Im Ballkleid an den Würstelstand, Weinberge mit Großstadtanschluss oder Luxus-Hotels im ehemaligen Firmensitz – das alles ist Wien. Hier vermischt sich Alt und Neu, Imperiales und Avantgardistisches an jeder Straßenecke. Das Aufeinandertreffen von Gegensätzen ist Teil der Wiener Lebensart.

Kontrastreiche Architektur Wiens: Auf der 150 Jahre alten Ringstraße erlebt der Wien-Besucher Historismus in seiner verschwenderischen Pracht. In der Donau City hingegen glitzert seit 2014 der von Dominique Perrault entworfene DC Tower 1 mit 250 Metern Höhe. Jüngst haben Stararchitekten wie Zaha Hadid auf dem Campus der Wirtschaftsuniversität futuristische Gebäude aus Glas, Stahl und Beton verwirklicht, die einen bewussten Kontrast zum altehrwürdigen Hauptgebäude der Universität in der Innenstadt bilden.

Traditionelle Speisen beflügeln die moderne Küche: Das Beisl, ein typisches Wiener Esslokal, erfährt seit einigen Jahren eine Frischzellenkur. So hat etwa der zeitgenössische Künstler Otto Zitko dem Beisl-Urgeisten Skopik & Lohn ein ikonisches Deckengemälde verpasst. Auch Molekular-Spitzenkoch Juan Amador hat sich in Wien neu erfunden und ein Wirtshaus mit angeschlossener Greißlerei, einer Art Feinkostladen, eröffnet. In Wien genehmigt man sich ein Edelweißtörtchen im Café Landtmann und am nächsten Tag ein veganes Orange-Saffran-Oliven-Eis bei Veganista.

Weltstadt-Flair mit bodenständiger Dekadenz: Nach dem berühmtesten aller Wiener Bälle, dem Opernball, verschlägt es hungrige Debütantinnen in schicken Roben an den nächsten Wiener Würstelstand. Der Life Ball wird als Europas größter Aids-Charity-Event nicht mit ernsten Mienen, sondern als lebensbejahendes Spektakel in ausgefallenen Kleidern gefeiert und lockt internationale Stars wie Sharon Stone oder Elton John an die Donau.

Auch in der Mode könnte das Angebot kontrastreicher nicht sein: Extravagante Kleider etwa findet man im Shop von Vivienne Westwood, die außerhalb Londons nur in Wien Couture-Maßmode fertigt. Im Goldenen Quartier versammeln sich die großen Namen der Modewelt. Auch ehemals kaiserliche Hoflieferanten wie Knize fertigen noch heute edle Maßanzüge in Handarbeit. Junge Designer wie Lena Hoschek haben sich in den letzten Jahren im sechsten und siebten Bezirk der Stadt niedergelassen und kombinieren traditionelle und moderne Schnitte. Wer nur wenig Geld ausgeben möchte, wird auf dem legendären Flohmarkt am Naschmarkt fündig.

Metropole mit vielseitiger Weinkultur: Als einzige Hauptstadt der Welt mit Weinbergen lässt man in weniger als dreißig Minuten die Geräuschkulisse der Großstadt hinter sich und kann etwa bei Wieninger am Nussberg das geschäftige Treiben der Donau-Metropole aus der Distanz beobachten. Mitten in der City kredenzt das Lokal Zum Gschupftn Ferdl den Heurigen genannten Jungwein als Bio-Variante und überrascht mit seiner Einrichtung im Pixel-Design.

Tradition und Moderne in der Hotellerie: Noch heute wird in den legendären Grand Hotels wie dem Hotel Imperial an der Ringstraße der Charme und Luxus vergangener Zeiten gepflegt. Dass ein modernes Boutique-Hotel der Luxusklasse auch in einem denkmalgeschützten Bürogebäude aus den Fünfzigerjahren eine Heimat finden kann, beweist hingegen das Grand Ferdinand. Es liegt ebenfalls an der Ringstraße, verfügt über einen Pool auf dem Dach und vermischt die Nüchternheit der klassischen Moderne mit verspielten Zitaten der Kaiserzeit.

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