Wer im Sommer in den Alpen unterwegs ist, begegnet ihnen immer wieder: Kühen. Im Umgang mit ihnen gilt es einige Regeln zu beachten. Wir verraten, wie ihr euch respektvoll auf der Alm verhaltet.

Die Almen und Weiden in den Alpen locken jedes Jahr Hunderttausende Besucher an, vor allem Wanderer, Erholungssuchende und Sportfans. Hin und wieder trifft man dabei auch auf Weidetiere, vornehmlich auf Kühe. Denn im Sommer werden vor allem Kuhherden von den Bauern auf die Almen und Weiden getrieben.

Grundsätzlich gilt: Kühe sind freundliche Wesen, auch neugierig ja, aber nicht aggressiv. Manch einer findet sie einfach nur putzig. Dennoch gilt: Die Kühe sind nicht zum Streicheln oder Füttern da. Kommt ihnen am besten nicht zu nahe, sondern haltet einen angemessenen Abstand.

Schwarz-weiße Kühe auf Wiese

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Vorsicht bei Kälbern

Wenn sich Kühe bedroht fühlen oder ihre Kälber dabeihaben, sollte man vorsichtig agieren und erst recht den Kontakt zu ihnen vermeiden. Abstand halten ist das oberste Gebot. Das heißt konkret: Bleibt auf den Almen und Weiden auf den Wanderwegen. Verlasst sie nicht. Durchgangstore sind nicht zur Dekoration da, sondern sollen benutzt werden. Und: Unterlasst hektische Bewegungen, zum Beispiel mit dem Wanderstock, und lautes Rufen. Das könnte die Tiere erschrecken und zu unliebsamen Reaktionen führen.

Nichtsdestotrotz kann es euch passieren, dass Weidevieh den Weg versperrt. Dann solltet ihr das Vieh mit möglichst großem Abstand umgehen. Lauft auf gar keinen Fall mitten durch die Herde, auch wenn dies der vermeintlich kürzeste Weg ist. Sollte Weidevieh auf euch zukommen, heißt es: Ruhe bewahren. Keine hastigen Bewegungen und auf keinen Fall schnell davonlaufen. Auch nicht den Tieren den Rücken zukehren. Bleibt einfach ruhig und geht langsam zur Seite. Solltet ihr den Eindruck haben, dass die Tiere unruhig werden, verlasst das Gelände.

Hundehalter unter euch sollten besonders achtsam sein. Achtet darauf, dass ihr eure Hunde immer unter Kontrolle habt und an der kurzen Leine führt. Der Hund darf der Herde auf keinen Fall zu nahekommen, denn die Kuhmütter könnten ihn als Bedrohung empfinden.

Verhalten gegenüber Kühen: Labrador auf Feldweg, im Hintergrund Kuh

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Ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen, sprich ein Angriff durch ein Weidetier unmittelbar bevorstehend, sollte der Hund sofort abgeleint werden. Das merkt ihr an folgendem Verhalten der Kuh: »Senkt das Tier jedoch den Kopf, fixiert den Spaziergänger, scharrt mit den Vorderhufen und schnaubt, dann ist höchste Vorsicht geboten«, so die Tierschutzorganisation Peta. Spätestens dann sollten alle Alarmglocken bei euch läuten. Solltet ihr keine Möglichkeit mehr sehen, der Kuh bei einem Angriff auszuweichen, ist im absoluten Notfall ein gezielter Schlag auf die Nase geboten, zum Beispiel mit einem Stock.

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