Wir starten bei unserem persönlichen Highlight: der Markthalle namens Vieux Marché de La Rochelle. Diese befindet sich inmitten der Altstadt in Hallen aus dem 19. Jahrhundert und wurde zwischen 1834 und 1836 auf dem Gelände der ehemaligen »Grande Boucherie« (der Großen Metzgerei), die die erste Markthalle für Fleischwaren war, erbaut.

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Das solltest du auf dem Vieux Marché probieren
Der »Große Markt« findet jeweils mittwochs und samstags statt. Hier breiten sich Käseauslagen, Blumen, Obst und Gemüse bis in die benachbarten Gassen aus. Die Halle ist der ideale Ort, um zu flanieren und die lokalen Produkte zu entdecken.
Es gibt Melonen aus dem Departement Charente, Austern aus Marennes, Muscheln aus Charron, diverse Fleischspezialitäten wie »Gratton« oder »Farci«, Käse, Cognac, Pineau, lokale Weine, Liköre und vieles mehr. Einige der Marktstände sind schon seit mehreren Generationen auf dem Markt vertreten.
- Der Vieux Marché de La Rochelle ist täglich von 8 bis 13:30 Uhr geöffnet.

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Den Charme dieses Marktes machen auch die vielen Terrassen der Cafés und Bistrots aus, die den Markt umgeben und auf denen man ideal an der Geselligkeit des Marktes teilhaben kann. Mach es dir auf einer der Terrassen rund um den Marktplatz bequem und genieße die herzliche und gesellige Atmosphäre.
Die Restaurants vor Ort bieten eine einfache und raffinierte Küche mit frischen regionalen Zutaten direkt vom Markt an. Es gibt Mittagsmenüs zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis. Im Restaurant »Gerbe de Blé« kann man zum Beispiel vor dem Einkauf gemütlich einen Kaffee trinken oder die frischen Austern vom Markt direkt auf der Terrasse probieren.

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Restaurants ohne Ende auf der Saint-Jean-du-Pérot
Die Straße St-Jean-du-Pérot, die die Einheimischen in La Rochelle nur »die Straße der Restaurants« nennen, beginnt am Turm La Chaîne. In dieser Straße werden sowohl Liebhaber von traditioneller französischer Küche als auch Fans internationaler Küche fündig.
Auch nachts herrscht in der Gegend eine ganz besondere Atmosphäre. Viele Bars und Konzertkneipen laden zum Feiern ein. Diverse Kinosäle wie das La Coursive, Scène nationale oder Le Dragon cinéma am alten Hafen runden das Angebot ab.

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Besichtigung des Turms St. Nicolas
Dieser herrschaftliche Bergfried, direkt am Meer gelegen, symbolisiert noch heute die Stärke und den Reichtum La Rochelles. Hinter den dicken Mauern bildet der 42 Meter Höhe hohe Turm ein Labyrinth aus Treppenstufen und Fluren. Ganz oben angelangt hast du ein wunderbares Panorama über die Altstadt, den Freizeithafen, das Minimes-Viertel, die Parks und das Meer.

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Schlendern durchs St. Nicolas-Viertel
Das ehemalige Fischerviertel St. Nicolas-Viertels ist ein kleines Dorf mitten in der Stadt und wird von den Einheimischen für seinen unverwechselbaren Charme geschätzt. Hier ist auch die Architektur eine andere: Die Arkaden verschwinden zugunsten von kleinen Häuschen, die sich wie an einer Perlenkette aneinanderreihen. Auch abends geht nichts von diesem Charme verloren, wenn man gemütlich in den Cafés oder Weinkellern ein Gläschen Wein trinkt und die Musik aus allen Richtungen hören kann. Am frühen Abend solltest du unbedingt bei »La Guingette« (8 Rue Saint-Nicolas) vorbeischauen – eine echte Institution in La Rochelle. Aber Achtung, die Bar schließt bereits um 20 Uhr.
Museum der Neuen Welt
La Rochelle war einer der wichtigsten Handelshäfen und auch einer der größten Häfen, von wo aus Emigranten in die »Neue Welt« (Neufrankreich, die Antillen, etc.) aufbrachen. Das Museum der Neuen Welt zeigt sich als Zeuge dieser Beziehungen zwischen Frankreich und Amerika und beschäftigt sich damit im Rahmen einer Ausstellung in den Räumen des ehemaligen Stadtpalais’ aus dem 18. Jahrhundert.

Foto: Francis GIRAUDON
Das Haus geht auf eine Reeder-Familie aus La Rochelle zurück, die Besitzer einer Plantage in Santo Domingo waren. Die Sammlung des Museums umfasst Malereien, Gravuren, Zeichnungen, Skulpturen, alten Karten und dekorative Kunstobjekte, die sich mit dem Thema »Neue Welt« beschäftigen. Außerdem verfügt das Museum über antikes Mobiliar aus dem 18. Jahrhundert und ein sehr seltenes Ensemble von Möbeln im Kolonialstil.
Freizeithafen einer der größten in Europa
Ein schönes Flair versprüht der sogenannte Freizeithafen. Dessen Vorzüge ziehen nicht nur viele Segelbegeisterte an. Mit 4.800 Anlegeplätzen ist der Hafen recht groß – und bietet tolle Fotomotive.

Foto: Francis GIRAUDON
Anschließend kannst du mit einem Boot, das regelmäßig zwischen der Innenstadt und dem Minimes-Viertel verkehrt, eine kleine Tour übers Wasser unternehmen. Der Zustieg ist zwischen den beiden Türmen im alten Hafen möglich.
Unterwasserwelt im Maritimen Museum
Jeden Sommer (bis Ende September) verwandelt sich das Maritime Museum in eine Bar mit Terrasse. Es überragt das Chalutier-Becken und bietet eine tolle Aussicht über das Fahrwasser und die Türme von La Rochelle. Das Maritime Museum zeigt eine Schiffsausstellung, die aus mehreren Flotten besteht: die France 1, das letzte meteorologische Forschungsschiff, die Brücke des Hafenschleppers St. Gilles, den Heckfänger L’Angoumois und das Fischerboot Manuel-Joel.

Foto: Francis GIRAUDON
Besuch im Aquarium von La Rochelle
Inmitten der Stadt findest du gegenüber dem alten Hafen eine der größten privaten Unterwasserwelten Europas: das l’Aquarium La Rochelle. Während der rund zweistündigen Tour kannst du die Unterwasserwelt mit über 12.000 Unterwasser-Lebewesen entdecken und dich von der Vielfalt des Atlantiks, des Mittelmeers und tropischen Gewässern überraschen lasen. In drei Millionen Litern Meerwasser gibt es vor Ort von zerbrechlichen Quallen bis faszinierenden Haien viele verschiedene Lebewesen zu bestaunen.

Foto: Aquarium LaRochelle SAS
In der zweiten Etage des Museums bietet das Restaurant »Café de l’Aquarium« in tropischem Ambiente eine saisonale Karte mit Bio-Produkten. Im Sommer kannst du auf der Terrasse essen und den Blick auf das Wasser sowie die beiden Türme genießen.
Mit dem Fahrrad von La Rochelle nach Châtelaillon-Plage
Die Vélodyssée ist Teil des französischen Wegenetzes des Europäischen Fernradwegs Nr. 1, der von Norwegen bis nach Portugal führt. Im Departement Charente-Maritime erstreckt sich die Route auf 150 Kilometer von der Brücke von Brault à Charron bis zum Uferende von Royan. Entlang der Strecke kommt man an sehenswerten Orten vorbei, wie zum Beispiel dem Canal von Marans, La Rochelle, Châtelaillon-Plage, Rochefort, Marennes und La Palmyre. Die Radstrecke ist einfach, sicher ausgebaut, durchgängig markiert und somit für alle Radfahrer geeignet.
Die berühmten gelben Fahrräder gibt es seit 1976 und können von Mai bis September für die ersten beiden Stunden gratis und im weiteren Verlauf günstig (1,10 Euro pro Stunde) an der Touristen-Information gemietet werden.
Die Rundfahrt bietet einige Etappenziele und Höhepunkte: Die »Pointe des Minimes« südlich von La Rochelle und der »Parc des Pères«, wo du eine Aussicht auf die Inseln Ré, Aix und Oléron sowie zum Leuchtturm »am Ende der Welt« genießen kannst. Apropos Insel Ré: Wenn du Zeit und Lust hast, die Insel zu besuchen, solltest du das tun. Im Sommer lockt ein feiner Sandstrand auf der Insel, der zum Chillen und zum Baden im Meer einlädt.

Foto: CRTPC
Eine gute Möglichkeit, Mittag zu essen, bietet sich in Aytré. Von Mai bis September empfängt dich Armand Bernard in seiner Austernzüchterhütte (La Cabane La Gigas) und bietet Austernverkostungen sowie die berühmten »moules frîtes«, Miesmuscheln mit Pommes an. Die Austern werden frisch aus den Becken geholt.

Foto: Lucas Meller
In Richtung der Gemeinde Angoulins kannst du am kleinen Hafen von Loiron Halt machen, wo man die bekannten Ufer-Schollen von Charente-Maritime sehen kann. Die Tour endet am Strand von Châtelaillon, einem Badeort mit renovierten Fassaden zum Meer und einem drei Kilometer langen Sandstrand.
Mitbringsel: Farol-Messer und Accessoires von Matlama
Sylvain Berthomé und sein Team produzieren die berühmten Farol-Messer mit Griff in Form eines Pottwals. Wie es dazu kam? Nun, Sylvain Berthomé hatte bei einem Ausflug auf die Azoren die Idee, ein Messer zu entwerfen. Ein Messer, das für Seemänner, aber auch für Reisende geeignet ist. Vom Pottwal-Fang beeindruckt, der vor einigen Jahren noch auf den Inseln betrieben wurde, beschloss er, dem Messergriff die Form dieses beeindruckenden Zahnwals zu geben.
Diese Messer werden nun in einer der ehemaligen Auktionshütten, die früher genutzt wurden, um den Preis der Fische zu verhandeln, hergestellt, dem Atelier Farol. Das Ziel ist es, Messer zu produzieren, die sich von der Messerproduktion in den Bergen unterscheiden (fast alle Messer werden traditionell in den Bergen hergestellt) und die dem maritimen Charakter entsprechen. Alles wird in La Rochelle gefertigt.

Foto: Les Conteurs
Im Matlana erwartet dich die Kostümbildnerin Marina Richer. Sie beweist Geschmack bei ihren spielerischen Formen und außergewöhnlichen Materialien. Sie arbeitet mit Luftpolsterfolie, Tischdecken, Fußbodenbelägen, Teilen aus Autos oder weiteren ungewöhnliche Materialien. In ihren Händen werden all diese Dinge zu Handtaschen, Geldbörsen und Accessoires verarbeitet. Hier ist ein Teil origineller als das andere. Alle Modelle werden in begrenzter Stückzahl in verschiedenen Ateliers der Region verkauft; zum Beispiel in Cholet, La Rochefoucault, Périgny und Tonnay Charente.

Foto: Les Conteurs
Übernachtungstipp: Villa Grand Voile
Falls es dir so gut in La Rochelle gefällt, dass du gern eine Nacht oder sogar mehrere bleiben willst, dann solltest du einen Blick auf die Villa Grand Voile von Relais & Château werfen. Chef der edlen Unterkunft ist der 3-Sterne Chefkoch Christopher Coutanceau. Die Zimmer und Suiten der Villa Grand Voile bieten ein raffiniertes und elegantes Ensemble mit schönen Designermöbeln und Kunstwerken. Der Preis startet bei 190 Euro pro Zimmer.

Foto: Sylvie Curty


