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Almanac Palais Vienna

Almanac Palais Vienna
Parkring 14-16
1010 Wien Österreich
Telefon: +43 1 266 0108
www.almanachotels.com/vienna

111 Zimmer & Suiten
€€

getestet von Harald Braun
18

Der erste Eindruck

Erste Eindrücke kommen hier gleich von zwei Seiten. Der erste Gedanke beim Betreten des Hotels über den hauseigenen Elias Coffee Shop: Was ein hipper Laden! Vor dem Café sitzen junge Wiener, erfreuen sich am überwiegend veganen Angebot des Hauses und verströmen dieses urbane Lebensgefühl, das üblicherweise in Trend-Etablissements der Stunde zu Hause ist.

Anders verhält sich die Sache, wenn es – wie vorgesehen – über den recht schmucklosen Haupteingang des Hotels geht, um sich dann in einem beeindruckenden, lichten Atrium wiederzufinden. Dieser Halle ist durchaus zuzutrauen, dass sie den Job als Rezeption eines Palais angemessen gut macht. In diesem Fall sind es aber gleich zwei davon (also Palais), die von einer geschmackssicheren Wiener Familie zu einem ganz besonderen Hotel zusammengeführt wurden – das Palais Henckel von Donnersmarck (genau, die Familie des Regisseurs) und dem Palais Leitenberger.

Auffallend das angenehm minimalistische Design der Rezeption und die monumentale Kunstinstallation zweier spanischer Künstler. Die Kombination macht neugierig: Ein hippes Café hier, eine mondän-geschmackssichere Rezeption dort – das könnte interessant werden.

Wer wohnt hier?

Wer sich für zeitgenössische Kunst und Architektur begeistert, fühlt sich in den lichten Räumen des Hotels gut aufgehoben. Onyx-Marmor, moderne Installationen als Kontrast zu den historischen Palais-Räumen – das hat schon was.

Zudem lockt das nachhaltige kulinarische Konzept (der Elias Coffee Shop arbeitet vorwiegend vegan) eine gut situierte Lifestyle-Community an, die sich in anonymer System-Hotellerie ohnehin nicht mehr wohlfühlt. Auch Geschäftsreisende mit stabilem Budget dürften sich im Almanac wohlfühlen. Die Lage am zentralen Wiener Ring ist da ein gutes Argument, und auch für den Business-Lunch am Mittag finden sich in der Gegend zahlreiche Optionen.

Familien mit kleinen Kindern werden sich im Hotel Almanac dagegen eher nicht so wohlfühlen. Gemütlich im klassischen Sinne ist das mit erlesener Kunst dekorierte Haus sicher nicht.

Gut geschlafen?

Gleich mal mit einem Special Fact zum Einstieg: Das Hotel verwendet Bettwäsche aus ägyptischer Baumwolle der Edelmarke Bassols. Da ist eine friedlich-komfortable Bettruhe in der Nacht gewährleistet, zumal zahlreiche Besucher von »Nächten im Wolkenbett« schwärmen. Dazu kommt, dass Gäste unter verschiedenen Kopfkissen wählen dürfen.

Wahrer Luxus halt, der sich auch in der Gestaltung der Räumlichkeiten ausdrückt: bis zu 4,5 Meter hohe Decken wirken licht und befreiend, die Holzintarsien in vielen Zimmern ebenso kunstvoll wie die edlen Holzfußböden. Alle Bäder sind mit Regendusche und Fußbodenheizung ausgestattet, Doppelverglasungen sorgen dafür, dass kein Lärm von der belebten Ringstraße bis in die Zimmer drängt.

Der Wellnessfaktor

Wer im Almanac tief in den Wellnessbereich eintaucht, dürfte den Wiener Ring-Trubel bald vergessen haben. Hier empfängt den geneigten Gast eine tiefenentspannte Welt aus hellem Kalkstein mit einem vierzehn Meter langen Pool als Herzstück.

Die Architektur des Wellnessbereichs erinnert eher an eine schicke Galerie, als an ein klassisches Hallenbad. Wer es heiß mag, entspannt in der Sauna oder im Dampfbad oder nutzt den Whirlpool.

Ein echter Geheimtipp für Glow-Jäger ist das Wiener Lift & Glow Ritual mit lokalen Beauty-Produkten, das einen nach einer langen Nacht schnell wieder gesellschaftsfähig macht.

Schon ab sechs Uhr morgens kann man sich im Gym auspowern oder in den Pool hüpfen, bevor die Stadt richtig wach ist. Ganz exklusiv: Wer will, kann den gesamten Spa-Bereich für eine Mitternachtsromanze mieten. Ja, und ist dann ganz für sich allein.

Bauchgefühl

Im Almanac dreht sich kulinarisch alles um das spannende Plant-Forward-Konzept, das im Donnersmarkt Restaurant nach Kräften gelebt wird. Hier spielen heimisches Gemüse und Kräuter von den Wiener Märkten die Hauptrolle, während Fleisch oder Fisch eher als seltene Begleiter fungieren – eine erfrischend moderne Abwechslung zur schweren Wiener Küche. (Aber keine Bange – das obligate Wiener Schnitzel ist natürlich immer im Angebot!)

Der Elias Coffee Shop an der Ecke Parkring ist wiederum der Treffpunkt für Ästheten, die Lust auf erstklassigen Specialty Coffee und vegane Patisserie in einem komplett weißen, fast futuristischen Interieur haben.

Beim Frühstück wird kein überladenes Standard-Büffet angeboten. Der Fokus liegt auf Qualität und Frische mit einer Karte, die von Avocado-Variationen bis zu kreativen Eiergerichten reicht und die direkt am Tisch serviert werden. Der Zimmerservice steht rund um die Uhr zur Verfügung, wobei die Karte bis spät in die Nacht eine Auswahl der Restaurant-Highlights und hochwertige Snacks bietet.

Das besondere Etwas

Davon gibt's einige. Kulinarisch wäre da das »Thursday Market Event« zu nennen. Das verwandelt das Restaurant an jedem letzten Donnerstag im Monat in einen lebendigen Marktplatz, auf dem lokale Erzeuger ihre frischen Spezialitäten direkt zum Verkosten und Kaufen präsentieren. Das Konzept greift die historische Tradition der Familie Donnersmarck auf, die ihre landwirtschaftlichen Produkte früher klassischerweise an Donnerstagen anbot. In entspannter Atmosphäre verschmelzen so regionaler Einkauf, direkter Kontakt zu den Produzenten und moderne Wiener Küche zu einem interaktiven kulinarischen Erlebnis.

Ebenfalls außergewöhnlich: Jeder Hotelgast kann während seines gesamten Aufenthalts die eigene Zimmerkarte oder den digitalen Key auf dem Smartphone einfach am Museumseingang vorzeigen, um kostenlosen Eintritt in das Belvedere 21 zu erhalten. Während dieser Vorteil für alle Kategorien gilt, genießen Gäste der Vienna Art Suite zusätzlich freien Zutritt zum oberen und unteren Belvedere. Dieses innovative Konzept macht den Zimmerschlüssel somit zum direkten Kulturticket für zeitgenössische und klassische Kunst in Wien.

3 gute Gründe, dort zu buchen

    1. Die perfekte Lage am Parkring im Wiener Zentrum, die viele Sehenswürdigkeiten der Stadt fußläufig erreichbar macht.

    2.
    Das schlüssige gastronomische Konzept des Hauses! Das Restaurant »Donnersmarkt« gehört zu den interessantesten Adressen der Stadt, der Elias Coffee Shop dient als veganer Treffpunkt der urbanen Wiener Szene.

    3. Der Kunstbezug des Hauses ist in jedem Zimmer, auf jedem Flur spürbar und geht über reine Deko weit hinaus!
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    Photocredits: Almanac Palais Vienna

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