Foto: Alex Moling
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LaPosch Living Lands: Chalet-Dorf an der Zugspitze erfindet sich neu

Das Chalet-Dorf LaPosch in Biberwier hat sich neu erfunden. Sechs der zehn neuen Logen liegen direkt am Ufer der Loisach, jede mit eigener Sauna und Hot Pot unter freiem Himmel. Zwischen Staudenbeeten und Wasserläufen erstreckt sich ein 50 Meter langer Pool. Abends lockt das Torhaus mit dem neuen Restaurant Klaras und der Flora Bar, der Blick schweift dabei über die Wiesen zur Zugspitze. Das Haus ist ein echter Hingucker! 

Die Geschichte beginnt mit einem fremden Blick auf die eigene Heimat. Dominik Posch studierte in Paris Internationale Wirtschaft und reiste viel. Unterwegs begegnete ihm immer wieder das Bild, das andere von Tirol im Kopf tragen: Berghütten, Kaminfeuer, Wiesen unter steilen Gipfeln. Zurück in Biberwier plante er 2007 sechs Chalets, 2009 kamen die ersten Gäste. Seine Frau Amelie, gelernte Hotelkauffrau, lernte er 2013 auf dem Oktoberfest kennen. Seitdem führen die beiden das Dorf gemeinsam. Es wuchs auf 16 Chalets, Lodges und Villen, dazu kamen der Kristallsee und eine kleine Kapelle.

Terrasse einer Waldbach-Loge von LaPosch Living Lands mit Hot Pot, Wiese und Bachlauf

Foto: Alex Moling

Ein paar weitere Chalets hätten gereicht, das Modell funktionierte. Architekt Martin Gruber erinnert sich an den Anruf der Gastgeber: »Als die beiden mich angerufen und gesagt haben, wir wollen uns ein Stück weit neu erfinden, war ich dabei.« Mit dem Südtiroler, dem Interior-Studio atelier zürich und der französischen Künstlerin Claire de Quénetain entstand eine Erweiterung mit begrünten Dächern, die aus der Talwiese herauszuwachsen scheint.

Wo liegt’s? Biberwier liegt in der Tiroler Zugspitz Arena, zwischen Lermoos und dem Fernpass. Das Resort grenzt direkt an die Loisach. Der Gebirgsfluss entspringt nahe dem Fernpass und mündet nach 113 Kilometern bei Wolfratshausen in die Isar. Über dem Tal ragt die Zugspitze auf. Zur Ehrwalder Almbahn fahren Gäste rund fünf Minuten mit dem Auto, nach Garmisch-Partenkirchen sind es rund 25 Kilometer. Innsbruck und München sind die nächsten Flughäfen. Im Dorf selbst haben Autos Pause, sie parken auf einem überdachten Parkplatz.

Wie viele Zimmer? Zu den 16 bestehenden Chalets, Lodges und Villen kommen zehn neue Logen, insgesamt also 26 Einheiten. Sechs Waldbach-Logen liegen direkt am Fluss, jede zwischen 138 und 152 Quadratmetern groß. Sie bestehen aus zwei Flügeln. Im Tagbereich gruppiert sich eine frei geschwungene Sitzlandschaft um den Kamin, dahinter liegt ein Küchenblock mit Essecke. Der Nachtbereich vereint Schlafzimmer, Bad und eigene Sauna. Draußen gehören Hot Pot und Zugang zum Ufer dazu. Im Winkel zwischen den Flügeln steht ein Tisch mit beheizter Bank aus Stein oder Holz, für Abende im Freien auch bei Schnee.

Lounge im Torhaus von LaPosch Living Lands mit Hängekamin, gestreiften Sesseln und raumhohen Fenstern zum Garten

Foto: Alex Moling

Im neuen Torhaus liegen drei Blütenschimmer-Logen mit 100 bis 112 Quadratmetern, Kamin und Wanne auf der Sonnenterrasse. Die größte Einheit ist die Himmelsbad-Loge mit 233 Quadratmetern, zwei Schlafzimmern, Sauna und privatem Pool. Die Räume im Torhaus messen bis zu fünf Meter in der Höhe, der Blick schweift über Felder und Wiesen in die Berge.

Gebaut aus der Wiese

Was steckt hinter dem Haus? Martin Gruber kennen die Poschs aus der gemeinsamen Arbeit am eriro Alpine Hide. Der Südtiroler lässt seine Bauten aus der Landschaft wachsen. Begrünte Dächer folgen dem Gelände, die Linien schwingen sanft, aus der Vogelperspektive dominiert Grün. Holz stammt aus dem eigenen Wald, Wasser aus einer örtlichen Quelle. Gruber denkt in langen Zeiträumen: »Materialien dürfen sich verändern und schließlich ist das gute Material noch da, wenn ich als Architekt längst nicht mehr da bin.«

Innen arbeitete atelier zürich unter der Leitung von Claudia Silberschmidt. Die Bauherren wünschten sich eine Verbindung aus Tiroler Handwerk und französischer Eleganz. Das Kiesbett der Loisach stand Pate für das Kieselmosaik der Böden. Bordeauxrote Kaminfliesen und Sofastoffe mit Gobelinmustern wärmen die Räume. Im Torhaus trägt der Kamin die Form eines Blütenstempels, das Hirnholzparkett erinnert an ausgetrockneten Wiesenboden. Claire de Quénetain entwarf für das Haus ein eigenes Muster für Stoffe und Tapeten, dazu sechs Wandgemälde. Die Türen der Waldbach-Logen und des Torhauses bemalte die Künstlerin im April 2026 vor Ort von Hand.

Foto: Alex Moling · 50-Meter-Longpool von LaPosch Living Lands mit Sonnenschirmen und Liegen vor dem Zugspitzmassiv. Foto: Alex Moling

Wo essen und trinken? Im Torhaus befindet sich das neue Signature-Restaurant »Klaras«, benannt nach Dominik Poschs Großmutter. Es setzt auf offene Küche und Chef’s Table. In den Tischplatten stecken eingegossene Blüten, gesammelt von den drei Kindern der Gastgeber.

Unter demselben Dach hat das Zwei-Hauben-Restaurant »Walters« seinen Platz, das seit 2017 zum Dorf gehört. Für den Abend gibt es die »Flora Bar« und eine Lounge. Der Garten liefert Kräuter, Gemüse und Obst für Küche und Bar. Bewährtes bleibt: Das Frühstück stellen Gäste am Vortag aus 47 Zutaten zusammen, morgens steht es im Vorraum der Unterkunft. Zwischen 8.15 und 9.45 Uhr fährt das Eiermobil durchs Dorf und bringt Eierspeisen an die Tür. Auf Wunsch kommt auch das Abendessen ins Chalet.

Baden im Garten

Was kann man unternehmen? Mittelpunkt des neuen Gartenbads ist ein 50 Meter langer Outdoor-Pool. Dazu kommen ein Indoorpool, ein Watsu-Becken, Sauna, Dampfbad, Yoga-, Ruhe- und Behandlungsräume. Ein Gewächshaus dient als Ruheraum. Paare ziehen sich in die Private Spa Suite zurück, Familien nutzen einen eigenen Bereich mit Babypool. Böden und Wände im Badehaus bestehen aus Terracotta. Rund um das Bad pflanzte der Südafrikaner Leon Kluge gemeinsam mit den Gastgebern und vielen Helfern über 12.000 Stauden, inspiriert von den Gärten des Niederländers Piet Oudolf. Dazu gehören ein 1.800 Quadratmeter großer Waldgarten, Wasserläufe und Bienenstöcke. Vor der Tür liegt die Zugspitz Arena mit Pisten, Loipen und Rodelbahnen im Winter, Wanderwegen und Bergtouren im Sommer.

Gefliester Kamin in Bordeauxrot und Sitzfenster mit Kissen in der Himmelsbad-Loge von LaPosch Living Lands

Foto: Alex Moling

Highlight des Hotels? Die Waldbach-Logen. Morgens rauscht die Loisach vor der Terrasse, abends knistert der Kamin hinter Türen, die Claire de Quénetain von Hand bemalt hat.

Was kostet der Spaß? Offizielle Preise für die neuen Logen nennt das Haus noch nicht. Buchungsportale listen Aufenthalte ab rund 1.050 Euro pro Nacht inklusive Frühstück.

Buchung und weitere Infos auf laposch.com.

Häufige Fragen

Hieß LaPosch früher Dein Bergaway?
Ja, von 2019 bis zur Erweiterung im August 2026 firmierte das Chalet-Dorf als LaPosch Dein Bergaway, davor schlicht als LaPosch.
Wann eröffnete LaPosch Living Lands?
Die Erweiterung des Chalet-Dorfs in Biberwier ging am 30. August 2026 in Betrieb.
Hieß LaPosch früher Dein Bergaway?
Ja, bis zur Erweiterung im Sommer 2026 firmierte das Chalet-Dorf als LaPosch Dein Bergaway.
Wo liegt LaPosch Living Lands?
In Biberwier in Tirol, direkt an der Loisach und am Fuß der Zugspitze.
Wie viele Unterkünfte hat LaPosch Living Lands?
Zu den 16 Chalets, Lodges und Villen kamen zehn neue Logen, darunter sechs Waldbach-Logen am Fluss und die Himmelsbad-Loge mit privatem Pool.
Was kostet ein Aufenthalt bei LaPosch Living Lands?
Buchungsportale listen Aufenthalte ab rund 900 Euro pro Nacht inklusive Frühstück, offizielle Preise für die neuen Logen nennt das Haus noch nicht.
Welche Restaurants gibt es bei LaPosch?
Das neue Signature-Restaurant Klaras mit Chef's Table, das Zwei-Hauben-Restaurant Walters und die Flora Bar.
Wer hat LaPosch Living Lands gestaltet?
Architekt Martin Gruber aus Südtirol, das Interior-Studio atelier zürich und die französische Künstlerin Claire de Quénetain.
Jennifer Latuperisa-Andresen
Je kälter, karger und einsamer es um sie herum wird, desto höher schlägt Jennys Herz. Wer braucht schon Palmen im Urlaub, wenn man auch Eisberge haben kann? Deshalb verbringt die Chefredakteurin aus dem Ruhrpott ihre Sommer auch gerne mal in der Arktis bei den Eisbären. Sie sagt: Das ewige Eis kann zur Sucht werden.