Auf Madeira, der Insel des ewigen Frühlings mitten im Atlantik, zelebrierten schon Kaiserin Sissi, Winston Churchill, Gregory Peck und Roger Moore das süße Nichtstun. Was faszinierte die illustre Runde eigentlich so sehr an der Insel? Die Blumen? Die Berge? Das Essen? Von allem wohl ein bisschen. Wir verraten, was man auf Madeira unternehmen sollte.

Eines gleich vorweg: Die Atlantikinsel Madeira gilt nicht als Hotspot für Kunstliebhaber und Partylöwen. Die sollten eher Kurs auf Lissabon nehmen. Dafür aber gilt Madeira umso mehr als Dorado für Wanderer und Wassersportler. Glücksgefühle kommen aber auch bei der Walbeobachtung, bei Weinverkostungen oder den einzigartigen Korbschlittenfahrten auf. Schon Literaturnobelpreisträger Ernest Hemingway rutschte mit dieser Mischung aus Korbsofa und Wäschekorb von Monte bis Funchal. Aber das ist längst nicht alles, was die Insel auszeichnet. Wir verraten euch, was man auf Madeira unternehmen sollte.

Schlendern, trödeln und abhängen in Funchal

Im Süden der Insel schmiegt sich Funchal in eine weite Bucht und an die steilen Hänge der umliegenden Berge. In der Altstadt kann man die üppigen Parks erkunden oder einfach in einem Straßencafé den Augenblick genießen. Besucher der Insel können aber auch gemütlich durch die Straßen der Hauptstadt Funchal schlendern, um zauberhafte historische Viertel und malerische Plätze zu entdecken.

Platz in der Altstadt von Funchal auf Madeira

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Zahlreiche Kirchen und Klöster stammen aus dem 15. Jahrhundert – von der winzigen in einen Basaltblock eingebauten Capela de São Vicente bis hin zu dem kunstvollen Inneren der Kathedrale Sé. Oder man unternimmt eine rasante Korbschlittenfahrt, die man nicht verpassen sollte.

Wanderern geht auf Madeira ein Herz auf

Schmale Pfade führen Wanderer entlang der berühmten Levadas, das längste Bewässerungssystem der Welt mit über 2.000 Kilometern Wegenetz. Dabei schlängeln sich die Kanäle fast unbemerkt quer durch die blumenreiche, von dichtem Grün umrahmte Natur und bieten an ihren höchsten Punkten super Panoramen.

Als Wanderer könnt ihr auf der Insel zwischen verschiedenen Touren wählen. Leichte Strecken á fünf Kilometern führen an der Südküste Madeiras durch Flora und Fauna oder an der Nordküste am Fuße des imposanten Adlerfelsens vorbei.

Adlerfelsen auf Madeira

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Auf mittelschweren Touren gelangt ihr durch Täler und über Hochebenen zu Wasserfällen, in deren Seen die Wanderer einen kurzen Stopp zum Baden einlegen können. Oder ihr erkundet Madeiras Lorbeerwald im Nordwesten. Der Weg führt an 25 kleinen bis größeren Wasserquellen im Tal von Rabaçal vorbei. Die Wanderung zu den 25 Quellen zählt zu den beliebtesten der Insel.

Blumen, überall Blumen! Und dann dieses Blumenfestival!

Vor allem im April und Mai macht die Insel ihrem Namen alle Ehre. Zwei Wochen nach Ostern taucht das Blumenfestival die Hauptstadt Funchal in einen Farbenrausch.  Mit dem Blumenfestival wird aus der Inselhauptstadt Funchal ein lebendiges Kunstwerk. Von pudersüß bis zitronenfrisch schwängert der Duft unzähliger Blumen die laue Frühlingsluft. Bunte Blumenteppiche zieren die Plätze der Stadt und auch an Hauseingängen, auf Balkonen und Terrassen blüht es aufs Äußerste.

Blumenfestival auf Madeira

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Das Blumenfest beginnt mit einem Kinderumzug am Samstag, wenn Tausende festlich gekleideter Kinder bis zur Praça do Município ziehen, um gemeinsam eine Blumenwand, die Mauer der Hoffnung, zu errichten. Die große Blumenparade, der Höhepunkt der Feierlichkeiten, findet am Sonntagnachmittag statt. Dutzende von Motivwagen ziehen durch Madeiras Hauptstadt Funchal. Sie sind über und über mit den typischen Blüten der Insel geschmückt. Auch einige Fußgruppen nehmen an der Parade teil, die ebenfalls in bunte Kleider gehüllt sind und die Blumen der Insel feiern. Parallel dazu schaffen Künstler aus Madeira an besonders stark frequentierten Stellen in der Innenstadt Blütenteppiche, und die lokalen Geschäfte veranstalten einen Schaufensterwettbewerb. Darüber hinaus gibt es Konzerte, Variete- und Tanzvorführungen und eine große Blumenausstellung, auf der zahllose tropische Blumen in allerschönster Pracht auf Bewunderer warten.

Obst und Gemüse aus dem Nachbargarten, frischen Fisch aus dem Atlantik

Auf der Insel des ewigen Frühlings gedeihen nicht nur bunte Blumen, sondern auch Obst und Gemüse in Hülle und Fülle; während sich in den azurblauen Gewässern vor der Küste köstliche Fische tummeln – manche davon so tief, dass sie nur mit kilometerlangen Netzen gefangen werden können. Kein Wunder, dass die Küche des Eilands eine kleine Entdeckungsreise lohnt.

Quinta do Furao Restaurant auf Madeira

Greg Snell

Auf Madeira gibt es so viele gute Restaurants wie Sand auf der Schwesterninsel Porto Santo. Einige davon funkeln dank Sternen und besonderen Konzepten aber besonders hell, etwa das Il Gallo d’Oro, Madeira’s Zwei-Sterne-Restaurant, das französische Aromen mit typisch portugiesischer Küche kombiniert. Regionalität trifft dabei auf Saisonalität und jedes Gericht ist Ergebnis von Teamwork; Einzelkämpfer gibt es nicht.

Atelier, Showroom, Ausstellung, Restaurant: Das Design Center der preisgekrönten Interior Designerin Nini Andrade Silva bietet auf mehren Ebenen Eindrücke für alle Sinne – denn auch auf den Teller landet Kunstvolles. Die Innenarchitektin hat auch das stylische Restaurant Uva im Vine Hotel gestaltet, das spektakuläre Ausblicke über Funchal garantiert. Traditionell hingegen geht’s im Dining Room Restaurant in der Quinta da Casa Brancha zu. Eingebettet in eine üppige Gartenanlage wird stilgemäß in einem prächtigen Gebäude aus dem 19. Jahrhundert gespeist.

Auf den Spuren der Aromen: Food- und Weintouren über die Insel

Schwarz und über einen Meter lang liegt er da, der Schwarze Degenfisch, eine Spezialität Madeiras. Gefangen wird er mit 1,5 Kilometer langen Angeln und anschließend in der Markthalle Funchals zum Kauf angeboten. Dort lassen sich noch viele andere Kuriositäten bestaunen und probieren – eigentümliche Früchte, bunte Blumen oder das landestypische Getränk Poncha. In der Altstadt Funchals befinden sich zudem Schokoladenproduzenten, kleine Restaurants und Snackstationen und der berühmte Winzer Blandy’s, der auch besucht werden kann. Die vielen versteckten Kleinode können Besucher bei Food- und Weintouren entdecken. Dabei können sie tief in die Geschichte Madeiras und seiner Küche eintauchen.

Weitere Infos über Madeira gibt es hier.

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