Am Frankfurter Flughafen starben im Sommer zwei Mitarbeitende – an sogenannter Airport-Malaria. Das berichtete damals die »hessenschau«, das Nachrichtenangebot des Hessischen Rundfunks, auf ihrer Website. Demnach hatte sich der erste Todesfall bereits Anfang Juli ereignet, der zweite dann im August. Mindestens vier weitere Menschen hätten sich infiziert und seien medizinisch behandelt worden.
Nun hat das Frankfurter Gesundheitsamt nach Angaben der »hessenschau« zwei weitere Fälle bestätigt. Beide sollen im Frankfurter Stadtteil Schwanheim leben und nicht am Airport arbeiten. Ein Malaria-Risikogebiet sollen sie nicht besucht haben.
Was genau steckt hinter dem Begriff Flughafen-Malaria?
Die Mitarbeitenden am Airport und die beiden Infizierten im Frankfurter Stadtgebiet wurden dem Bericht zufolge von Mücken gestochen, die aus einem Malaria-Gebiet mitgereist waren. Sie könnten sich im Frachtraum eines Flugzeugs aufgehalten haben.
Airport-Malaria lässt sich laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) so definieren, dass die Infektion außerhalb eines Risikogebiets im Flugzeug, im Flughafen oder in unmittelbarer Umgebung stattfindet. Die Airport-Malaria sei aber ein äußerst seltener Übertragungsweg der Krankheit.

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Airport-Malara: Drohen weitere Infektionen?
Das Frankfurter Gesundheitsamt hat diese Woche zu besonderer Wachsamkeit aufgerufen. Der Leiter Peter Tinnemann sagte zwar gegenüber der »hessenschau«: Generell seien »die Frankfurterinnen und Frankfurter nicht durch Malaria gefährdet«. Es handele sich um ein äußerst seltenes Ereignis.
Tinnemann unterstrich aber auch, dass die Bevölkerung und Ärzte bei Symptomen an Flughafen-Malaria denken sollten. Beispielsweise bei Fieber, aber auch bei unspezifischeren Symptomen wie etwa Bauchbeschwerden. Das gilt auch für Urlauber, die über den Frankfurter Flughafen verreisen.
Der Nachrichtensender »ntv« schreibt auf seiner Website, dass die Stadt Frankfurt zudem zu Mückenschutz rät!
Diese Regionen sind Malaria-Risikogebiet
Das höchste Infektionsrisiko besteht laut RKI in den tropischen Regionen – Subsahara-Afrika, Südasien, Südostasien sowie Mittel- und Südamerika. Dem Institut zufolge leben etwa 40 Prozent (!) der Weltbevölkerung in Malaria-Endemiegebieten. In den vergangen Jahren seien auch vereinzelte Fälle von Malaria tertiana auch in Südeuropa aufgetreten (etwa in Spanien und Griechenland).
Das sind Symptome von Malaria
Die Erkrankung beginnt meist mit eher unspezifischen Beschwerden:
- hohes Fieber
- Schüttelfrost
- Kopf- und Gliederschmerzen
- dazu oft Übelkeit, Erbrechen und Durchfall
Die Symptome zeigen sich laut Unicef meist etwa eine Woche nach der Infektion, in manchen Fällen aber auch erst nach einem Jahr oder später. Insgesamt reicht die Inkubationszeit von etwa sieben bis 30 Tagen, je nach Erregertyp kann sie aber auch deutlich länger dauern.
Wird die Erkrankung nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, kann sie schwer verlaufen. Dann drohen Blutarmut, und, wenn keine sofortige Behandlung erfolgt, auch Nierenversagen, Krampfanfälle, Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma und im schlimmsten Fall der Tod.
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Wie wird Malaria übertragen?
Malaria wird durch den Stich infizierter weiblicher Anopheles-Mücken übertragen. Die Mücke nimmt den Erreger, einen einzelligen Parasiten der Gattung Plasmodium, beim Blutsaugen an einem bereits erkrankten Menschen auf. Beim nächsten Stich gibt sie die Parasiten dann über ihren Speichel an die nächste Person weiter.
Im menschlichen Körper wandern die Parasiten zunächst in die Leber, vermehren sich dort und infizieren anschließend die roten Blutkörperchen. Dort vermehren sie sich weiter, die Blutzellen platzen auf, weitere werden infiziert, und es kommt zu Fieber. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch im Alltag findet nicht statt, Malaria ist also nicht direkt ansteckend wie etwa eine Grippe.


