Wer vor dem Falkensteiner Spa Resort Marienbad hält, wäre über eine Kutsche in der Einfahrt vermutlich nicht sonderlich überrascht. Das Haus stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert und trägt seinen Jugendstil nach außen wie nach innen. Nach einer aufwendigen Sanierung und der Wiedereröffnung mit dem fünften Stern im Juni 2021 sind heute vier Gebäude miteinander verbunden: das historische Haus Pelnar, das Kurpalais, die Orangerie und die Villa Ferdinand.
In der Lobby fällt zuerst der Geruch auf. Dezent, mineralisch, schwer einzuordnen für alle, die zum ersten Mal in einer Kurstadt übernachten. Er kommt aus der hauseigenen Trinkhalle, in der die Alexandraquelle austritt. Das Becken ist aus Marmor, die Armaturen sind golden, und bis zum ersten Schluck Heilwasser sind es vom Check-in aus nur wenige Schritte.

Foto: Falkensteiner Hotels/Falkensteiner Spa Resort Marienbad
164 Zimmer und ein Kissenmenü mit Zirbenspänen
Von den 164 Zimmern und Suiten reicht das Spektrum vom klassischen Doppelzimmer bis zur Junior Suite. Vier Suiten bilden die Spitze des Angebots, jeweils mit 55 Quadratmetern Wohnfläche und einem großzügigen Balkon. Gäste, die sich in Häusern mit mehreren hundert Zimmern verloren fühlen, sind hier in der passenden Größenordnung unterwegs.
Ruhe liefert das Haus zuverlässig. Vor dem Fenster liegen Wald und Kurpark, Verkehrslärm bleibt die Ausnahme. Unterstützt wird der Schlaf durch ein kuratiertes Kissenmenü, dessen Auswahl länger dauern kann als erwartet. Zur Wahl stehen ein Kissen mit Zirbenholzspänen, dessen ätherische Öle den Herzschlag beruhigen sollen, ein anatomisches Formkissen zur Stützung von Nacken und Wirbelsäule, Varianten mit Dinkel, Buchweizen oder Kirschkernen sowie ein kleines Lavendelkissen für die letzten Minuten vor dem Einschlafen.
Frühaufsteher kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Der beheizte Außenpool öffnet bereits um sieben Uhr, laut Hotel ist es der einzige seiner Art in Marienbad.

Foto: Falkensteiner Hotels/Falkensteiner Spa Resort Marienbad
Das Acquapura Spa: Vier Saunen von 42 bis 95 Grad
Mit rund 2.500 Quadratmetern nimmt das Acquapura Spa einen erheblichen Teil des Hauses ein. Die Becken sind ganzjährig beheizt, darunter der Außenpool mit Unterwasserdüsen, ein Salzwasserpool und ein Whirlpool im Innenbereich.
Beim Saunieren lässt sich die Temperatur fein dosieren. Die Infrarotkabine arbeitet mit 42 Grad, das Dampfbad mit 60 Grad, die Bio-Sauna mit 55 Grad, und für alle, die es ernst meinen, steht die finnische Sauna mit 95 Grad bereit. Für den Gegenschlag danach sorgt die Kaskaden-Kaltwasserdusche.






