Wo liegt’s? Das Nobu Hotel Madrid liegt zentral an der Calle de Alcalá 26 im Viertel Las Cortes. Es befindet sich zwischen der Puerta del Sol und der Plaza de Cibeles, nur wenige Gehminuten vom Retiro-Park und vom Paseo del Prado entfernt. Untergebracht ist das Hotel in einem ehemaligen Bürogebäude, das früher unter anderem Sitz der Banco Popular war.

Foto: Nobu Hotel Madrid
Wie viele Zimmer? Das Hotel verfügt über 50 Zimmer und Suiten in zehn Kategorien. Die Bandbreite reicht vom Superior und Deluxe Room bis zu den Suiten Zen, Hikari, Yuhi und Nobu. Spitzenkategorie ist die 105 Quadratmeter große Nobu Suite in der obersten Etage. Sie besitzt zwei Schlafzimmer, einen offenen Wohn- und Essbereich und eine private Terrasse.

Foto: José Salto / Nobu Hotel Madrid
Japanischer Minimalismus trifft auf die Geschichte einer ehemaligen Bank
Was verspricht das Interieur? Das Nobu Hotel Madrid verbindet die japanisch geprägte Ästhetik der Marke mit einem eigenständigen Madrider Charakter. Für die Zimmer zeichnet der spanische Designer Tomás Alía vom Studio Caramba verantwortlich, während Gronda Restaurant, Bar und Lobby gestaltet hat.
Besonders deutlich wird das Konzept im Restaurant. Bronzegetönte Decken, dunkle Steinböden und Holzvertäfelungen schaffen eine warme, eher intime Atmosphäre. Erdige und neutrale Farben bestimmen die Polster und Textilien. Gleichzeitig öffnen bodentiefe Fenster den Raum zur Stadt. Eine offene Küche macht die Arbeit des Küchenteams zum Teil des Restaurant-Erlebnisses.
Ein schönes Detail findet sich im Untergeschoss. Das Gebäude diente früher als Bank, und Teile dieser Vergangenheit blieben erhalten. In den Toiletten der Cocktailbar wurden unter anderem massive Tresorwände und alte Schließfächer integriert. Damit bekommt das ansonsten sehr zeitgenössische Nobu-Design einen direkten Bezug zur Geschichte des Hauses.

Foto: José Salto/Nobu Hotel Madrid
Nobu Matsuhisa bringt seine japanisch-peruanische Küche nach Madrid
Wo essen und trinken? Kulinarisch fährt das Nobu Hotel Madrid groß auf. Herzstück ist das erste Nobu-Restaurant der spanischen Hauptstadt. Die Küche von Nobuyuki »Nobu« Matsuhisa verbindet japanische Techniken mit südamerikanischen Einflüssen. Serviert werden bekannte Klassiker wie Black Cod Miso und Yellowtail Jalapeño sowie Sushi und Sashimi. In Madrid kommen bewusst regionale Produkte hinzu, darunter Wolfsbarsch von den Kanaren und Thunfisch aus dem Mittelmeer. Die Weinkarte kombiniert bekannte spanische Erzeuger mit internationalen Weinen und weniger bekannten Entdeckungen.

Foto: José Salto/Nobu Hotel Madrid
Vom Banktresor bis zum Rooftop: Bars auf mehreren Ebenen
Doch das Restaurant ist nur ein Teil des Konzepts. Im Untergeschoss befindet sich eine intime Cocktailbar, in der von Mittwoch bis Samstag DJs auflegen. Im Mittelpunkt steht ein hochwertiges Vinyl-Soundsystem. Die Karte konzentriert sich auf Martini-Cocktails und Neuinterpretationen spanischer Klassiker. Dazu gehören etwa Nobu Style Gildas sowie Blauschimmelkäse-Kroketten mit Toro.

Foto: José Salto/Nobu Hotel Madrid
Im siebten Stock wartet »The Rooftop« mit Panoramablick über Madrid. Die Dachterrasse ist vor allem auf den Sonnenuntergang und den frühen Abend zugeschnitten. Spritz-Variationen, leichte Highballs und saisonale Drinks begleiten Gerichte zum Teilen. Auf der Karte stehen beispielsweise Wolfsbarsch-Kokos-Ceviche, Garnelen mit Shiso-Salsa sowie ungewöhnliche Interpretationen spanischer Klassiker wie Tortilla mit Dry Miso oder ein Salmon Bikini mit Kaviar. DJs sorgen von Mittwoch bis Samstag für Musik.
Hinzu kommt die Lobby Lounge, die von morgens bis abends geöffnet ist. Für den Kaffee arbeitet das Hotel mit lokalen Röstereien zusammen und verwendet drei eigens ausgewählte Bohnensorten. Kombucha, offene Weine und Cocktails ergänzen das Angebot. Auch leichte Lunchgerichte und eine Nobu-Version des Club Sandwich stehen auf der Karte.
Prado, Retiro und Gran Vía liegen fast vor der Haustür
Was kann man in der Umgebung unternehmen? Für eine Erkundungstour durch Madrid ist die Lage nur schwer zu toppen. Puerta del Sol, Gran Vía und Plaza de Cibeles liegen praktisch vor der Haustür. Auch der Retiro-Park sowie das sogenannte Goldene Dreieck der Kunst mit Prado, Museo Thyssen-Bornemisza und Museo Reina Sofía lassen sich zu Fuß erreichen. Restaurants, Bars und Geschäfte gibt es rund um Las Cortes ebenfalls reichlich.
Highlight des Hotels? Ganz klar die Gastronomie. Nobu eröffnet hier nicht einfach ein Hotelrestaurant, sondern inszeniert sein gastronomisches Konzept über drei Ebenen, ergänzt um Listening-Bar und Rooftop. Dass es sich zugleich um das erste Nobu-Restaurant Madrids handelt, macht diesen Teil des Hotels interessanter als die für die Marke typische Kombination aus japanischem Minimalismus und Luxuszimmern.
Was kostet der Spaß? Günstig ist das neue Nobu erwartungsgemäß nicht. Zum Eröffnungszeitpunkt wurden die günstigsten Zimmer für rund 590 Euro pro Nacht angeboten. Rund um den ersten Formel-1-Grand-Prix in Madrid stiegen die Preise zeitweise sogar auf etwa 1.500 Euro für das günstigste Zimmer. Die tatsächlichen Preise hängen also stark von Termin und Zimmerkategorie ab.
Weitere Informationen und Buchung auf der Webseite des Nobu Hotels Madrid.

