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Deutschland

Belgisches Viertel in Köln: Unsere Lieblingsspots im schönsten Szeneviertel Deutschlands

Jetzt ist es offiziell: Das coolste Szeneviertel in Deutschland liegt nicht mehr in Berlin – sondern in Köln! Beim TUI Szeneviertel-Ranking 2026 landete das Belgische Viertel in Köln auf dem ersten Platz. Die Redaktion von reisen EXCLUSIV verrät ihre liebsten Spots im Belgischen Viertel in Köln.

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15:25

Köln ist immer einen Besuch wert. Nicht nur an Karneval. Was das Leben in der Stadt ausmacht, sind besonders die verschiedenen Viertel, auf Kölsch »Veedel« genannt, die sich mit jeweils eigenem Charme über die ganze Rheinmetropole verteilen, wie beispielsweise die Südstadt rund um die Merowingerstraße (hier geht es zu einem Artikel von funky GERMANY).

Hier kannst du in inhabergeführten Buchhandlungen schmökern, Kaffee von lokalen Röstereien genießen und in den Kneipen kommt jeder ganz selbstverständlich mit den Einheimischen ins Gespräch. Und jetzt wurde just eines der Kölner Veedel zum besten Szeneviertel in ganz Deutschland gerankt: Das Belgische Viertel rund um Rudolfplatz und Friesenplatz im Herzen der Stadt landete bei dem neuen Ranking von TUI auf Platz 1 und löste damit Berlin-Kreuzberg, den Sieger des Vorjahres, ab. Hier geht es zur Website von TUI mit dem Ranking.

Streetart im Belgischen Viertel in Köln

Foto: Marie Tysiak

Über 50 Kieze in deutschen Großstädten wurden für das Ranking gecheckt: Wie viele Bars, Pilates-Studios, Ramen-Läden und Vintage-Shops gibt es pro 10.000 Einwohner? Was kosten eine Kugel Pistazieneis und ein Negroni? Und wie oft taucht das Viertel im August auf TikTok auf?

Das Belgische Viertel in Köln räumt vor allem bei Fitness und Fashion ab. Mit 8 Pilates-Studios pro 10.000 Einwohner ist es deutschlandweit die Nummer eins. Dazu kommen 14,7 Secondhand-Läden, 90,7 Bars und 28 Ramen- und japanische Restaurants. Das Eis ist mit 2,25 Euro pro Kugel Pistazie fast schon ein Schnäppchen – im Münchner Glockenbachviertel zahlt man 2,97 Euro, im Stuttgarter Bohnenviertel sogar 3,50 Euro. Doch welche Spots lohnen sich im Belgischen Viertel wirklich? Wir haben uns in der Redaktion von reisen EXCLUSIV umgehört und verraten dir unsere liebsten Spots im Belgischen Viertel in Köln.

Maries liebsten Spots im Belgischen Viertel in Köln

Hallmackenreuther: Loriot-Vibes am Brüsseler Platz

Wer im Belgischen Viertel unterwegs ist, kommt am Hallmackenreuther kaum vorbei. Das Café-Bar-Original liegt am Brüsseler Platz 9 und ist so etwas wie das Wohnzimmer des Veedels – und das schon seit 1990. Der schräge Name ist eine Hommage an einen Sketch von Loriot. Drinnen fühlt man sich ein bisschen wie in einer Zeitkapsel, die Bar ist komplett im Retro-Look der 60er und 70er.

Foto: Marie Tysiak

Auch viele Promis waren schon da: Der »echte« Hallmackenreuther-Darsteller Edgar Hoppe kam vorbei, ebenso Lindenstraße-Erfinder Hans W. Geißendörfer und Wim Wenders. Elke Heidenreich und Mariele Millowitsch sollen hier sogar einen Loriot-Stammtisch gehabt haben. Heute läuft der Laden vom Frühstück bis spät in die Nacht, unter der Woche bis 1 Uhr, am Wochenende bis 2 Uhr. Die Stimmung ist immer gut, die Cocktails auch. Man muss nur einen Platz finden. Unser Tipp im Sommer: Draußen auf der Terrasse am Brüsseler Platz sitzen, Kaffee oder Negroni bestellen und einfach Leute gucken.

Manulit: Bücher, Kaffee und Drinks am Friesenplatz

Ein paar Schritte vom Brüsseler Platz entfernt liegt Manulit, eine Buchhandlung, die ziemlich viel anders macht als die großen Ketten. Der unabhängige Laden gehört Urs Erdle, der früher jahrelang im Büro eines Verlags gearbeitet hat und seit November 2022 mit seinem kleinen Team die Buchhandlung Manulit betreibt. Der Name hat eine Idee dahinter: Er setzt sich aus dem lateinischen »manus« für Hand und »Literatur« zusammen, weil alles handverlesen ist. Statt Genres gibt es hier Stimmungen: Sortiert wird nach Lesemotiven mit Abteilungen wie »Perlen«, »Neue Horizonte«, »Besser Leben« oder »Unterwegs«, und jedes Buch liegt mit dem Cover nach vorne, was dem hellen Laden einen richtig bunten Look gibt.

aufgeschlagene Bücher in einem Buchladen

Foto: Patrick Tomasso

Tagsüber gibt es Kaffee, abends Drinks von der Bar, dazu viele Sitzplätze zum Lesen oder Arbeiten. Außerdem laufen Buchclubs und alle ein bis zwei Wochen moderierte Lesungen. Kurz gesagt: Buchladen, Café und Bar in einem. Am besten mit einem Drink in der Hand durch die Regale stöbern. Manulit liegt in der Limburger Straße 37, geöffnet ist montags bis donnerstags von 10 bis 19 Uhr, freitags bis 20 Uhr und samstags von 10 bis 19 Uhr.

Takumi Chicken & Vegan: Ramen ohne Schwein in der Antwerpener Straße

Ja, es ist eine Kette. Und ja, sie kommt aus Düsseldorf. Aber Redakteurin Marie findet, hier gibt es die besten Ramen ganz Kölns: Takumi Ramen Chicken & Vegan. Hinter dem Laden steckt eine echte Ramen-Institution. Takumi-Gründer Haruhiko Saeki gilt als Ramen-Legende und Ramen-Pionier: Sein erstes Takumi eröffnete er 2007 (genau, in Düsseldorf). Das war der erste Ramen-Laden in Deutschland!

Foto: Marie Tysiak

Schweinefleisch gibt es hier nicht. Auf der Karte stehen nur Ramen mit Hähnchen- oder Gemüsebasis. Veganer*innen bekommen Toppings wie Sojamilch-Curry-Kroketten, vegane Gyoza, Tofu und Gemüsetempura. Chicken-Fans können sich auf Karaage, Crispy Chicken und Teriyaki-Chicken freuen. Spezialität des Hauses: die Paitan Ramen mit besonders lang gekochter Brühe. Die Lieblingsramen von Marie: Creamy White Tan Tan Men. Takumi findest du in der Antwerpener Straße 63. Unter der Woche ist von 12 bis 15:30 Uhr und von 17 bis 22 Uhr geöffnet, samstags durchgehend bis 22:30 Uhr und sonntags von 13 bis 22 Uhr. Es gibt auch viele Plätze draußen.

Jennys Lieblingsspot um den Brüssler Platz

SCHEE: Die Posterwand in der Maastrichter Straße

Ein Concept Store, der mit einer Wand berühmt geworden ist. Wer bei SCHEE reinkommt, steht erst mal vor einer riesigen Fläche gerahmter Prints, nummeriert, limitiert, und wenn eine Edition ausverkauft ist, hängt an der Stelle ein neues Motiv. Man kann sich eine halbe Stunde davor festgucken. Dazu gibt es handverlesene Sachen fürs Zuhause: Lampen, Vasen, Decken, Kissen, Papeterie, Kerzen, Schokolade und Gin aus kleinen Manufakturen. Vieles ist nur eine Zeit lang da, danach kommt etwas Neues. Direkt nebenan hat SCHEE einen zweiten Laden eröffnet, also doppelt so viel Stöberfläche. Du findest SCHEE in der Maastrichter Straße 36. Geöffnet ist montags bis freitags von 11 bis 20 Uhr, samstags von 10 bis 20 Uhr, sonntags geschlossen.

Posterwand im Laden Schee im Belgischen Viertel in Köln

Foto: Marie Tysiak

fraukayser: Vom Aufkleber bis zur Lampe in der Maastrichter Straße

Ein paar Häuser weiter, Maastrichter Straße 40 bis 44, liegt die Boutique fraukayser. Hier gibt es keine teuren Designklassiker, sondern Dinge für Menschen, die es bunt mögen: Spielzeug für Kinder, Haarschmuck, Sticker, kleine Designobjekte, Lampen, die man sich als Erwachsener gern ins Wohnzimmer stellt, ohne dass es nach Kinderzimmer aussieht. Der Laden ist eine Entdeckungsreise. Chefredakteurin Jenny sagt: »Er verschluckt mich jedes Mal, und ich komme garantiert mit etwas wieder raus.« Perfekt, wenn man vor dem Geburtstag einer Freundin noch schnell etwas braucht, das garantiert niemand doppelt hat. Geöffnet ist montags bis samstags von 12 bis 19 Uhr.

Schaufenster in der Boutique fraukayser im Belgischen Viertel

Foto: instagram/fraukayser

Siebter Himmel: Bücher, Design und Marimekko in der Brüsseler Straße

Hinter dem Namen steckt ein Verlag: Bastei Lübbe (ja, der Verlag, der auch Kreuzworträtsel macht!), das Kölner Haus, das mit Heftromanen groß geworden ist, hat den Siebten Himmel 2013 als eine Art Versuchslabor eröffnet. Was wollen Leser wirklich? Die Antwort steht in sieben Themenräumen, daher der Name: Kochbücher, Reiseführer, Kinderbücher, Bildbände, englische Titel, dazu Deko, Papeterie, Tassen und Lampen, die zum jeweiligen Raum passen. Ganz hinten gibt es die finnische Modemarke Marimekko, die nur hier in Köln exklusiv erhältlich ist. Überall stehen Sessel, man darf sich mit einem Buch und einem Kaffee aus der Siebträgermaschine hinsetzen und erst mal lesen. 2023 kam ein zweiter Store im Nachbarhaus dazu. Du findest den Siebten Himmel in der Brüsseler Straße 67.

Auslage im Buchladen Siebter Himmel in Köln

Foto: instagram/siebterhimmel_koeln

Bar Brio: Pasta mittags, großes Kino abends am Brüsseler Platz

Der Gourmet-Tipp des Jahres für Köln: Seit Mai 2026 kocht Jakob Erdsiek, 31, in der Bar Brio direkt am Brüsseler Platz. Erdsiek hat in Spitzenküchen rund um die Welt gearbeitet und bringt diese Erfahrung jetzt ins Belgische Viertel, aber ohne Chichi. Der Name ist Programm: »con brio« heißt in der Musik lebhaft, mit Schwung, und genau so läuft der Abend hier. Mittags unter der Woche gibt es hausgemachte Pasta zum fairen Preis, abends verwandelt sich der Laden in Casual Fine Dining mit kreativen Mezze zum Teilen. Die Austern sind ein Muss. Natürlich nur für diejenigen, die Austern gerne essen. Dazu eine kleine, feine Barkarte und ein Kaffee, den es in dieser Form in Köln nur hier gibt: kalt gezapfter Nitro Coffee. Unbedingt Platz fürs Dessert lassen. Die Bar Brio findest du am Brüsseler Platz.

Muscheln in der Bar Brio im Beglischen Viertel in Köln

Foto: instagram/barbrio_

Bali: Indonesisch im Kellerlokal am Brüsseler Platz

Mitten im lautesten Teil des Viertels liegt eines der leisesten Restaurants: Das Bali am Brüsseler Platz 2 ist ein Kellerlokal mit Kerzenlicht, Holz und Hausmannskost aus Indonesien, dazu ein schattiger Innenhof, der im Winter mit Heizstrahlern bespielt wird. Auf der Karte stehen Klassiker wie Opor Pitik, Hähnchenbrust in milder Kokossauce mit Kurkuma und Muskatblüte, oder die Reistafel, mit der man sich einmal quer durch die Küche isst. Chefredakteurin Jenny hatte hier ihr erstes Date mit ihrem Mann, und das war kein Zufall: Ihr Vater stammt aus Indonesien, sie ist mit Indo-Essen aufgewachsen, und beim ersten Date wollte sie ein bisschen von sich selbst zeigen. Das Restaurant gibt es noch, die Ehe auch. Abends ab 18 Uhr, am Wochenende reservieren.

Ice Cream United: Poldis Eisbude an der Ecke Brüsseler/Antwerpener Straße

Ja, es ist Promi-Gastro. Und ja, der Promi ist Lukas Podolski. Mehr Köln geht kaum. Aber das Eis ist tatsächlich gut, und die Geschichte dahinter ist sehr kölsch: Am 24. Juni 2017 machte Poldi an der Ecke Brüsseler/Antwerpener Straße seine erste eigene Eisdiele auf, 60 Quadratmeter, Holz und Edelstahl, am Eröffnungstag gab es Gratis-Eis für alle. Inzwischen ist Ice Cream United eine Marke mit Filialen bis nach Japan, der Laden im Belgischen Viertel ist das Original. Auf Experimente wird verzichtet: Vanille, Stracciatella, Erdbeere und Co., dafür mit nur zwölf Prozent Zucker. Spezialität des Hauses: das Poldi-Sandwich, eine hausgebackene Brioche, gefüllt mit Eis nach Wahl und Soße. Du findest Ice Cream United in der Brüsseler Straße 71, direkt um die Ecke vom Siebten Himmel.

Eisdiele von Podolski: das Ice Cream United im Belgischen Viertel Köln

Foto: Marie Tysiak

Konrads Tipps für das Belgische Viertel in Köln

Fairfitters: Nachhaltig Kleidung in zwei Stores

Dass Mode nicht nur gut aussehen, sondern auch fair und nachhaltig hergestellt sein kann, zeigt sich bei jedem Besuch in einem der beiden Fairfitters auf der Brüsseler Straße aufs Neue. Seit mehr als zehn Jahren versorgt die Boutique modebewusste Kölnerinnen und Kölner mit feinem Zwirn, ohne dass das Gewissen darunter leiden müsste.

Die Produktpalette reicht dabei von Hosen, Sweatshirts, Hemden und Jeans über Schuhe, Stiefel und Sandalen bis hin zu Taschen, Rucksäcken und weiteren Accessoires. Sowohl Herren- als auch Damenschnitte werden angeboten, Unisex sowieso. Im ursprünglichen Laden in der Brüsseler Straße 77 werden auf gut 160 Quadratmetern aktuelle Kollektionen bekannter Fair-Fashion-Marken ausgestellt. Im Fairfitters No. 2 direkt am Brüsseler Platz wiederum können Modebewusste sich mit fairen Basics einkleiden. Beide Läden sind von Montag bis Samstag zwischen 12 und 19 Uhr durchgehend geöffnet. Und nicht zuletzt die hervorragende Beratung in beiden Läden zieht Redakteur Konrad immer wieder hierher. Meist landet dann auch ein Teil im Jutebeutel, was zuvor nicht auf dem Einkaufszettel stand.

Frieda: Szenekneipe für alle Punk-Fans

Achtung, es wird laut: Wer sich durch alle hippen Bars im Belgischen durchprobiert oder einfach Lust auf laute Musik und günstiges Bier hat, kommt an der Frieda auf der Antwerpener Straße nicht vorbei. Die Szenekneipe ist ein sicherer Hafen für alle Fans von Punk, Metal, Alternative und allen weiteren gitarrenlastigen Musikgenres. Abgerockte Tapeten, dunkle Holzmöbel und die liebevoll zusammengestellte Dekoration machen die Frieda zu einem erfrischenden Kontrast im – bei aller Liebe – beinahe durchgentrifizierten Veedel.

Aber Achtung: Die Frieda ist ziemlich überschaubar und insbesondere am Wochenende wird’s gerne mal sehr voll. Wer keine Lust auf laute Menschenmengen in engen Räumen hat, sucht sich lieber was anderes. Im Sommer allerdings vergrößert sich die Kapazität durch den Schanigarten direkt vor der Bar. Von hier sind sogar die Spitzen des Doms sichtbar. Hach, Kölle. Täglich geöffnet ab 18 Uhr.

frischer Kölsch auf der Terrasse der Frieda, einer Szenekneipe im Belgischen Viertel in Köln

Foto: Konrad Bender

Die Bredouille Weinbar: Klein, aber fein

Wer Wein mag, wird die Bredouille lieben. Die elegante Weinbar direkt an der Venloer Straße zeigt, dass die Önologie kein Fass mit sieben Siegeln sein muss. Herrlich unprätentiös, nahbar und lässig kommt die Bredouille daher, mit einfachen Holzmöbeln, viele Licht und kölscher Gastlichkeit. Das soll aber alles nicht heißen, dass sie hier vom Wein nichts verstehen würden: Die Karte hält eine reiche Auswahl bereit, bestellt werden können die edlen Tropfen als Flasche oder, sofern offen, pro Glas.

Damit auch Anfänger voll auf ihre Kosten kommen, stehen die freundlichen und kundigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bredouille parat. Hier findet noch jeder seinen Lieblingswein. Und damit der nicht alleine bleibt, bestellen sich angehende Kenner am besten gleich noch eines der Brotzeit-Bretter als passende Begleitung dazu. Wie in Köln üblich, ergießen sich die Sitzplätze des Lokals im Sommer auf den Bürgersteig davor. Ansonsten gilt, im Sommer wie im Winter: Geöffnet hat die Bredouille Montag bis Freitag ab 17 Uhr, Samstag sogar schon ab 15 Uhr.

Blumenstrauß und Deko in der Bredouille Weinbar im Belgischen Viertel in Köln

Foto: Marie Tysiak

Häufige Fragen

Wo liegt das Belgische Viertel und wie komme ich am besten hin?
Das Viertel gehört zum Stadtteil Neustadt-Nord, rund einen Kilometer westlich des Rheins. Vom Hauptbahnhof sind es 15 bis 20 Minuten zu Fuß. Es liegt zwischen Rudolfplatz im Südosten, wo die Linien 1, 7, 12 und 15 halten, und Friesenplatz im Nordosten mit den Linien 3, 4 und 5. Parkplätze sind knapp, mit Bahn oder Rad geht es leichter.
Warum heißt es Belgisches Viertel?
Der Name kommt von den Straßen: Brüsseler, Maastrichter, Genter und Lütticher Straße lesen sich wie eine Landkarte Belgiens. Entstanden ist das Quartier bei der großen Stadterweiterung, als ab 1881 bis etwa 1905 im Halbkreis um die Altstadt die Neustadt angelegt wurde. Daher prägen bis heute Fassaden der Gründerzeit das Straßenbild.
Darf man aktuell am Brüsseler Platz draußen sitzen?
Ja, abends mit Einschränkungen. Seit dem 1. April 2026 gilt am Brüsseler Platz und in den Nachbarstraßen von 21 bis 6 Uhr ein Alkoholverbot, zunächst bis 31. März 2028. Konzessionierte Lokale dürfen in ihren genehmigten Außenbereichen weiter ausschenken. Der Negroni auf der Terrasse ist also erlaubt, das Kioskbier auf dem Platz nicht.
Ist es teuer, im Belgischen Viertel zu wohnen?
Ja, es zählt zu den teureren Ecken Kölns. Für das Viertel allein gibt es kaum Mietdaten, im Stadtteil Neustadt-Nord liegt die Durchschnittsmiete bei 18,17 Euro pro Quadratmeter, im Kölner Schnitt bei 14,81 Euro. Eine Altbauwohnung mit 70 Quadratmetern kostet damit rund 1.270 Euro kalt, oft mehr. Dazu braucht es Geduld bei der Suche.
Marie Tysiak
Ihren ersten Gipfel erklomm Marie im Himalaya in Nepal, weitestgehend ungeplant. Seither sind einige Berge hinzugekommen, besonders Vulkane haben es ihr angetan. Je abenteuerlicher der Aufstieg, je mehr Adrenalin involviert, je zerklüfteter der Weg erscheint, desto besser! Hoch über den Wolken, aus eigener Kraft hinaufgeschleppt, das ist für Marie Urlaub.