|
|
|
Rosewood München
|
|
|
|
Kardinal-Faulhaber-Straße 1 80333 München
|
|
|
|
Der erste Eindruck
|
Wie sagen wir immer so schön: Lage, Lage, Lage! Und die ist beim Rosewood München so zentral, dass der Marienplatz zu Fuß in wenigen Minuten erreichbar ist, und trotzdem ist es ein ruhiges Eckchen. Zwei denkmalgeschützte Gebäude bilden das Haus: der ehemalige Sitz der Bayerischen Staatsbank und das angrenzende Palais Neuhaus-Preysing, einst aristokratische Residenz.
|
Beim Eintreten wird sofort klar, dass hier eine höhere Preisklasse unterwegs ist. Einerseits wegen des gediegenen Aufgangs hoch Richtung Rezeption. Andererseits, weil das Personal so aufmerksam ist. Drei Minuten warten und ein Erfrischungsgetränk bahnt sich schon den Weg zum Gast. Die Lobby ist wie ein elegantes Wohnzimmer gestaltet und bewahrt die charakteristischen Elemente des alten Bankgebäudes, darunter eine eindrucksvolle Treppe, gewölbte Decken und erhaltene Fresken. Barock und Rokoko treffen auf eine Formensprache, die sich an Bauhaus-Prinzipien orientiert. Kurzum: es ist stilvoll schön, klassisch und auch ultramodern.
|
|
Eröffnet wurde das Rosewood München im Oktober 2023, als erstes Haus der Marke in Deutschland und als erstes Luxushotel, das seit über einem Jahrzehnt in München seine Türen öffnete. Für eine Stadt, die sich sonst nur schwer beeindrucken lässt, war das ein wahres Ereignis.
|
|
|
Wer wohnt hier?
|
Rosewood zieht Reisende an, die viel gesehen haben. Die sich aber trotzdem mit München auseinandersetzen wollen. Die Marke arbeitet nach der Philosophie »A Sense of Place«, was hier keine Floskel bleibt: Die Kunst stammt von Münchner Künstlerinnen und Künstlern, das Porzellan ist aus der Königlichen Porzellan Manufaktur Nymphenburg und selbst der Kaviar kommt von einem Produzenten aus dem Umland.
|
|
Kulturinteressierte fühlen sich wohl, weil Kunst und Architektur hier ineinandergreifen. Genießer, weil die Küche zwischen Wiener Schnitzel und Kaviar-Menü alles abdeckt. Städtereisende mit einem Faible für gute Bars, weil in der Bar Montez täglich Live-Jazz gespielt wird. Und Münchnerinnen und Münchner selbst kommen auf einen Kaffee oder Aperol vorbei, was immer und überall ein echtes Kompliment ist.
|
|
|
Gut geschlafen?
|
132 Einheiten verteilen sich über die beiden Häuser, darunter 51 Suiten und vier Signature Houses, benannt nach Mitgliedern der Wittelsbacher Familie. Zu jedem House gehört ein personalisierter Butler-Service und eigens angefertigtes Nymphenburg-Porzellan.
|
Die architektonischen Höhepunkte verteilen sich clever: Das Prinzessin Augusta House hat eine Terrasse mit Blick auf die Frauenkirche, im König Maximilian I. House steht ein zentraler Kamin, und eine der Suiten verfügt über eine schwebende Glasbrücke, die einen ruhigen Rückzugsort über den belebten Straßen Münchens schafft.
|
|
Die Innenräume sind großzügig, wohnlich und angenehm unaufdringlich. Kein Zimmer, das um Aufmerksamkeit bittet, sondern eines, in dem sich Ankommen von selbst einstellt. Allerdings ist es für den Preis deswegen auch nicht unbedingt spektakulär. Kein echter Aha-Moment, wenn man sein Hotelzimmer betritt. Aber die Kleinigkeiten sind toll. So findet man im Kästchen einen Adapter für die US-Gäste und ein USB-C-Ladekabel. Es gibt eine Fusselbürste und einen Dyson-Fön mit sämtlichen Aufsätzen, die sich in der Schublade im Badezimmer verstecken. Apropos Badezimmer: Das wiederum ist luxuriös groß und hell.
|
|
|
Der Wellnessfaktor
|
Deutschlands erstes Asaya Spa liegt hier, verteilt über zwei Etagen und 1.300 Quadratmeter, inspiriert von den ruhigen Landschaften der Alpenregion. Dass mitten in der Altstadt so viel Fläche für Stille reserviert wurde, sagt schon einiges über die Prioritäten des Hauses.
|
Zur Ausstattung zählen ein beeindruckender Indoor-Pool, zwei Saunen, ein Kräuterdampfbad und sechs Behandlungsräume. Dazu Technogym-Fitnesscenter mit eigenem Movement Studio. Die Treatments entstehen in Zusammenarbeit mit Partnern wie Dr. Barbara Sturm und EviDenS de Beauté, entwickelt entlang von fünf Säulen des Wohlbefindens.
|
|
Wer lieber selbst aktiv wird, findet in den Suiten und Houses kuratierte All-Black-Sets des Münchner Labels SouSou, mit Hanteln, Bändern und Yoga-Equipment. Training im eigenen Zimmer, ganz ohne den klassischen Fitnessraum.
|
|
|
Bauchgefühl
|
Die Brasserie Cuvilliés bildet das kulinarische Herz, wo Executive Chef Matthias Brenner alpine und bayerische Klassiker neu interpretiert, inklusive saisonalen Knödelvariationen. Sämtliche Zutaten stammen aus dem Alpenraum, den Fisch liefert die hauseigene Fischerei des Schwesterhauses Rosewood – das Schloss Fuschl.
|
Die gut besuchte Bar Montez ist eine Hommage an Lola Montez und fängt die Münchner Jazz-Ära der 1920er-Jahre ein. Samt, Leder, kräftige Farben, eine kubistische Glasmalerei der Mayer'schen Hofkunstanstalt und täglich Live-Jazz.
|
|
Draußen wird es im Sommer noch besser. Der Schanigarten öffnet zur Altstadt hin, der lichtdurchflutete Wintergarten liefert Frühstück und Afternoon Tea, und im Palaishof, einem geschützten Innenhof, treffen dienstags Champagner auf Pommes. Patisserie Chef Shinas Shahida setzt den süßen Schlusspunkt.
|
|
|
Das besondere Etwas
|
Die meisten Hotels verstehen sich als Gastgeber. Rosewood Munich versteht sich als Gesprächsraum. Mit House Edit hat das Haus eine Formatreihe etabliert, die vier- bis sechsmal jährlich stattfindet und jeweils ein Thema aus Kultur, Kreativität oder Gastronomie in den Mittelpunkt rückt.
|
|
Die Abende finden an wechselnden Orten innerhalb des Hauses statt, mal im Salon Neuhaus-Preysing, mal andernorts, und bleiben bewusst intim. Die Veranstaltungen stehen ausdrücklich auch externen Gästen offen. Damit sitzt an diesen Abenden Münchens kreative Szene mit internationalen Hotelgästen am selben Tisch. We like.
|
|
|
3 gute Gründe, dort zu buchen
|
|
1. Shopping: Wenige Schritte zum Marienplatz, drei Minuten zum Odeonsplatz, dazu Residenz, Staatsoper und Alte Pinakothek in Gehweite. Besonders schön für alle, die gern shoppen: Ludwig Beck am Marienplatz, Lodenfrey in der Maffeistraße, Oberpollinger an der Neuhauser Straße und Hirmer gegenüber. Ergänzt um die Luxusboutiquen der Maximilianstraße, liegen sämtliche Shopping-Hotspots im Umkreis von zehn Gehminuten. Wer München zu Fuß erleben will, findet kaum einen besseren Ausgangspunkt.
|
2. Lokale Produkte: Im Rahmen des Programms Partners in Provenance arbeitet das Haus mit Produzenten wie Helmut Schlader für alpinen Kaviar und Wagyu-Rind vom Tegernsee zusammen. Dazu Kooperationen mit Münchener Marken wie SouSou, N25 Caviar und der Biermarke NOAM. Bayern kommt hier nicht als Deko vor, sondern als Lieferant.
|
3. Barkultur: Die Bar Montez zählt zu den festen Größen der Münchener Jazzszene, mit täglichen Live-Performances und einem Getränkeangebot, das weit über Standardkarten hinausgeht. Die Signature-Drinks verdienen dabei eine eigene Erwähnung. So fein austariert, dass keine Zutat die andere übertönt, mit einer Balance, wie sie sonst eher aus Sterneküchen bekannt ist.
|
|
|
|
|
|
Photocredits: Davide Lovatti, Amelie Niederbuchner, Rosewood Munich
|
|
|
|
|
|
|
|