Ob Straßenkunst und ein altes Passagierschiff auf einer Brücke als Kult-Location im Schlachthofviertel, Jugendstil- und Münchner Bohème-Flair in Schwabing oder aber 5.000 Jahre Kunstgeschichte in der Maxvorstadt: Jede Ecke, jede Straße und jede Gasse versprüht einen ganz eigenen Charme. Die Münchner Viertelliebe lädt dazu ein, tiefer in die Stadt einzutauchen und sie ganz neu zu entdecken. Ausgebildete Guides nehmen Gäste ebenso wie Einheimische mit auf Touren durch die bekannten und unbekannten Ecken, Gassen und Prachtstraßen der Stadt und zeigen Orte, die oft im Schatten der großen Highlights stehen.
Kultviertel mit Ecken und Kanten: Münchens Schlachthofviertel
Mitten in der bayerischen Landeshauptstadt thront auf einer Brücke die Alte Utting, ein ausgedienter Passagierdampfer, auf dem man heute wunderbar einen Sundowner nach Feierabend genießen und Münchens coole Seite mit Graffitis und Straßenkunst kennenlernen kann. In einem bunten Containerdorf befindet sich das Kulturprojekt Bahnwärter Thiel mit seinem breiten Angebot von Clubnächten und Konzerten bis hin zu Tanzkursen und Theater. Bei der Führung durch dieses Viertel erfährt man auch, dass dort, wo bis 2007 noch Schlachtvieh gehandelt wurde, jetzt das neue Volkstheater steht. Auch die Münchner Philharmoniker haben in diesem eher kantigen, aber inspirierenden Umfeld mit der Isarphilharmonie ein Zuhause auf Zeit gefunden.
Mondäne Vibes in Neuhausen-Nymphenburg
Neuhausen-Nymphenburg vereint auf harmonische Weise Geschichte und aktuelles Stadtteil-Leben. Der Rotkreuzplatz bildet das lebendige Zentrum des Viertels, das mit gemütlichen Cafés und Restaurants lockt. Ein Stück Geschichte wartet im ehemaligen Dorfkern, wo sich wie früher noch Wirtshaus und Kirche finden. Dort liegt auch der Winthir-Friedhof, ein Ort der Stille und Besinnung, der eine eindrucksvolle Verbindung zur Vergangenheit schafft. Die moderne Herz-Jesu-Kirche beeindruckt mit ihrer Architektur – insbesondere mit den 14 Meter hohen Eingangstoren, die als eines der größten Kirchenportale der Welt gelten. Als besonderes Highlight bietet die Gerner Brücke am Kanal einen malerischen Ausblick auf Schloss Nymphenburg, die einstige Sommerresidenz der Wittelsbacher.
Münchner Bohème, Jugendstil-Chic und die bekannte Münchner Schickeria in Schwabing
Als ebenso sehenswertes wie bekanntes Viertel gilt Schwabing, das besonders für seinen Jugendstil-Flair, die Münchner Bohème und die sogenannte Schickeria steht. Seit der Eingemeindung im Jahr 1890 hat es sich im frühen 20. Jahrhundert weltweit einen Namen gemacht. Hier trafen sich berühmte Kunstschaffende wie Thomas Mann und Ludwig Thoma, und es wurden legendäre Partys gefeiert.
Szenelokale, ruhige Hinterhöfe und kultige Läden im Glockenbachviertel
Das Glockenbachviertel hingegen, das meist in einem Atemzug mit dem Gärtnerplatzviertel genannt wird, hat sich vor allem aufgrund seines Nachtlebens und der queeren Community einen Namen gemacht. Deren Wurzeln gehen auf die ersten Kneipen der Schwulenszene und Initiativen für sexuelle Gleichberechtigung der 1960er-Jahre zurück. Während seiner Zeit in München ist auch Queen-Sänger Freddie Mercury hier ein und aus gegangen. Tagsüber lassen sich rund um den Ausgangspunkt der Viertelliebe-Führung, dem Gärtnerplatz, versteckte Hinterhöfe, inhabergeführte Cafés und charmante Boutiquen entdecken.









