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The Hoxton, Brussels

The Hoxton, Brussels
Sq. Victoria Régina 1, 1210 Brüssel, Belgien
Telefon: +32 2 883 81 00
https://thehoxton.com/de/brussels/
198 Zimmer
€€

getestet von Konrad Bender
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Der erste Eindruck

Sind wir hier in einem James-Bond-Film? Die Lobby des Hoxton wirkt, als hätten die Londoner Designer die gestalterischen Ideen der 70er-Jahre konzentriert und komprimiert in dieses Hochhaus verfrachtet. Und das ist durchaus positiv gemeint. Denn die weitläufige, zweigestufte Eingangshalle mit schwindelerregend hohen Decken quillt förmlich über mit unterschiedlichen Farben, Formen und Texturen, die auf wundersame Weise trotzdem ein stimmiges Ganzes ergeben, das den Gast nicht erschlägt. Links die Rezeption, rechts eine Kaffeebar, geradeaus die Treppe hinunter in den zentralen Aufenthaltsbereich, von dem aus auch die Aufzüge abgehen.

Ach ja, Aufzüge! Das Hoxton ist untergebracht im ehemaligen IBM-Hauptquartier in der Europahauptstadt – und das zieht sich 22 Stockwerke in die Höhe. Macht also auch von außen was her.

Wer wohnt hier?

Die Zimmer und Gänge des Hoxton werden bestimmt von einer bunten Melange aus ganz klassischen Städtereisenden und Gästen, die hier Workation machen. In Schubladen gedacht mit einem Schwerpunkt Millennials und Gen X. Hypermobile Europäer, die einmal das administrative Zentrum des Alten Kontinents besuchen wollen. Und irgendwo dazwischen sicher auch ein paar, die einfach aufgrund des außergewöhnlichen Designs da sind. Alles gute Gründe, und alles interessante Gespräche an der Hotelbar.

Gut geschlafen?

Eins haben alle Zimmer im Hoxton Brussels gemeinsam: eine fantastische Aussicht. Denn nicht alle Stockwerke, sondern nur die oberen, beherbergen die Hotelgäste. Und von hier oben bietet sich durch die bodentiefen Fenster ein wahrhaft atemberaubender Ausblick auf die belgische Hauptstadt.

Sofern das Aufstehen gelingt, denn die Betten sind urgemütlich – da beißt die Maus keine Fritte ab. Wie schon in den öffentlichen Bereichen zieht sich der 70er-Jahre-Stil in den Zimmern nahtlos durch, mit einer Mischung aus authentischen Neuanfertigungen, echten Brüsseler Vintage-Schätzen, knalligen Fliesen und wenig Scheu vor Farbe.

Dabei werden die Augen aber nie überfordert, auch optische Ruhe ist schließlich eine wichtige Anforderung an ein Hotelzimmer. Den Zimmern im Hoxton gelingt dieser Spagat, sodass es schwerfällt, sich überhaupt aus dem Hotel zu bewegen, um die Stadt zu erkunden.

Bauchgefühl

Wer jetzt Pommes Frites, Frikandel und Croquettes de crevettes erwartet, liegt gehörig falsch. Das Essen im Hoxton Brussels hebt sich davon nämlich erfrischend ab.

Im Erdgeschoss serviert die Küche der Cantina Valentina peruanische Köstlichkeiten. Richtig gelesen. Peruanisch, mitten in Brüssel. Vielleicht sogar das einzige Restaurant seiner Art in der altehrwürdigen Kulturstadt. Ob klassische Einzelgerichte oder viele einzelne Kleinigkeiten, die sich am Tisch munter zum Teilen hin- und herreichen lassen – eine falsche Entscheidung lässt sich hier kaum treffen.

Für den kleinen Hunger empfiehlt sich die Aufzugfahrt in Richtung Dach und gleichsam Richtung Norden, nach Mexiko. Denn in der mexikanischen Rooftop Bar »Tope« werden zu den äußerst schmackhaften Drinks nicht minder schmackhafte Häppchen in Form von Tacos und Churros gereicht. Dazu die schon angeklungene Aussicht.

Das besondere Etwas

Natürlich das Design! Allein in der Lobby lassen sich Stunden verbringen, so sehr kann das Auge sich in den liebevoll gesetzten Akzenten und Details verlieren. Wer besonders viel Zeit mitbringt, untersucht die verschiedenen Möbel und macht sich einen Spaß daraus, zu raten, welches neu angefertigt wurde und welches von einem Brüsseler Flohmarkt stammt. Einfach toll!

3 gute Gründe, dort zu buchen

1. Die Lage – ausnahmsweise aber mal nicht unmittelbar in der Stadt. Dafür ist das Hoxton aber allerbestens an insbesondere den deutschen Fernverkehr angebunden. Bis zum nur fünf Minuten entfernten Bahnhof Brüssel-Nord sind es von Köln mit dem ICE keine zwei Stunden. Und für den Trip in die Stadt verleiht das Hotel gratis Fahrräder.
2. Das Essen: Restaurant und Bar gelingt eine erfrischende Abwechslung zu sonst üblicher Hotelkost und auch eine schmackhafte Abgrenzung zu den Brasserien und Frituuren in Brüssel. Immer mit einem Spritzer Limone.
3. Die Atmosphäre. Dazu zählen nicht nur das außergewöhnliche Design, sondern auch die Gäste. In der Lobby sind sowohl Übernachtungsgäste als auch Brüsseler Locals, die zum Arbeiten hierhin kommen, anzutreffen. Ein angenehmer Mix, in dem sich immer ein interessantes Gespräch führen lässt.
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Fotocredits: The Hoxton, Brussels

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