Foto: CTC Destination Canada
Kanada

Zitterwoche in Alberta: Durch den kanadischen Winter bei -40 Grad

Es gibt Kälte, die man fühlt. Und es gibt jene, die in die Gedanken kriecht, sie langsamer macht, ehrlicher vielleicht. In Alberta im Winter hat reisen-EXCLUSIV-Chefredakteurin Jenny beides gefunden. Zwischen weißen Gipfeln, gefrorenen Flüssen und einem Himmel, der nachts klingt, als würde er zerbrechen.

Die Straße windet sich durch Wälder, deren Äste durch die Last des Schnees so tief hängen, dass sie gefühlt jeden Moment brechen könnten. Das Thermometer zeigt minus 35 Grad. Der Motor brummt, aus meinem Kopfhörer tönt »Conga« von Gloria Estefan. Die Musik-Bild-Schere könnte nicht größer sein. Die Gefühlssituation in mir ist von Glück geprägt. Die malerische Landschaft in ihrer stillen Perfektion lässt mein Herz hüpfen. Wenn es nur nicht so unsagbar kalt wäre, dass ich mir künstliche Wärme anhand von Thermopads in die Handschuhe schieben muss. Als die Pads in ihrer vollen Kraft meine Hände wärmen, taucht die Mount Engadine Lodge auf – eine hölzerne Zuflucht in der wohl schönsten Schneelandschaft, die ich je gesehen habe.

Mount Engadine Lodge im Winter in Alberta, Kanada

Foto: Mount Engadine Lodge

Eingecheckt in der Mount Engadine Lodge

Die Lodge liegt in einem Hochtal, das wie vergessen wirkt – ein Ort, an dem die Welt kleiner wird und die Natur größer. Das Haus selbst gehört zu jenen, die leisen Luxus atmen, ohne es zeigen zu müssen. Drinnen riecht es nach Holz und Kaffee, das Licht fällt weich über breite Fensterrahmen. Wer hinausschaut, sieht nichts als Weiß und Weite – ein Panorama, das einem kurz den Atem raubt.

Die Zimmer sind urig und behaglich, mit massiven Balken, warmen Stoffen und dieser Art von Geborgenheit, die nach draußen zieht, statt drinnen zu halten. Zum Abendessen gibt es Wildlachs, außen kross, innen saftig, dazu ein Glas kanadischer Chardonnay. Zum Schluss steht ein Stück Pie auf dem Teller – warm, buttrig, genau richtig. Schmeckt hier besser als anderswo, vielleicht weil draußen die Welt aus Eis besteht. Nur das Feuer im Kamin hält noch ein leises Gespräch am Laufen.

Am Kamin spricht mich die Dame von der Rezeption an – roter Wollpulli, warmes Lächeln, wache Augen. »Sind Sie abenteuerlustig?«, fragt sie. Ich antworte aus reiner Höflichkeit und ohne groß nachzudenken: »Na klar!« Eine Aussage, die Konsequenzen haben wird.

Glamping bei Temperaturen jenseits des Gefrierpunktes

Denn statt in einem holzverkleideten Lodgezimmer mit dicker Bettdecke und wohltemperierter Gemütlichkeit lande ich in einem Glampingzelt. Wir erinnern uns: minus 35 Grad. Ich kann mein Glück kaum fassen – achtung, Ironie!

die Berge bei Banff im Winter in Alberta in Kanada

Foto: CTC Destination Canada

Das Zelt liegt traumhaft, keine Frage. Auf einem Ponton direkt am Hang, das Tal zu Füßen, der Himmel so klar, dass die Sterne aussehen, als hätte man sie speziell für mich angeknipst. Drinnen: ein Kingsize-Bett, ein eigenes Bad, sogar ein Holzöfchen, das tapfer gegen die Kälte kämpft. Nur eben Plane statt Wand. Ich trage drei Lagen Hosen, drei Lagen Pullover, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Aus Decken und Kissen baue ich mir eine Art Burg: Mein persönliches Iglu gegen den Frost. Nachts zur Toilette zu gehen, ist ein Abenteuer für sich. Jeder Schritt knirscht, die Luft sticht, und die größte Sorge gilt nicht dem Weg, sondern der Klobrille. Ich schwöre, sie fühlt sich so an, als könnte man an ihr easy festfrieren. Und zwar in Sekunden.

Ob das Abenteuer ist? Absolut. Ob ich das brauche? Definitiv nicht jeden Tag. Aber für eine Geschichte wie diese – perfekt. Schließlich schläft es sich inmitten unberührter Natur nie schlecht, selbst wenn man vor lauter Zittern vergisst, wie schön es draußen ist.

Auf zur Schneeschuhwanderung

Am nächsten Tag wartet ein erstes Mal auf mich: Schneeschuhwandern. Ich hatte ja noch die alten Modelle aus den Trapper-Filmen im Kopf – diese riesigen, aus Holz geflochtenen Dinger, die aussehen, als hätte jemand Tennisschläger zweckentfremdet. Stattdessen liegen hier futuristische Hartplastikversionen bereit, die mich eher an Marsmission als an Wildnis erinnern. Ich brauche gute fünf Minuten, um überhaupt zu verstehen, wie ich sie an die Schuhe bekomme. Auf einem vereisten Weg, versteht sich. Nach dem dritten Versuch bin ich schon aus der Puste, noch bevor ich den ersten Schritt getan habe.

Minus 37 Grad. Dazu weht eine Brise, die im Gesicht nicht kitzelt, sondern sticht. Cathy, mein Guide, reicht mir Vaseline. »Fürs Gesicht«, sagt sie. Ich lasse das für alle, die ihre Morgenroutine in Ehren halten, einfach mal so stehen.

Foto: Jennifer Latuperisa-Andresen

Dann geht es los. Unter meinen Füßen knirscht der Schnee in diesem tiefen, befriedigenden Rhythmus, der sich sofort in den Kopf setzt. Cathy stapft vorneweg, und ich versuche, in ihre Fußstapfen zu treten – im wahrsten Sinne des Wortes. Kein Vogel, kein Laut. Nur das leise Zischen des Windes und Wolken, die sich gemächlich vor die Sonne schieben. Ich hoffe inständig, dass sie bleibt. Wenn sie verschwindet, wird es noch kälter.

Der Härtetest für jede Winterjacke

Cathy erzählt unterwegs, wie Tiere und Pflanzen diese Temperaturen überstehen. Ich würde das gern weitergeben – aber ehrlich gesagt: Ich habe kein Wort behalten. Mein Kopf ist mit einer einzigen Frage beschäftigt: Hält diese sündhaft teure, super warme Jacke, was sie verspricht?

Am Abend kommt der Härtetest. Professionelles Sternegucken steht auf dem Programm – ganz gemütlich am Lagerfeuer, heißt es. Es ist wunderschön, wirklich. Der Himmel klar, das Licht der Flammen, die Dunkelheit drum herum. Aber vor lauter Zähneklappern kann ich kaum verstehen, welcher Stern jetzt welcher ist. Also gebe ich auf und genieße einfach den Anblick. Mein Gott, kann diese Welt bezaubernd sein – selbst unter gnadenlosen Bedingungen.

Banff: Kutschenfahrt am Lake Louise bei minus 40 Grad

Am nächsten Tag fahre ich Richtung Banff. Der Wind ist stärker hier, der Himmel klarer, die Kälte gnadenlos. Minus 40 Grad. Ich dachte, ich wüsste, was Winter bedeutet. Aber Alberta schreibt seine eigenen Regeln. Vieles, was ich eigentlich unternehmen wollte, fällt der Kälte zum Opfer. Also beginne ich den Tag weniger abenteuerlich, dafür umso romantischer.

Pferdekutschen im Winter in Banff in Kanada

Foto: Jennifer Latuperisa-Andresen

Ich stehe am Lake Louise, diesem legendären Ort, der im Winter wirkt, als hätte jemand die Zeit angehalten. Der See liegt gefroren und still, überzogen von einer Schicht aus glitzerndem Eis. Hunderte Menschen gleiten, stolpern oder schlittern darüber – eine Mischung aus Anmut und Slapstick. Gleich daneben erhebt sich das Fairmont Chateau Lake Louise, dieses ikonische Luxushotel, das schon in Frank Schätzings »Der Schwarm« eine Rolle spielte. Für mich war es immer ein Sehnsuchtsort. Ich mag es, wenn Fiktion und Wirklichkeit denselben Schauplatz teilen.

Drinnen warten Afternoon Tea und Kaminfeuer, draußen Pferdekutschen und frostige Stille. Ich entscheide mich für Letzteres. Eine dicke Decke liegt auf meinem Schoß, der Atem des Pferdes dampft, der See funkelt. Ja, es ist touristisch. Aber manchmal darf es das sein. Zu kalt, um auf die Berge zu steigen, zu glatt, um mit dem Fatbike Trails zu erobern. Also sitze ich einfach da, schaue auf das Weiß, das Blau, das Licht. Und für einen Moment fühlt sich alles genau richtig an.

Cocktail und Garnelen im Restaurant Fat Ox in Lake Louise

Foto: Jennifer Latuperisa-Andresen

Winterwanderung durch den Johnston Canyon

Doch hey, ein Tag später zeigt das Thermometer nur noch minus 28 Grad. Fast schon mild. Perfektes Wetter also für eine kleine Wanderung durch den Johnston Canyon. Doch vorher heißt es mal wieder, was an die Füße zu schnallen. Stollen dieses Mal für den festen Tritt. Für mich alles ein kleines Abenteuer. Die Schlucht liegt zwischen Banff und Lake Louise, durchzogen vom Johnston Creek, der sich im Winter in ein Kunstwerk aus Eis verwandelt. Über mir ragen Felswände, unter mir knirscht der Holzsteg, auf dem ich vorsichtig Schritt für Schritt vorankomme. Und teilweise wirklich ein wenig meine irrationale Höhenangst überwinden muss.

Doch es soll toll sein, sagt das Internet. Also geh, Jenny! Der Canyon ist bekannt für seine Wasserfälle – im Sommer donnernd, jetzt erstarrt zu gläsernen Vorhängen. Die Lower Falls schimmern bläulich, fast durchsichtig, während die Upper Falls wie eine gefrorene Kathedrale wirken.

Ich gehe durch Tunnel und über kleine Brücken, das Wasser fließt irgendwo tief unter dem Eis, kaum hörbar. Mein Guide erklärt, dass es nie ganz gefriert, weil unterirdische Quellen das Wasser stetig speisen. Ein echtes Highlight soll diese Wanderung bei Dunkelheit sein. Dann ist man noch ausgestattet mit einer Stirnlampe, die schwach im Mondschein glimmt. Doch ich habe schon andere Pläne.

Mensch vor einem See im Winter im Johnston Canyon in Alberta

Foto: Zachary Kyra-Derksen

Am Abend wartet etwas völlig anderes auf mich: ein Erlebnis, das sich Nightrise nennt. Schon der Name klingt ein bisschen nach Märchen und Weltraum zugleich. Ich nehme die Gondel auf den Sulphur Mountain, rund acht Minuten dauert die Fahrt, dann öffnet sich über mir ein Himmel aus Farben. Der Gipfel liegt in Dunkelheit, aber ringsum beginnt es zu leuchten: Musik, Lichtinstallationen, Projektionen, Stimmen, die von Felsen widerhallen. Alles pulsiert in Blau, Violett und Gold, wie ein Herzschlag des Berges selbst.

Das Event wurde gemeinsam mit der indigenen Stoney Nakoda Nation entwickelt. Ihre Geschichten und Mythen fließen in die Inszenierung ein, und genau das verleiht dem Ganzen Tiefe. Zwischen den Klängen und Bildern taucht immer wieder dieses Gefühl auf, dass der Berg lebt, dass hier etwas erzählt wird, das älter ist als alles, was ich sehen kann.

Ich bleibe lange oben. Laufe über die Aussichtsstege, die sich über das Gipfelplateau ziehen, sehe die Schatten der Rockies im Licht verschwimmen. Der Wind ist eisig, die Finger taub, aber ich will noch nicht runter. Tief unten funkelt Banff, ein kleines Lichtermeer im Tal. Irgendwann gehe ich ins warme Gebäude, trinke etwas Heißes, sehe zu, wie sich das Farbenspiel langsam verliert. Unten im Tal wartet wieder die Dunkelheit, still und schwarz. Aber oben, auf 2.281 Metern, hat für einen Moment alles geglänzt – der Himmel, der Schnee, sogar die Kälte. Und vielleicht auch ich ein bisschen.

Métis Crossing – Die Kälte der Erinnerung

Der letzte Teil meiner Reise führt mich nach Norden, fast bis an die Grenze der Provinz Saskatchewan. Man nennt sie die Prärie-Provinz – kein Wunder also, dass die Landschaft flacher wird. Ein bisschen erinnert sie mich an Schleswig-Holstein, wo man morgens schon sieht, wer abends zu Besuch kommt. Doch Métis Crossing liegt nicht einfach in dieser Weite, es schwebt irgendwo dazwischen – zwischen Schnee, Himmel und Geschichte.

Hier wird die Natur noch ein Stück unfreundlicher, als ich sie bisher kannte. Und das will was heißen. Denn so unglaublich es klingt: Die Temperaturen sollen in den nächsten Tagen auf unter minus 50 Grad fallen. Bevor ich allerdings erkläre, was ich hier draußen tue, muss ich kurz ausholen.

Porträt von Shirley, eine Métis-Frau, in Métis Crossing

Shirley von der Gruppe der Métis I Foto: Jennifer Latuperisa-Andresen

Die Métis sind eine indigene Volksgruppe, entstanden im 17. Jahrhundert durch die Verbindung europäischer Pelzhändler – meist von der Hudson’s Bay Company – mit indigenen Frauen, vor allem aus den Völkern der Cree, Ojibwe und Saulteaux. Daraus entstanden eine eigene Sprache, Michif, und eine eigenständige Kultur – irgendwo zwischen den First Nations und den europäischen Kolonisten. Seit 1982 sind die Métis offiziell als indigene Nation anerkannt und bewahren ihr Erbe, ohne in der Vergangenheit zu verharren.

Auf den Spuren der indigenen Bevölkerung

Ich werfe mir einen Capote über – ein langer, warmer Mantel aus dicker Wolle, verziert mit Fransen und einem breiten Gürtel, dem typischen Sash. Er besteht aus Point Blankets, den ikonischen Hudson’s-Bay-Decken. Früher war dies das Standard-Outfit jedes Métis im Winter, heute ist es ein Stück lebendige Geschichte. Und ganz nebenbei: hervorragend warm.

Dann geht es raus in den Schnee. Schneeschuhe an den Füßen – hey, mittlerweile bin ich Profi –, denn heute soll ich lernen, in dieser Eiseskälte ein Feuer zu entfachen. Ohne Hilfsmittel, nur mit dem, was ich hier finde. Die Luft schneidet, jeder Atemzug brennt in der Lunge, jeder Schritt knirscht, als würde er direkt im Kopf widerhallen. Nach 20 Minuten eifrigen Ratschens entsteht der erste Funke.

Foto: CTC Destination Canada

Leichtes Pusten, vorsichtiges Abschirmen – und das Geäst fängt tatsächlich Feuer. Rüdiger Nehberg wäre stolz auf mich. Ich stehe da, mitten in der Winterwildnis, und starre auf die kleine Flamme, als wäre sie ein Wunder. Später tanzen wir. Kein Scherz. In Métis Crossing gehört das dazu. Fiedelmusik, schnelle Schritte, rote Wangen, Lachen, das durch die kalte Luft hallt. Ich versuche mitzuhalten – mehr schlecht als recht –, aber der Spaß ist echt.

Danach sitze ich mit Shirley am Kamin. Sie erzählt von den alten Zeiten, als die Métis mit Schneeschuhen durch die Wildnis zogen, als Feuer Wärme bedeutete und Geschichten Schutz. Ich höre zu, sehe die Funken aufsteigen und denke, dass Kälte genau das bewirkt: Sie reduziert. Auf das Wesentliche. Und auf Nähe. Auf Atem.

Schlafen im Sky Dome unter Nordlichtern

Nachts liege ich in einem gläsernen Dome – ja, wieder eine Art Glamping, diesmal mit kleiner Kitchenette und Heizung. Trotzdem bleibt es kühl, stabile Wände gibt es auch hier nicht. Aber das stört mich nicht. Ich liege eingehüllt in Decken und starre in den Himmel. Dort tanzen die Nordlichter, eleganter als ich ein paar Stunden zuvor. Ich fühle mich dem Himmel so nah, dass ich ihn fast berühren könnte. Draußen pfeift der Wind, das Thermometer zeigt minus 51 Grad. Ich halte den Atem an, höre mein Herz schlagen, sehe mein Spiegelbild im Glas. Und bin dankbar.

gläserner Sky Dome am Métis Crossing in Kanada im Winter

Foto: CTC Destination Canada

Für einen Moment fühle ich mich eins mit dieser Stille – und begreife, dass Zittern nicht nur Angst bedeutet. Es ist auch Staunen. Am Morgen taut der Himmel langsam auf. Das Licht ist weich, die Kälte hat Risse bekommen. Ich stehe draußen, der Schnee reicht mir bis zu den Knöcheln, und atme diesen klaren, schneidenden Morgen ein. Mein Atem hängt in der Luft, als wolle er bleiben. Alles um mich herum glitzert, als hätte die Nacht sich in Kristalle aufgelöst.

Das Geheimnis dieser Landschaft

Ich denke an Kananaskis, an Banff, an die Métis und ihre Geschichten. An all die Stille, die Weite, die Kälte, die mich zittern ließ – und an das, was sie mir gezeigt hat: dass Schönheit manchmal unbequem ist, dass Stille lauter sein kann als jedes Wort und dass selbst im härtesten Winter etwas glüht. Vielleicht ist das das Geheimnis dieser Landschaft. Sie nimmt einem die Wärme, um einem das Wesentliche zurückzugeben. Und während ich ein letztes Mal in den Schnee blicke, denke ich: Alberta hat mich ganz schön durchgepustet – im besten Sinne.

Chefredakteurin Jenny bei -40 Grad im Winter in Alberta in Kanada

Foto: Jennifer Latuperisa-Andresen

Mehr Infos zu Reisen im Winter nach Alberta in Kanada

  • Anreise: Air Canada fliegt nonstop mehrmals die Woche ab Frankfurt am Main nach Calgary. Mit Umstieg in Toronto bzw. Montréal ist ein Flug täglich möglich, in Kooperation mit der Lufthansa. Von dort aus am besten ein Mietauto nehmen und sich nicht davor scheuen, bei diesem Wetter zu fahren. Alle Kanadier sind hilfsbereit, halten Abstand und kennen die Bedingungen sehr gut.
  • Richtig viele Infos zu Kanada findest du auf unserem Kanada-Blog #kanadastisch.
  • In diesem Artikel hat Chefredakteurin Jenny ihre Tipps bei diesen eisigen Temperaturen im kanadischen Winter zusammengestellt.
  • Für den Winter in Banff haben wir noch weitere Tipps für spannende Erlebnisse.

Häufige Fragen

Wie kalt wird es im Winter in Alberta?
Sehr kalt. Das Thermometer schwankt im Winter in Alberta zwischen minus 28 und minus 51 Grad. Thermopads in den Handschuhen, mehrere Kleidungsschichten und Vaseline fürs Gesicht helfen gegen den Frost.
Welche Winteraktivitäten kann man in Alberta erleben?
Zum Beispiel Schneeschuhwandern, Sternegucken am Lagerfeuer, eine Pferdekutschenfahrt am gefrorenen Lake Louise und eine Wanderung mit Stollen durch den Johnston Canyon mit seinen gefrorenen Wasserfällen.
Wer sind die Métis?
Die Métis sind eine indigene Bevölkerungsgruppe Kanadas. Sie gehen auf Verbindungen zwischen europäischen Pelzhändlern und Frauen verschiedener First Nations zurück und haben eine eigene Sprache und Kultur entwickelt. Seit 1982 sind sie offiziell als indigenes Volk anerkannt.
Kann man in Alberta Nordlichter beobachten?
Ja, besonders im Norden der Provinz, wo die Landschaft weit und flach ist und kaum künstliches Licht stört. In klaren Winternächten stehen die Chancen gut, die Polarlichter zu sehen.
Jennifer Latuperisa-Andresen
Je kälter, karger und einsamer es um sie herum wird, desto höher schlägt Jennys Herz. Wer braucht schon Palmen im Urlaub, wenn man auch Eisberge haben kann? Deshalb verbringt die Chefredakteurin aus dem Ruhrpott ihre Sommer auch gerne mal in der Arktis bei den Eisbären. Sie sagt: Das ewige Eis kann zur Sucht werden.