Foto: Jorge Morales
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Amàre Beach Hotel Sancti Petri: Ein Traum in Weiß an der Küste Andalusiens

Das Amàre Beach Hotel Sancti Petri hat im Sommer 2026 an der Costa de la Luz in Spanien eröffnet. Das Haus in Novo Sancti Petri verzichtet konsequent auf andalusische Dekoration und setzt stattdessen auf helle Flächen, eine Rooftop-Bar und einen Strand vor der Tür.

Schon die Zufahrt auf das weite Gelände macht klar, dass hier eine andere Idee verfolgt wird als in den dunkel getäfelten Häusern mit maurischen Anklängen, die sich sonst an der andalusischen Küste reihen. Weiße Kuben, klare Kanten, wenig Zierrat. Ob sich das eher als Modernismus oder als Referenz an die Betonoptik lesen lässt, die auf Ibiza und Mykonos längst zum Standard gehört, darf offenbleiben. Zum Aperol Spritz und zu leuchtenden Sneakern, die hier oft in Kombination zu sehen sind, passt beides. Die Eingangshalle als Rezeption zu bezeichnen, wäre untertrieben. Der Raum ist groß, hell und sehr aufgeräumt, und das berühmte Licht von Cádiz fällt so hinein, dass Filter überflüssig werden.

Die Lobby Lounge des Amáre Beach Hotel Sancti Petri mit drei großen Kugelleuchten aus Geflecht über einer runden Deckenmulde. Vorn stehen Polstersessel mit Fischgrätmuster um niedrige Steintische, dahinter eine Bar mit Hockern und ein Buffet.

Foto: Jorge Morales

352 Zimmer: Helle Naturtöne, breite Betten und reichlich Kissen

Die Zimmer und Suiten folgen bekannter Strandhotelästhetik: helle Naturtöne, viel Holz, weiche Stoffe und indirektes Licht. Die Betten fallen ausgesprochen großzügig aus. Bei der Kissenausstattung wurde ebenfalls nicht gespart, weshalb das abendliche Freiräumen der Liegefläche eine gewisse Vorlaufzeit braucht. Ähnliches gilt für die im Raum verteilten Lichtquellen, die erst einmal gefunden werden wollen.

Gestalterisch geht es weniger um Effekt als um Ruhe. Viele Einheiten bieten Meerblick oder wenigstens einen seitlichen Ausschnitt des Atlantiks, Balkone gehören zur Grundausstattung. Technisch bleibt wenig offen, von großen Flatscreens über schnelles WLAN und Klimaanlage bis zu Kaffeemaschine, Regendusche und USB-Anschlüssen. Der Gesamteindruck ist angenehm unaufgeregt.

Das Zimmer Dolce Vita mit Doppelbett, hellblauem Kopfteil und einer Polsterbank am Fußende. Zwei Korbleuchten hängen von der Decke, durch die Balkontür sind Palmen und das Meer zu sehen.

Foto: Verum Hotel Development

Und was ist mit Wellness?

Dass ein Strandhotel mit überwiegend jungem Publikum keinen balinesischen Tempel errichten muss, leuchtet ein. Dass in einem Haus, das in Spitzenzeiten deutlich mehr als 500 Gäste beherbergt, ein einziger Behandlungsraum für sämtliche Massagen bereitsteht, ist dagegen eine sportliche Entscheidung. Angeboten werden Massagen und Beauty-Anwendungen der Marke Germaine de Capuccini, empfehlenswert ist die Amazonas-Massage.

Laut Hotel soll das Konzept demnächst überarbeitet werden. Die Grundidee bleibt allerdings, dass möglichst viel unter freiem Himmel stattfindet, mit Blick auf die Pools und das Meer. Der Fitnessraum überzeugt unabhängig davon. Eine geschickt gesetzte Spiegelwand suggeriert zwar etwas mehr Fläche, als tatsächlich vorhanden ist, doch Ausstattung und Tageslicht stimmen.

Eine Poolbar mit flachem weißem Dach steht im Wasser, davor sitzen zwei Gäste auf Barhockern im Pool und werden vom Barkeeper bedient. Rechts reihen sich Holzliegen unter weißen Sonnenschirmen.

Foto: Jorge Morales

Rooftop mit Sterneküche: Was das Hayaca auf den Teller bringt

Kulinarisch bewegt sich das Haus in einem Feld, das sich als gehobene Urlaubsgastronomie mit Lifestyle-Anteil beschreiben lässt. Mehrere Restaurants, eine Rooftop-Bar, eine Poolbar und Loungeflächen stehen zur Wahl. Das Niveau der Küche reicht dabei von gut bis herausragend, unabhängig davon, wo bestellt wird.

Das Restaurant Mare Nostrum bedient Frühstück und Abendessen mit Buffet, inklusive Showcooking. Auf dem Dach liegt mit dem Hayaca das Signature-Restaurant, dessen Konzept Sternekoch Mauricio Giovanini entwickelt hat. Serviert wird lateinamerikanische Küche vor andalusischer Kulisse, dazu kommen Cocktails und ein Sonnenuntergang, der auch abgebrühte Gäste kurz weich werden lässt.

Die Terrasse des Restaurants Hayaca unter einer weißen Pergola, mit eingedeckten Tischen und Korbsesseln. Dahinter liegen ein Pool mit blauem Rautenmuster und Sitzsäcke, im Hintergrund die Brandung.

Foto: Jorge Morales

Rund um diesen Sonnenuntergang hat das Hotel ein eigenes Format gebaut. Das Sunset Ritual auf der Dachterrasse kombiniert Signature-Cocktails des Mixologen Diego Cabrera mit dem Blick über die Playa de la Barrosa. Gedacht ist es laut Haus als bewusster Moment, bei dem das Publikum das Verschwinden der Sonne im Atlantik gemeinsam verfolgt.

Was das Amàre von vielen gut aussehenden, aber austauschbaren Häusern unterscheidet, ist ebendiese Atmosphäre. Andalusische Folklore wird hier nirgends aufgetragen. Keine Gitarren an den Wänden, keine Flamenco-Motive, keine bemühte Postkartenromantik. Übrig bleiben Leichtigkeit, Weite und sehr viel Weiß, dazu die Lage an einem acht Kilometer langen Sandstrand mit breiten Dünen und dem Licht, für das die Costa de la Luz ihren Namen trägt.

Mehr zum Hotel

Das Amàre Beach Hotel Sancti Petri hat im Sommer 2026 eröffnet und gehört zur Fuerte Group. Hier geht’s zur Website des Hotels.

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Weitere Informationen

Häufige Fragen

Was kostet eine Übernachtung im Amàre Beach Hotel Sancti Petri?
Die Raten schwanken deutlich nach Saison. Deutsche Veranstalter weisen das Doppelzimmer derzeit ab etwa 170 Euro pro Nacht aus, in der Nebensaison liegen die Einstiegspreise darunter. Buchbar sind Frühstück und Halbpension.
Ab welchem Alter dürfen Gäste einchecken?
Das Hotel arbeitet mit einem Adults-Recommended-Konzept und nennt als Mindestalter 16 Jahre.
Wie viele Zimmer gibt es und wie groß sind sie?
Das Haus verfügt über 352 Zimmer und Suiten auf drei Etagen. Die Standardkategorien messen rund 24,5 Quadratmeter zuzüglich Terrasse, 30 Einheiten sind als Swim-out mit direktem Wasserzugang angelegt. Die Master Suite ist einmal vorhanden.
Wie erfolgt die Anreise?
Der Flughafen Jerez liegt rund 60 Kilometer entfernt, die Fahrt dauert etwa eine Stunde. Von Sevilla sind es rund 150 Kilometer und etwa eineinhalb bis zwei Stunden. Nach Cádiz sind es etwa 40 Kilometer. Vor Ort helfen Taxi, Mietwagen, private Transfers oder ein Shuttle weiter. Parkplätze kosten extra und lassen sich nicht vorab reservieren, Ladepunkte für E-Autos gibt es.
Welche Pools und Wellnessangebote stehen zur Verfügung?
Zum Haus gehören drei Hauptpools, ein Jacuzzi, ein dynamisches Becken im Wellnessbereich und fünf private Swim-out-Pools, geöffnet von 11 bis 19 Uhr. Dazu kommen der Fitnessraum sowie die Behandlungen von Germaine de Capuccini mit Außen-Jetpool.
Harald Braun
Harald liebt heiße Orte. Also so richtig heiß, gerne über 35 Grad, wie zum Beispiel in Australien oder Thailand. Und während andere hier nach einer Abkühlung suchen, fläzt Harald gern in der Sonne oder erkundet aktiv die Gegend. Allerdings nur an Land. Wasser mag der Wahl-Schleswig-Holsteiner so gar nicht.