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Lost Lindenberg
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Jl. Ngurah Rai, Pekutatan, Kec. Pekutatan Kabupaten Jembrana, Bali, Indonesien Telefon: 0062 (0)812 34 56 68 30
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getestet von Jörg Bertram
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Der erste Eindruck
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Der Westen Balis: Reisfelder, menschenleere Strände, kleine Dörfer, große Tempel – gefühlt der perfekte Ort, um »Eat Pray Love, Teil II« zu drehen. Und dann, mitten im dschungelgrünen Nirgendwo, plötzlich diese Wand: mächtig lang, mächtig hoch und – dank jeder Menge Las Vegas-bunter Neonschilder – auch mächtig schrill. Was ein bisschen nach Wes-Anderson-Kulisse ausschaut (um beim Film zu bleiben), ist in Wirklichkeit eine Installation des Frankfurter Künstlers Tobias Rehberger – und außerdem der Eingang zum Lost Lindenberg.
Wie’s dahinter weitergeht? So außergewöhnlich wie davor. Oder, um’s konkreter zu machen: Zunächst wandelt man auf schmalen Pfaden durch ein Stück üppige Wildnis. Dann durch einen sehr offenen und sehr stylishen Pavillon, der gleichzeitig als Rezeption, Surfshop und Concept Store fungiert – bis man schließlich vor seinem »Baumhaus« steht …
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Wer wohnt hier?
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Zunächst die gute Nachricht: Das Lost Lindenberg ist nichts für jedermann. Und jetzt die schlechte: Das liegt auch an den Preisen, die bei 350 Euro pro Nacht in der Low Season beginnen. Wer kommt, kann es sich also leisten, hat zumeist schon viel gesehen – und auch deshalb keine Lust mehr auf gängigen Fünf-Sterne-Luxus. Das – und die Tatsache, dass es gerade einmal acht Suiten für 16 Gäste gibt – machen das Lost Lindenberg zu einer Insel auf der Insel. Und zum Hippie-deluxe-Hideaway für die happy few.
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Geht auch das konkreter? Klar, bei unserem Aufenthalt haben wir uns die lange Tafel, an der alle gemeinsam zu Abend essen, mit einer Sterneköchin und ihrem Stararchitektengatten aus Tokio, Antwerpens angesagtestem Weinhändlerpaar, einem New Yorker Modefotografen und seiner Modelfreundin sowie zwei sinn- und die perfekte Welle suchenden Silicon-Valley-Zampanos im Sabbatical geteilt. Got the picture?
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Gut geschlafen?
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Nicht nur »gut«, sondern sogar »himmlisch«, denn die acht, jeweils 45 Quadratmeter großen Panorama Suiten befinden sich hoch über den Palmwipfeln in »Baumhäusern« oder »Wachtürmen« – oder als was auch immer man die tollkühn aus dem Dschungeldickicht ragenden Gebilde bezeichnen möchte.
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Nachts schläft man hier mit Blätter- und Wellenrauschen im Ohr ein. Morgens wacht man mit Blick auf die ersten Sonnenstrahlen über dem Meer und dem pechschwarzen Lavastrand auf. Und tagsüber, da genießt man ganz einfach sein boho-schickes Refugium mit viel heimischem Holz, modernem Kunsthandwerk, XL-Couch, Mini-schreibtisch, homemade Sweets sowie herrlich duftenden Badezimmer-Amenities aus lokaler Produktion. (Tipp: unbedingt die Bio-Sonnencreme SPF 30 ausprobieren – schützt super, schmiert null und riecht klasse!)
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Der Wellnessfaktor
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Klein, der aus Java importierte und mitten im Dschungel wieder aufgebaute Gladak, in dem einst Reis und Werkzeug für die Feldarbeit gelagert wurde. Fein, die Massagen, Wraps und Scrubs, die in der alten Teakholzhütte auf dem Spa-Menü stehen. Chichi-Treatments mit Luxuskosmetikbrands darf man hier nicht erwarten, dafür aber ehrliche und wohltuende Behandlungen mit heißen Flusssteinen, kühlender Aloe Vera, pulverisierten Muscheln sowie heimischen Kräutern und Kokosnüssen.
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Statt Gym gibt’s kostenlose Leihfahrräder, Yoga-Stunden und gemeinsame Morning- oder Mülleinsammel-Walks am Strand. Und für alle, die schon immer mal die Welle reiten wollten, gibt es außerdem auch noch eine inkludierte Surfstunde pro Tag!
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Bauchgefühl
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Ein Restaurant, ein langer Tisch, ein fixes, an jedem Abend von einer anderen Region in Indonesien inspiriertes Menü: Klingt spartanisch, ist es aber nicht. Im Gegenteil: Die Sharing Plates, die hier die Tafel zum Biegen und die Gäste zum Jubilieren bringen, sind allerfeinster Augen- und Gaumenschmaus! Das gilt übrigens auch für Frühstück, Snacks und High Tea. Kleine Kostprobe gefällig? Wie wär’s dann mit Balis bestem Banana Bread, hausgemachtem Kokosjoghurt, Sauerteigbrot mit Edamame-Minzcreme, Kräuterpfannkuchen mit allerlei Sambals, köstlichen Currys …
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Ach ja, bevor wir’s vergessen: Ausnahmslos alle Gerichte sind vegan, was aber eh keiner merkt und selbst bei erklärten Fleischtigern bislang noch nicht zu Entzugserscheinungen geführt haben soll.
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Das besondere Etwas
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Wo anfangen, bei einem Hotel, in dem eigentlich alles »besonders« ist – egal, ob Bett im Baumhaus, alter VW-Bus für Ausflüge ins Hinterland oder Strandlagerfeuer, an dem man sich allabendlich zum Gin Tonic trifft … Auch wenn’s kitschig und klischeebeladen klingt, aber wahrscheinlich ist es dieses »Urlaub bei sehr reichen und sehr coolen Freunden«-Feeling, das das Lost Lindenberg so besonders macht – und das nicht nur »etwas«, sondern »extrem«.
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3 gute Gründe, dort zu buchen
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1. Die Lage im (fast) noch unberührten Westen der Insel – weit weg von Balis Touristenhochburgen und ganz nah dran an kilometerlangen Lavastränden, die man ganz für sich allein hat. Gleich um die Ecke, am Medewi Surf Point, rollt übrigens Balis längste Linkswelle an den Strand.
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2. Die Atmosphäre: sehr leger, gleichzeitig aber auch sehr luxuriös und exklusiv. In der Perfektion kriegen das nur ganz wenige hin.
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3. Das grüne Gewissen. Von B wie Bambuszahnbürste und -Toilettenpapier bis Z wie Zero Waste Kitchen: Im Lost Lindenberg ist einfach alles nachhaltig – und gleichzeitig auch wahnsinnig glamourös …
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Fotos: Jack Johns (3), Robert Rieger (2), PR
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