehmen, schwimmen oder einfach nur staunen. Besucher müssen sich übrigens nicht in die Grotte abseilen. Sie ist durch einen ebenerdigen durch den Fels geschlagen Tunnel zugänglich. Buchungen sind über das Zermatt Resort Utah möglich.

Schwimmen im Krater: ca. 17 USD
Tauchen im Krater: ca. 107 USD

Vernal

Vor rund 150 Millionen Jahren lebten gewaltige Dinosaurier im Gebiet um die heutige Stadt Vernal im Nordosten von Utah. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Region damals eine spärlich bewachsene Savanne war. Auf eine Dürre, bei der viele Dinosaurier starben, folge eine Flut, die über 500 riesige Tierkadaver und Skelette von zehn Dinosaurier Spezies in einen Flusslauf spülte. Dort deckten Sedimenten die Knochen zu und ließen sie über die Jahrhunderte versteinern. Als sich die Rocky Mountains und das Uinta Gebirge entfalteten, wurden die Sandsteinschichten mit den Fossilien nach oben gehoben. 1909 entdeckten Forscher Tausende von Dinosaurier-Knochen und gruben sie aus. Wie dies aussah, können Interessierte noch heute an der „Wall of Bones” in der Quarry Exhibit Hall sehen. Die natürliche Felswand mit über 1.500 freigelegten Fossilien ist überdacht und wie ein Museum aufgebaut. Besucher können die versteinerten Knochen sogar anfassen.

Eintritt: 10 USD pro Person, 20 USD pro Fahrzeug
Öffnungszeiten Visitor Center: täglich von 9 bis 17 Uhr
Öffnungszeiten Quarry Exhibit Hall: täglich von 9:30 Uhr bis 4:45 Uhr

 

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