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Frankreich

Höchster Berg der Alpen: Spannende Fakten über den Mont Blanc

Er ist der höchste Berg der Alpen und ein Sehnsuchtsziel für Bergsteiger aus aller Welt. Doch der Mont Blanc birgt weit mehr als spektakuläre Gipfelblicke. Welche Besonderheiten den »Weißen Berg« so faszinierend machen, zeigt unser Überblick.

Wenige Gipfel üben auf Bergsteiger, Wanderer und Naturliebhaber eine solche Faszination aus wie der Mont Blanc. Mit seiner schneebedeckten Kuppe überragt er die Alpen und lockt jedes Jahr Hunderttausende Besucher in die Grenzregion zwischen Frankreich und Italien. Doch der berühmte Berg ist weit mehr als ein Traumziel für Alpinisten. Rund um den »Weißen Berg« warten schöne Aussichten, Gletscher, Seilbahnen und charmante Bergorte, die auch ohne Gipfelbesteigung ein tolles Erlebnis bieten.

Der Mont Blanc spiegelt sich in einem Bergsee vor den Gipfeln des Mont-Blanc-Massivs in den französischen Alpen.

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Wo liegt der Mont Blanc?

Zunächst müssen wir den Berg genau verorten: Der Mont Blanc erhebt sich im Mont-Blanc-Massiv in den Westalpen und bildet einen Teil der Grenze zwischen Frankreich und Italien. Die Frage, in welchem Land der Gipfel genau liegt, sorgt allerdings seit Jahrzehnten für Diskussionen. Frankreich betrachtet den höchsten Punkt vollständig als französisches Staatsgebiet, während Italien den Gipfel auf der Grenze beider Länder sieht. Unabhängig davon gilt der Berg als gemeinsames Wahrzeichen der gesamten Alpenregion.

Der bekannteste Ausgangsort ist Chamonix im französischen Département Haute-Savoie. Auf italienischer Seite zieht Courmayeur Besucher an. Beide Orte sind durch den fast zwölf Kilometer langen Mont-Blanc-Tunnel miteinander verbunden.

Wie hoch ist der Mont Blanc?

Der Mont Blanc ist der höchste Berg der Alpen und Westeuropas. Seine Höhe verändert sich allerdings regelmäßig. Der Grund: Auf dem felsigen Gipfel liegt eine mehrere Meter dicke Schnee- und Eiskappe, deren Stärke sich je nach Wetter und Jahreszeit verändert. Deshalb vermessen Geodäten den Berg alle zwei Jahre neu. Die zuletzt veröffentlichten Messungen ergaben eine Höhe von rund 4.805 Metern. Je nach Schneefall kann der Gipfel jedes Mal einige Meter höher oder niedriger ausfallen.

Warum heißt der Berg Mont Blanc?

Der Name bedeutet übersetzt schlicht »Weißer Berg«. Er verweist auf die gewaltigen Gletscher und die ganzjährige Schneedecke, die den Gipfel weithin sichtbar erscheinen lassen. Schon aus großer Entfernung hebt sich der Berg wie eine weiße Kuppel über den umliegenden Gipfeln ab.

Seit wann wird der Mont Blanc bestiegen?

Lange galt der Mont Blanc als unerreichbar. Erst im Jahr 1786 gelang Jacques Balmat und Michel-Gabriel Paccard die erste dokumentierte Besteigung. Dieses Ereignis gilt als Geburtsstunde des modernen Alpinismus. Heute versuchen jedes Jahr mehrere Tausend Bergsteiger den Gipfel zu erreichen. Die klassische Route über das Goûter-Haus gehört zu den bekanntesten Anstiegen Europas.

Ist eine Besteigung für Hobbywanderer geeignet?

Nein. Trotz seiner Popularität ist der Mont Blanc kein Wanderberg. Der Aufstieg führt über Gletscher, steile Schneeflanken und ausgesetzte Grate. Höhenkrankheit, Wetterumschwünge, Steinschlag und Gletscherspalten machen die Tour anspruchsvoll und gefährlich.

Wer den Gipfel besteigen möchte, sollte über alpine Erfahrung verfügen oder sich einer erfahrenen Bergführerin oder einem Bergführer anschließen. Zudem gelten auf einigen Routen inzwischen Zugangsbeschränkungen, um die Natur zu schützen und Unfälle zu vermeiden.

Wanderung zum Lac Blanc

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Welche Gletscher prägen den Mont Blanc?

Das Mont-Blanc-Massiv gehört zu den größten zusammenhängenden Gletscherregionen Europas. Besonders beeindruckend ist das Mer de Glace, das »Eismeer«. Es ist Frankreichs größter Gletscher und kann von Chamonix aus mit der historischen Zahnradbahn Montenvers erreicht werden.

Doch wie fast alle Alpengletscher leidet auch das Mer de Glace unter dem Klimawandel. Seit dem 19. Jahrhundert hat sich die Eiszunge um mehrere Kilometer zurückgezogen. Besucher sehen den Wandel unmittelbar: Jahr für Jahr müssen zusätzliche Treppen gebaut werden, um vom Aussichtspunkt bis zum Eis zu gelangen.

Welche Ausflüge lohnen sich?

Auch ohne Bergsteigerambitionen lässt sich der Mont Blanc erleben. Ein Höhepunkt etwa ist die Seilbahn auf die Aiguille du Midi. Innerhalb von rund 20 Minuten bringt sie Besucher auf 3.842 Meter Höhe. Von der Aussichtsplattform reicht der Blick über zahllose Viertausender bis tief in die Alpen.

Mutige können dort den gläsernen Aussichtskasten »Le Pas dans le Vide« betreten, der mehrere Hundert Meter über dem Abgrund schwebt. Ebenfalls beliebt ist die Fahrt mit der Zahnradbahn zum Mer de Glace oder eine Wanderung rund um Chamonix. Zahlreiche Panoramawege bieten spektakuläre Ausblicke auf den höchsten Berg der Alpen, ohne dass alpine Vorkenntnisse erforderlich sind.

Welche Tiere leben rund um den Mont Blanc?

Der Naturraum rund um den Mont Blanc ist erstaunlich artenreich. Mit etwas Glück lassen sich Steinböcke beobachten, die selbst steile Felswände scheinbar mühelos erklimmen. Auch Gämsen, Murmeltiere, Steinadler und Bartgeier gehören zur Tierwelt der Hochalpen.

Alpensteinbock steht auf einem felsigen Hang oberhalb der Wälder rund um den Mont Blanc.

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Im Sommer verwandeln sich viele Almwiesen in Blumenlandschaften mit Enzian, Alpenrosen und Edelweiß.

Warum ist der Mont Blanc vom Klimawandel betroffen?

Kaum eine Alpenregion zeigt die Folgen der Erderwärmung so deutlich wie das Mont-Blanc-Massiv. Die Gletscher schmelzen, der Permafrost taut auf und Felsstürze nehmen zu. Einige klassische Kletterrouten müssen deshalb zeitweise gesperrt werden.

Forscher beobachten diese Veränderungen seit Jahren. Für Besucher wird der Klimawandel dadurch unmittelbar sichtbar, etwa am stark geschrumpften Mer de Glace oder an den freigelegten Felsflächen rund um den Gipfel.

Ein Berg voller Mythen und Rekorde

Der Mont Blanc ist weit mehr als nur der höchste Berg der Alpen. Er markiert die Geburtsstätte des Alpinismus, ist Symbol für die Schönheit der Hochgebirge und zugleich ein eindrucksvolles Beispiel für die Folgen des Klimawandels. Wer ihn besucht, muss den Gipfel nicht unbedingt erklimmen. Schon eine Fahrt zur Aiguille du Midi oder eine Wanderung durch das Tal von Chamonix zeigt, warum der »Weiße Berg« seit Jahrhunderten Menschen aus aller Welt begeistert.

Häufige Fragen

Wann ist die beste Reisezeit für den Mont Blanc?
Für Wanderungen und Ausflüge rund um den Mont Blanc eignen sich vor allem die Monate Juni bis September. Wer die Bergwelt möglichst ruhig erleben möchte, reist im Juni oder September. Wintersportler finden zwischen Dezember und April meist beste Bedingungen.
Wie kommt man am besten zum Mont Blanc?
Der wichtigste Ausgangsort ist Chamonix in Frankreich. Die Region ist mit dem Auto, der Bahn oder über die Flughäfen Genf, Lyon und Turin gut erreichbar. Von Italien führt der Mont-Blanc-Tunnel direkt nach Chamonix.
Ist ein Urlaub am Mont Blanc teuer?
Allerdings. Chamonix zählt zu den teuersten Urlaubsorten der französischen Alpen. Für ein 3-Sterne-Hotel sollten Reisende in der Hauptsaison meist 150 bis 250 Euro pro Nacht für ein Doppelzimmer einplanen. 4-Sterne-Hotels beginnen häufig bei 250 bis 400 Euro, Luxushotels liegen oft deutlich darüber. Wer außerhalb der Ferien reist oder in kleineren Orten der Umgebung übernachtet, kann spürbar sparen.
Wie teuer sind Seilbahnen und Ausflüge am Mont Blanc?
Eine Hin- und Rückfahrt mit der berühmten Seilbahn zur Aiguille du Midi kostet für Erwachsene – je nach Buchungszeitpunkt – ab etwa 60 Euro, der reguläre Preis liegt bei 83 Euro. Wer mehrere Bergbahnen nutzen möchte, kann mit dem Mont Blanc MultiPass Geld sparen.
Frank Störbrauck
Brasilien ist sein Ding. Hier feiert Frank gerne ausgelassene Strandpartys bis tief in die warme Nacht. Klar, die Copacabana ist dafür in aller Munde, ihn zieht es allerdings viel lieber nach Salvador, wo die Strände nicht weniger traumhaft sind. Pluspunkt dort: Die Partys sind kleiner und mit den Locals kommt man schneller ins Gespräch.