Foto: Rendering: Lissoni & Partners
Designhotels

Direkt am Grüneburgpark: Frankfurt wird um ein Roomers-Hotel reicher

Micky Rosen und Alex Urseanu haben Frankfurt lange auf ihr zweites Roomers warten lassen. Schon 2018 kündigten die Gründer der Gekko Group ein Haus im Westend an, damals für 2020. Zum Jahresende öffnet das Roomers ParkView nun tatsächlich, direkt am Grüneburgpark. Aus einem Bürohochhaus der Siebzigerjahre wurde ein Hotelturm mit 136 Zimmern, Spa im 18. Stock und Bar mit Skylineblick. Es ist das erste Haus der beiden unter dem Dach der Luxury Collection von Marriott.

Im Jahr 2009 eröffneten Micky Rosen und Alex Urseanu in der Gutleutstraße das erste Roomers und mischten damit die Hotelszene Frankfurts auf. Das Stammhaus nahe dem Hauptbahnhof lebt von urbaner Unruhe – und das Team von reisen EXCLUSIV liebt das Haus in Baden-Baden! Das neue ParkView sucht jetzt die andere Seite Frankfurts: alter Baumbestand, Gründerzeitvillen, die gelassene Eleganz des Westends. Die Handschrift der Marke nimmt es trotzdem mit, von der Barkultur bis zum Design.

Rendering der Sauna im Roomers Spa im 18. Stock mit dunklen Holzbänken und Panoramafenster zur Frankfurter Skyline in der Abenddämmerung

Rendering: Lissoni & Partners

Wo liegt’s? Das Hotel liegt am Grüneburgweg im Westend, mit dem Grüneburgpark direkt vor der Tür. Die Familie Rothschild ließ den Park im 19. Jahrhundert als englischen Landschaftsgarten anlegen. Heute umfasst er 29 Hektar samt koreanischem Garten. Nebenan liegt der Palmengarten, wenige Schritte weiter liegt der Campus Westend der Goethe-Universität. Die U-Bahn-Station Westend erreichen Gäste zu Fuß in rund zehn Minuten. Zum Hauptbahnhof braucht das Taxi etwa zehn Minuten, zum Flughafen rund zwanzig.

Rendering eines Zimmers im Roomers ParkView Frankfurt mit dunklem Himmelbett aus Holz, Steinbadewanne und Daybed vor einer Natursteinwand

Rendering: Lissoni & Partners

Wie viele Zimmer? Auf 19 Etagen verteilen sich 136 Zimmer und Suiten. Bodentiefe Fenster rahmen je nach Lage den Park, den Palmengarten oder die Bankentürme ein. Das Interieur stammt vom Mailänder Designer Piero Lissoni, der schon das Roomers Baden-Baden gestaltete. Er arbeitet mit warmen Texturen, edlen Materialien und skulpturalen Elementen.

Ein Turm mit Vorgeschichte

Was steckt hinter dem Haus? Das »Hochhaus am Park« entstand 1975 als Bürogebäude aus zwei versetzten, miteinander verbundenen Türmen. Nach langem Leerstand entkernten die Eigentümer das Ensemble und gaben ihm eine neue Fassade. Den Entwurf lieferte das Frankfurter Büro KSP Engel. Im höheren Turm liegen heute Eigentumswohnungen, im niedrigeren das Hotel. Gleich am Empfang setzt Tobias Rehberger den ersten Akzent. Der Frankfurter Künstler lehrt an der Städelschule und hängt hier eine großformatige Arbeit in die Lobby.

Rendering der Lobby im Roomers ParkView Frankfurt mit geschwungenem, verspiegeltem Empfangstresen, Holzlamellendecke und leuchtender Lichtskulptur

Rendering: Lissoni & Partners

Wo essen und trinken? Im Erdgeschoss öffnet das Restaurant »Golden Phoenix«. Das Konzept stammt vom bekannten Berliner Gastronomen The Duc Ngo und interpretiert die klassische chinesische Küche neu. Die Lobby Bar begleitet den Tag vom ersten Espresso bis zum letzten Drink. Im 17. Stock liegt die »Oneseven Bar«, deren Name die Etage verrät. Hier mischen sich Hotelgäste und Frankfurter bei Musik, wechselndem Programm und Blick über die Stadt.

Spa im Himmel, Mode im Haus

Was kann man unternehmen? Eine Etage über der Bar liegt der Roomers Spa. Sauna, Hammam, Whirlpool und Cold Plunge öffnen den Blick auf Skyline, Park oder Palmengarten. Dazu kommen Treatments und Longevity-Anwendungen. Das Fitnessstudio steht rund um die Uhr offen. Wer lieber draußen läuft, findet die Joggingrunde im Park vor der Tür. Außerdem zieht der Frankfurter Modestore HAYASHI mit einem Boutique-Space ins Haus. Er zeigt wechselnde Edits aus Fashion, Accessoires und Design, ergänzt um Pop-ups und Kooperationen.

Rendering der Bar im Roomers ParkView Frankfurt mit beleuchtetem Tresen aus geriffeltem Glas, Flaschenregalen und hellen Sesseln auf Fischgrätparkett

Rendering: Lissoni & Partners

Highlight des Hotels? Die Lage zwischen zwei Frankfurts. Morgens liegt der Rothschild-Park unter dem Fenster, abends die Skyline vor dem Glas in der Oneseven Bar. Dazu der Spa im 18. Stock, der die Stadt aus einer Höhe zeigt, die sonst Bankern vorbehalten bleibt.

Was kostet der Spaß? Offizielle Einstiegspreise nennt das Hotel noch nicht. Buchungsportale zeigen Raten ab rund 380 Euro pro Nacht.

Reservierungen laufen über roomers-hotels.com.

Häufige Fragen

Wo liegt das Roomers ParkView genau, und was liegt in der Umgebung?
Das Hotel steht am Grüneburgweg 102 im Frankfurter Westend. Die Westend-Synagoge liegt rund 250 Meter entfernt, der Poelzig-Bau der Goethe-Universität und die Alte Oper sind zu Fuß erreichbar.
Was kostet ein Zimmer im Roomers ParkView?
Offizielle Preise nennt das Hotel noch nicht. Buchungsportale zeigen Raten ab rund 380 bis 410 Euro pro Nacht, damit spielt das Haus in der obersten Preisklasse Frankfurts.
Ist das Frühstück im Zimmerpreis enthalten?
Laut Buchungsportalen nicht, das Frühstücksbuffet kostet dort rund 49 Euro pro Person.
Was unterscheidet das ParkView vom Roomers Frankfurt Central?
Das Roomers Central nahe dem Hauptbahnhof gehört zur Autograph Collection von Marriott, das ParkView zur höher positionierten Luxury Collection.
Kann man im Roomers ParkView Marriott-Bonvoy-Punkte sammeln?
Ja, als Luxury Collection Hotel nimmt das Haus am Bonusprogramm Marriott Bonvoy teil.
Jennifer Latuperisa-Andresen
Je kälter, karger und einsamer es um sie herum wird, desto höher schlägt Jennys Herz. Wer braucht schon Palmen im Urlaub, wenn man auch Eisberge haben kann? Deshalb verbringt die Chefredakteurin aus dem Ruhrpott ihre Sommer auch gerne mal in der Arktis bei den Eisbären. Sie sagt: Das ewige Eis kann zur Sucht werden.