Foto: Tourismusverband Region Hall-Wattens
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Goldener Herbst in Tirol: Diese Orte rund um Hall-Wattens sind jetzt besonders schön

Wenn sich die Wälder verfärben und auf den Bergen langsam Ruhe einkehrt, beginnt rund um Hall in Tirol eine besonders schöne Reisezeit. Zwischen Karwendel und Tuxer Alpen warten aussichtsreiche Wanderwege, urige Almen und eine der schönsten Altstädte Tirols. Neun Tipps für einen Herbsturlaub in der Region Hall-Wattens.

Kaum ein Ort verbindet die Landschaften rund um Hall-Wattens so eindrucksvoll wie die Walderalm. Sie liegt auf einem Hochplateau oberhalb des Inntals, eingerahmt von den schroffen Gipfeln des Karwendels. Besonders im Herbst entsteht hier ein traumhafter Kontrast zwischen bunten Wäldern, grünen Almflächen und den zunehmend kargen Bergflanken.

Herbstliche Landschaft an der Walderalm mit Blick auf den Hundskopf in der Region Hall-Wattens

Foto: Tourismusverband Region Hall-Wattens

Zur Alm führen unterschiedliche Wege. Besonders angenehm ist die Wanderung von der Hinterhornalm. Der breite Panoramaweg ist nur 3,6 Kilometer lang und überwindet vergleichsweise wenige anspruchsvolle Passagen. Für Hin- und Rückweg sollte entsprechend mehr Zeit eingeplant werden als die rund 1 Stunde und 20 Minuten, die für eine Richtung angegeben werden.

Wer länger unterwegs sein möchte, kann die Walderalm in eine ausgedehntere Tour einbauen. Vor allem an klaren Herbsttagen lohnt sich das. Die Fernsicht reicht dann oft über das Inntal bis weit in die Tuxer Alpen. Im späten Herbst sollte allerdings vor jeder Tour geprüft werden, ob die jeweilige Alm noch bewirtschaftet ist. Viele Hütten beenden ihre Saison nämlich im Laufe des Oktobers.

Auf dem Zirbenweg über dem Inntal wandern

Der Zirbenweg gehört zu den Klassikern der Region. Rund sieben Kilometer führt er in etwa 2.000 Metern Höhe vom Patscherkofel Richtung Glungezer. Unterwegs durchquert der Weg einen der größten Zirbenbestände der Alpen. Das Besondere ist weniger die sportliche Herausforderung als das Panorama. Große Höhenunterschiede gibt es auf dem eigentlichen Höhenweg kaum. Dafür liegt fast während der gesamten Tour das Inntal tief unterhalb, gegenüber erhebt sich die Nordkette des Karwendels.

Wanderer mit Schafen am Glungezer vor dem Karwendel in Tirol

Foto: Tourismusverband Region Hall-Wattens

Ausgangspunkt ist die Bergstation der Patscherkofelbahn auf 1.964 Metern. Von dort führt der Weg über Boscheben bis zur Tulfeinalm. Für die reine Wanderzeit werden etwa zweieinhalb Stunden veranschlagt. Im Herbst ist allerdings etwas Planung erforderlich. Die Glungezerbahn fährt in der Sommersaison 2026 bis einschließlich 1. November. Im Herbst gilt ein eingeschränkter Tagesfahrplan, die letzte Bergfahrt zur Tulfeinalm startet um 15.30 Uhr. Wer den Zirbenweg spät in der Saison gehen möchte, sollte außerdem unbedingt Wetter, Schneegrenze und Betriebszeiten der Bergbahnen kontrollieren.

Gemütlich über Besinnungsweg und Baumlehrpfad

Nicht jede Herbstwanderung muss auf 2.000 Meter führen. Gerade wenn auf den Gipfeln bereits Schnee liegt, sind die tieferen Wege rund um Gnadenwald eine gute Alternative. Der dortige Besinnungsweg ist Teil des Tiroler Jakobswegs und verläuft ohne größere Steigungen. Tafeln mit Gedanken, Weisheiten und religiösen Texten begleiten die Strecke. Fast nahtlos geht der Weg anschließend in den Gnadenwalder Baumlehrpfad über.

Informationstafel zur Fichte am Gnadenwalder Baumlehrpfad in Hall-Wattens

Foto. Tourismusverband Region Hall-Wattens

Vierzehn heimische Pflanzenarten werden entlang des Weges vorgestellt. Darunter befinden sich bekannte Arten wie Fichte und Haselnuss, aber auch Berberitze und Liguster. Gerade im Oktober spielt dieser Weg seine Stärke aus: Statt großer Gipfelpanoramen stehen bunte Wälder und die ruhigere Seite der Tiroler Bergwelt im Mittelpunkt.

Zur Kaisersäule oberhalb von Thaur

Etwas mehr Kondition verlangt die Wanderung zur Kaisersäule auf 1.701 Metern. Ausgangspunkt ist Thaur. Von dort führt die Route durch Mischwald hinauf zur Thaurer Alm und anschließend weiter zur Säule. Das Denkmal erinnert an Kaiser Franz I., der diesen Aussichtspunkt 1815 besucht haben soll. Heute lohnt sich der Aufstieg vor allem wegen des Panoramas über das Inntal.

Kaisersäule oberhalb von Thaur mit weitem Blick über das Inntal.

Foto: Tourismusverband Region Hall-Wattens

Mit rund elf Kilometern und etwa viereinhalb Stunden Gehzeit ist die Tour deutlich anspruchsvoller als Walderalm oder Besinnungsweg. Gerade im Herbst sollte genügend Zeitreserve eingeplant werden, weil es am Nachmittag früh schattig und gegen Ende Oktober merklich früher dunkel wird.

Hall in Tirol entdecken

Ein Regentag ist in Hall kein Grund zum Trübsal blasen. Die historische Altstadt gehört zu den sehenswertesten in Tirol und lässt sich hervorragend mit mehreren Museen verbinden. Besonders spannend ist die Münze Hall in der Burg Hasegg. Hall spielte eine wichtige Rolle in der europäischen Geldgeschichte: Hier wurde im 15. Jahrhundert der erste Guldiner geprägt, der als Vorläufer des Talers gilt.

Oberer Stadtplatz in der historischen Altstadt von Hall in Tirol am Abend

Foto: Tourismusverband Region Hall-Wattens

Auch die Salzgeschichte der Stadt lässt sich entdecken. Im Haller Bergbaumuseum wurde ein historisches Bergwerk nachgebildet. Führungen finden auch im Herbst regelmäßig statt. Wer Hall nicht allein erkunden möchte, kann sich einer Stadtführung anschließen. Die Führung »Hall mit allen Sinnen« wird im Herbst 2026 jeweils samstags angeboten.

Einen Regentag in den Swarovski Kristallwelten verbringen

Nur wenige Kilometer von Hall entfernt liegen in Wattens die Swarovski Kristallwelten. Gerade für einen nassen oder kalten Herbsttag sind sie eine der naheliegendsten Alternativen zum Wandern.

Ausstellung in den Swarovski Kristallwelten in Wattens bei Hall in Tirol.

Foto: Swarovski Kristallwelten

Das Herzstück bilden die unterirdischen Wunderkammern mit Installationen internationaler Künstler und Designer. Hinzu kommt der weitläufige Garten rund um den berühmten wasserspeienden Riesen. Für Familien ist Wattens ebenfalls interessant, sodass sich die Kristallwelten gut als Schlechtwetterprogramm einplanen lassen.

Tiroler Herbstküche probieren

Knödel, Schlutzkrapfen und andere Tiroler Klassiker schmecken nach einer Wanderung bekanntlich besonders gut. Im Herbst kommen Kürbis, Pilze und andere saisonale Produkte hinzu.

Tiroler Hüttengericht auf der Tulfeinalm in der Region Hall-Wattens

Foto: Tourismusverband Region Hall-Wattens

Eine gute Adresse für Selbstversorger und alle, die regionale Lebensmittel mit nach Hause nehmen möchten, ist der Haller Bauernmarkt. Er findet samstags von 9 bis 12 Uhr auf dem Oberen Stadtplatz statt. Angeboten werden unter anderem Obst und Gemüse, Käse und andere Milchprodukte, Brot, Honig, Fleisch, Speck, Wurst und Eier.

Am 12. September 2026 findet außerdem das Tiroler Bio-Fest in Hall statt. Noch herbstlicher wird es am 17. Oktober, wenn der Bauernmarkt von 9 bis 13 Uhr seinen speziellen Herbstmarkt veranstaltet.

Einen Tiroler Almabtrieb erleben

Zu einem Herbsturlaub in Tirol gehört für viele der Almabtrieb. Auch in Hall-Wattens kehren die Tiere nach dem Sommer von den Bergweiden zurück ins Tal.

Almabtrieb in der Region Hall-Wattens mit geschmückten Kühen und Menschen in Tiroler Tracht.

Foto: Tourismusverband Region Hall-Wattens

Am 12. September 2026 findet der Almabtrieb am Friedrichshof in Absam statt. Traditionell werden die Rinder aufwendig mit Blumen und Tannengrün geschmückt, sofern der Almsommer ohne schwere Unglücke verlaufen ist. Wer speziell wegen eines Almabtriebs anreist, sollte allerdings nicht erwarten, dass jedes Dorf an jedem Herbstwochenende einen veranstaltet. Die Termine unterscheiden sich von Jahr zu Jahr.

Beim Haller Freudenfeuer ins Mittelalter reisen

Einer der ungewöhnlichsten Termine des Herbstes wartet vom 2. bis 4. Oktober 2026. Beim Haller Freudenfeuer verwandelt sich die historische Altstadt für drei Tage in eine mittelalterliche Festkulisse.

Menschen in mittelalterlichen Gewändern beim Haller Freudenfeuer in Hall in Tirol.

Foto: Tourismusverband Region Hall-Wattens

Historische Lager und Marktstände ziehen in die Gassen ein, dazu kommen Musik, Tanz, Handwerksvorführungen, Kinderprogramm und Armbrustschießen. Mittelpunkt ist das namensgebende Freudenfeuer auf dem Oberen Stadtplatz. Das Fest beginnt an allen drei Tagen jeweils um 10 Uhr.


Wer im Herbst keine Zeit für einen Urlaub hat, für den ist vielleicht der Winter interessant: Hier gibt’s zahlreiche Tipps für einen entspannten Winterurlaub in Hall-Wattens.

Häufige Fragen

Wo liegt die Region Hall-Wattens?
Die Region liegt nur wenige Kilometer östlich von Innsbruck. Sie erstreckt sich vom Inntal rund um die historische Stadt Hall bis in die Bergwelt des Karwendels und der Tuxer Alpen. Zu ihr gehören neben Hall und Wattens mehrere kleinere Orte und Bergdörfer. Bekannt ist Wattens vor allem durch die Swarovski Kristallwelten.
Braucht man für einen Urlaub in Hall-Wattens ein Auto?
Nicht unbedingt. Hall-Wattens ist per Bahn erreichbar, und mit der Gästekarte können Urlauber öffentliche Verkehrsmittel innerhalb der Region kostenlos nutzen. Auch Innsbruck liegt nur rund acht Kilometer entfernt.
Wie kalt ist es im Herbst in Hall-Wattens?
Im September sind in Hall im Inntal tagsüber häufig noch milde Temperaturen möglich, im Oktober wird es spürbar kühler. Nachts können die Temperaturen bereits Richtung Gefrierpunkt sinken. In höheren Lagen ist schon im Herbst mit Frost und auch mit Schnee zu rechnen.
Welche Kleidung braucht man im Herbst zum Wandern in Hall-Wattens?
Aufgrund der Höhenunterschiede können sich die Bedingungen schnell ändern. Sinnvoll sind feste Wanderschuhe, mehrere Kleidungsschichten sowie Regen- und Windschutz. Bei Touren in höheren Lagen sollte vor dem Start zusätzlich die aktuelle Wetter- und Schneelage geprüft werden.
Welche Hotels sind für einen Urlaub in Hall-Wattens empfehlenswert?
In Hall in Tirol bietet sich das Altstadthotel Goldener Engl an, ein historisches Vier-Sterne-Hotel mitten in der Altstadt. Ebenfalls zentral liegt das kleine kontor Boutiquehotel in einem historischen Stadthaus. Wer lieber ruhiger und näher an der Natur wohnt, findet mit dem Speckbacher Hof in Gnadenwald eine Alternative außerhalb von Hall und einen guten Ausgangspunkt für Wanderungen und Ausflüge in die Region.
Frank Störbrauck
Brasilien ist sein Ding. Hier feiert Frank gerne ausgelassene Strandpartys bis tief in die warme Nacht. Klar, die Copacabana ist dafür in aller Munde, ihn zieht es allerdings viel lieber nach Salvador, wo die Strände nicht weniger traumhaft sind. Pluspunkt dort: Die Partys sind kleiner und mit den Locals kommt man schneller ins Gespräch.