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The Dock 69°39
by Scandic

Skansegata 7, 9008 Tromsø, Norwegen
scandichotels.com/en/hotels/the-dock-69-39-by-scandic

305 Zimmer und Suiten
€€

getestet von Jenny Latuperisa-Andresen
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Der erste Eindruck

Zwölf Stockwerke ragen im neuen Vervet-Viertel von Tromsø in den arktischen Himmel. The Dock 69°39 by Scandic wirkt nicht wie ein klassisches Stadthotel, sondern wie ein architektonisches Statement am Wasser. Klare Linien, robuste Materialien und ein Design, das sichtbar vom Klima Nordnorwegens inspiriert ist, prägen das Bild. Wer niedlich norwegisch erwartet, wird enttäuscht sein. Wer jedoch sleek und trendy mag, wird frohlocken. Das Haus ist nämlich ein richtiger Design-Hingucker. Teppiche aus recycelten Fischernetzen erzählen von Meer und Nachhaltigkeit, während draußen Schneeketten und Spikes keine Ausnahme, sondern Alltag sind. Das Hotel versteht sich als Treffpunkt für Städte- und Weltreisende, als urbaner Ankerpunkt mitten in einer Region, die zugleich wild und doch kosmopolitisch ist.

Wer wohnt hier?

Tromsø gilt als »Paris des Nordens« und zieht Nordlichtjäger, Outdoor-Enthusiasten und Kulturinteressierte an. Und wenn wir ganz ehrlich sind, Tromsø im Winter ist nicht gerade ein verlassenes Plätzchen Erde. Ganz im Gegenteil. Hier trifft sich die Welt. Egal von welchem Kontinent, egal ob mit der gesamten erweiterten Familie (wer kann sich das eigentlich leisten?) oder eben Alleinreisende, Tromsø ist the place to be. Und die Nachfrage muss auch im Hospitality-Bereich abgedeckt werden. The Dock 69°39 by Scandic richtet sich an das stylishe Klientel. Es bezeichnet sich selbst als Signature Hotel. Das wiederum steht für ein Erlebnis, bei dem das Haus selbst zur Destination wird. Hier übernachten Gäste, die tagsüber Wale beobachten, Kajak fahren oder den Tromsdalstinden erklimmen und abends eben Wert auf Design, Aussicht und ein Glas Wein mit Blick über die Stadt legen.

Gut geschlafen?

Das Hotel ist, wie gesagt, keine niedliche kleine Hütte. Es ist für das beschauliche Tromsø mit seinen 305 Zimmern auf zwölf Etagen schon ein großes Haus. Und ja, mit Platz wird nicht großzügig um sich geworfen. Die Zimmer sind – das Hotel hat erst im Juni 2025 eröffnet – noch frisch gestylt. Viele lebendige Ideen befinden sich im Zimmer. Es hat was von gehobener Studentenbude und ist dabei sehr gemütlich. Der Platz ist eng, deswegen wurden clevere Einrichtungsgimmicks erfunden, die optimal platzsparend sind.
Die Betten sind superbequem, die Bäder sind toll und dennoch hat es einen Hauch: Motel One trifft W Hotel – nur etwas mehr naturfarben. Wer Glück hat, hat eine großartige Aussicht, die eventuell mit tanzenden Nordlichtern im Winter belohnt wird. Deshalb lohnt es sich wahrscheinlich, den Vorhang zurückgezogen zu lassen. Und eventuell haben wir die leichte Steppdecke auf dem Bett nachgekauft, weil wir sie so toll fanden.

Der Wellnessfaktor

Der – Achtung! - kostenpflichtige Wellnessbereich mit Sauna wird zur warmen Zuflucht nach Stunden im Schnee oder auf dem Wasser. Kostenpflichtig wahrscheinlich, um den Ansturm der Gäste ein wenig zu drosseln. Denn wer möchte nach einer Tagestour bei minus zehn Grad nicht gerne die Knochen im Saunabereich aufwärmen. Ach ja, und im Jacuzzi. Ein architektonisches Highlight ist die beheizte Laufstrecke auf dem Dach. Eine ungewöhnliche Idee, die ausrutschfreie Bewegung unter freiem Himmel selbst im arktischen Winter ermöglicht.

Bauchgefühl

Die gastronomischen Möglichkeiten lassen sich hier durchaus nach Coolness sortieren. Im Erdgeschoss liegt der Frühstücksbereich – verwinkelt, angenehm lebendig und dadurch erstaunlich gemütlich. Die Auswahl überzeugt mit viel frischen, regionalen Produkten und einer täglich wechselnden Live-Cooking-Station. Mal duften frisch gebackene Waffeln durch den Raum, die in Norwegen Kultstatus genießen, mal wandern saftige Lachsomeletts auf die Teller. Der Kaffee verlangt gelegentlich etwas Geduld, doch das Angebot insgesamt macht das mehr als wett. Auch am Abend entstehen hier solide, schmackhafte Gerichte. Mit vielen Tischen und in entspannter Atmosphäre bleibt dieser Ort eine verlässliche Adresse – was in einer Stadt wie Tromsø, die gastronomisch stark nachgefragt ist, durchaus zählt.

Auf der 12. Etage wartet eine Dachterrasse mit 360-Grad-Panoramablick über Tromsø. Drei elegante Iglus stehen dort bereit, ideal für Mittagessen, Dinner oder private Anlässe im kleinen Kreis von vier bis acht Personen. Für romantische Abende oder besondere Momente entsteht hier eine Kulisse, die lange im Gedächtnis bleibt.

Ganz oben in der Coolness-Liga rangiert jedoch das Upper Dock Brasserie & Bar. Von hier aus öffnet sich ein weiter Blick über Stadt, Hafen und Bergketten. Die Rooftop-Bar entwickelt sich schnell zum Treffpunkt für Gäste und Einheimische gleichermaßen. Kreative Cocktails, stilvolles Interieur und diese besondere Lichtstimmung des Nordens schaffen eine Atmosphäre, die gleichzeitig entspannt und elektrisierend wirkt. Die Plätze sind begehrt, deswegen empfiehlt sich eine Reservierung dringend.

Das besondere Etwas

Nachhaltigkeit ist im The Dock 69°39 kein Zusatz, sondern Grundlage. Das Gebäude trägt das Nordic Swan Ecolabel und wurde nach dem BREEAM-Excellent-Standard errichtet. Materialien und Konstruktion sind auf das arktische Klima ausgelegt, langlebig und funktional gedacht. Selbst die Teppiche bestehen aus recycelten Fischernetzen.

3 gute Gründe, dort zu buchen

1. Nordlichter, Nordlichter, Nordlichter
In Tromsø ist die Wahrscheinlichkeit, Nordlichter zu sehen, im Winterhalbjahr außergewöhnlich hoch. Da die Stadt direkt im Nordlichtoval liegt, werden für Reisen zwischen etwa September und März Sichtungswahrscheinlichkeiten von rund 80–90 % genannt, wenn man mehrere Nächte bleibt und mobil ist, um aus der Stadt hinaus ins Dunkle zu fahren. Die besten Monate gelten oft als September/Oktober sowie Februar/März, jeweils um die Tagundnachtgleichen herum.

2. Rooftop mit Weitblick
Beheizte Laufstrecke, Rooftop-Bar und Brasserie im zehnten Stock schaffen einen Logenplatz über Tromsø. Mitternachtssonne im Sommer und Nordlicht im Winter verwandeln das Dach in eine Bühne für das Schauspiel des Himmels.

3. Basis für arktische Abenteuer
Zentral im wachsenden Vervet-Viertel gelegen, verbindet das Hotel Stadtleben mit Naturerlebnissen. Whale Watching, Nordlicht-Safaris, Skitouren oder Kajakfahrten starten quasi vor der Tür – und enden hoch über den Dächern der Stadt.
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Photocredits: The Dock 69°39 by Scandic

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