Es muss ja nicht immer gleich Wein sein. Wobei ein guter Bordeaux natürlich nicht verkehrt ist als Mitbringsel. Aber wie wäre es mit einem Stück Seife aus echter Eselsmilch?
Fleur de Sel aus Guérande: Warum das weiße Gold bis heute von Hand geerntet wird
Graues grobes Salz, oder feines weißes »Fleur de Sel«, wird seit uralten Zeiten hier in Loire-Atlantique an der Atlantikküste in Frankreich gewonnen. Der Reichtum an Magnesium in den Kristallen, die je nach Wetter unterschiedlich groß ausfallen, soll sich auch gesundheitsfördernd auswirken. Außerdem löst es sich besser in Wasser als andere Salze. Es ist ohne chemische Behandlung oder Zusätze. Wenn Sonne und Wind ihre Arbeit verrichtet haben, erscheint eine dünne Haut auf der Wasseroberfläche, weiß und mit Veilchenaroma. Bis heute wird das weiße Gold von Hand »geerntet« und lässt sich direkt vor Ort erwerben.

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La Bonnotte: Die Nobelkartoffel, die in Algen wächst und daumengroß geerntet wird
Salzhaltige Luft und mildes Klima sind die Basis ihres Geschmacks. Die Nobelkartoffeln wachsen im Boden, gedüngt mit »Goëmon«, Algen, die von den Bauern im Herbst am Strand eingesammelt werden. Deren Jodreichtum wirkt als natürlicher Geschmacksverstärker. Gepflanzt wird per Hand Anfang Februar. 90 Tage später sind die Knollen bei der Ernte daumengroß. Traditionell werden sie in Butter gebraten, ohne die Schale abzureiben.

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Muscadet: Der Weißwein, der in Frankreich als Inbegriff von Geselligkeit gilt
Die Loire, das Meer und ein felsiger Untergrund verhelfen dem Muscadet-Wein zu seiner Frische. In seiner Ursprungsregion, Loire-Atlantique, gibt es fünf AOC-Appellationen: Muscadet, Muscadet-Sèvre-et-Maine, Muscadet-Coteaux-de-la-Loire, Muscadet-Côtes-de-Grandlieu sowie Coteaux d’Ancenis. Die Verkostung enthüllt ein blumiges oder fruchtiges Aroma mit mineralischer Note. Hefen bei der Fermentation sorgen für ein Kribbeln im Mund. Der Muscadet mit 12,5% Alkoholgehalt eignet sich hervorragend als Aperitif oder Begleiter von Fisch oder Meeresfrüchten. In Frankreich gilt er geradezu als Inbegriff für Geselligkeit.

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Pineau des Charentes: Ein Aperitif aus Most und Cognac, gereift im Eichenfass
Das Delikatessengeschäft »Comptoir Charentais« in La Rochelle fungiert gleichsam als Vitrine für Produkte der Region: Getränke, Konserven, Gebäck oder Salz von der Insel Ré. Besucher probieren den Aperitif »Pineau des Charentes« in Weiß oder Rosé. Hergestellt wird er aus frischem Most mit Zugabe von Cognac. Danach reift er in Eichenfässern.

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Marennes Oléron: Austern, die in ehemaligen Salzbecken heranwachsen
Auf 3.000 Hektar werde die Austern »Marennes Oléron« gezogen. Ihr Aroma erhalten sie durch die Aufzucht in sogenannten »Claires«, Becken, die einst der Salzgewinnung dienten. Deren tonhaltige Böden und das im Gezeitenrhythmus frisch ein- und ausströmende Meerwasser verhelfen ihnen zum Geschmack. Am besten direkt in einer der Hütten der Austernzüchter vor Ort probieren.

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Bordeaux: 60 Appellationen und ein Museum, das ganz dem Wein gewidmet ist
Das Umland von Bordeaux umfasst 60 AOC-Appellationen. Weine wie Saint-Emilion, Pomerol, Médoc, Saint-Estèphe, Sauternes oder Pessac-Léognan stammen von hier. Seit Juni 2016 findet man vor den Toren von Bordeaux die »Cité du Vin«. Das Museum mit seiner kühnen Architektur ist der Jahrtausende alten Weinkultur gewidmet. Der können Gäste aber auch bei vom Office de Tourisme organisierten Besuchen auf Weingütern nahe kommen. Mehr unter www.bordeaux-tourismus.de.

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Vin des Dunes: Wein, der auf den Dünen von Capbreton wächst
Auf den Dünen von Capbreton liegen die Rebenfelder der Lage »Les Dunes de la Pointe«. Von der Sonne verwöhnt und von salziger Luft aromatisiert, gedeihen hier Weiß-, Rosé und Rotweine. Nach den traditionellen Methoden der »seefahrenden Winzer« entsteht hier der »Vin des Dunes« (Wein der Dünen).
Schokolade aus Bayonne: Ein Handwerk, das seit vier Jahrhunderten überliefert wird
Schwarz, bitter und mit reichlich Kakao, so ist seit vier Jahrhunderten Schokolade aus Bayonne. Spanische und portugiesische Juden, die vor der Inquisition flüchteten, brachten die Kunst ihrer Herstellung aus Südamerika mit. Heute fabrizieren die sieben Manufakturen der Schokoladengilde sie nach den gleichen Rezepten wie vor 200 Jahren. Einmal im Jahr gibt es sogar ein großes Schokoladenfest. Das »Atelier du Chocolat« zeigt Besuchern das Geheimnis der Herstellung von der Pflanze bis zum Endprodukt. Und natürlich dessen Geschichte von den Azteken und Mayas bis heute.

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Erdbeeren aus Pornic: Selbst pflücken oder als Eis und Konfitüre mitnehmen
Vor mehr als 40 Jahren erwarb Joseph Maillard fünf Hektar Land bei Pornic und pflanzte Erdbeeren. Das milde Klima tat sein Übriges. Besucher gehen hin und pflücken selbst. Inzwischen sorgen Gewächshäuser für eine lange Saison. Wer keine Lust aufs Pflücken hat, nascht Eis oder Konfitüren der »Fraiseraie« in acht Läden entlang der Atlantikküste.

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Eselsmilchseife von der Île de Ré: Warum die Esel dort Hosen tragen
Reich an den Vitaminen A,B, und C, Fettsäuren und Mineralstoffen, gilt Eselsmilch manchen als wirksame Substanz bei Reinigung und Feuchtigkeitsregelung der Haut. Produkte auf Basis von Eselsmilch werden in der Manufaktur »Savonnerie de Ré« auf der Île de Ré produziert. Gäste dürften sich nicht nur über das Produkt, sondern auch die häufigen Darstellungen eines Esels in Hose wundern – gewissermaßen das Symbol der Insel. Die Tiere dienten einst als tierische Helfer in der Landwirtschaft und der Salzgewinnung. Die Hose schützte sie vor Insekten.

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EchoMer in La Rochelle: Aus alten Segeln und Austernkörben wird Mode
Bei »EchoMer« in La Rochelle werden Materialien mit Verbindung zum Meer, wie etwa Segel oder Austernkörbe, zu schicken Fashion Statements recycelt. Die Produkte finden sich in Boutiquen der Stadt, insbesondere denen am Quai Louis Prunier hinter dem Aquarium von La Rochelle.
Lartigue 1910: Baskische Stoffe aus Ateliers, die besichtigt werden können
Einst bäuerliche Gebrauchswäsche, haben sich baskische Stoffe unter den kreativen Händen ihrer Weber in hochwertige Wäsche, Tisch-Accessoires, Mode oder Bezüge verwandelt. Von klassisch bis aktuell findet jeder seinen Farbton oder sein Muster. Beim Unternehmen Lartigue 1910 in Ascain können Textilfans die Ateliers besichtigen, in denen bei Besuchsprogrammen ausgewählte Techniken und Maschinen bei der Arbeit präsentiert werden.

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Espadrilles: Die Schuhe des Baskenlands haben nichts von ihrem Charme verloren
Die typischen Schuhe des Baskenlandes haben nichts von ihrem Charme verloren. Sie haben sich allerdings aktuellen Modetrends angepasst. Handgemachte Modelle des Labels »Art of Soule« finden sich insbesondere in den Boutiquen von Bayonne und Biarritz an der Atlantikküste in Frankreich.

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