Foto: Lech Lodge
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Die Lech Lodge am Arlberg: Wo Zeit für sich selbst der größte Luxus ist

Manchmal ist der Einstieg in den Urlaub gar nicht so einfach. Der Stress des Alltags heftet sich an die Fersen und verfolgt uns bis in die freien Tage. Nicht so in der Lech Lodge am Arlberg. Das Refugium überzeugt mit unaufdringlichem Luxus und herzlicher Gastfreundschaft. Und zwar für die ganze Familie.

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Die Ankunft in Lech ist wie das langsame Lösen eines Knotens. Während die Straße sich durch das Hochtal schlängelt, verlieren E-Mails, To-do-Listen und Terminerinnerungen an Wichtigkeit. Und dann steht man plötzlich vor dem gebuchten Chalet: Lärchenholzfassade, Naturstein, Schindeldach, große Fenster. Kaum ist die Tür geöffnet, empfängt einen die Mischung aus Kaminwärme, Holzduft und diesem schwer zu beschreibenden Gefühl, das irgendwo zwischen Geborgenheit und »Jetzt beginnt der Urlaub« liegt.

Ein offener Wohnraum unter einer Altholzdecke mit schwarzem Kaminblock in der Mitte, in dem ein Feuer brennt. Links stehen helle Bouclé-Sessel um einen Couchtisch aus einer Baumscheibe, rechts ein beigefarbenes Sofa vor einem Konsolentisch, am Bildrand ein schwarzer Flügel. Im Hintergrund die offene Küche.

Foto: Lech Lodge

Vier Chalets für rund 20 Gäste, jedes mit eigener Sauna

Die Lech Lodge besteht aus drei Chalets und einem großzügigen Chalet Loft, insgesamt gibt es also vier Einheiten für rund 20 Gäste. Jedes Chalet hat mehrere Schlafzimmer, weitläufige Wohnbereiche, eine private Sauna, ein Dampfbad und eine Küche, die locker das Zeug zum Drehort einer Kochshow hätte. Im Chalet Loft ragt sogar ein Kreuzgiebel über dem Wohnraum empor, ein schwarzer Stahlkamin zieht alle Blicke auf sich und ein Steinway-Flügel steht bereit, als würde gleich jemand die ersten Takte von »Clair de Lune« anschlagen. Dazu Terrassen und Balkone, die den Blick auf die Bergwelt freigeben. Hier sitzt man morgens in der Sonne mit Kaffee und Croissant und abends im Alpenglühen mit einem Gläschen Vino aus dem perfekt temperierten Weinkühlschrank.

Die Kinder stürzen los, kaum dass die Koffer im Flur stehen. Eine findet die versteckte Kissenburg-Ecke, für die sie schon viel zu erwachsen ist. Der andere probiert den Aufzug im Haus, der ganz selbstverständlich vom Wohnzimmer in die oberen Stockwerke fährt. Und die Jüngste schreit vor Begeisterung, als sie erfährt, dass es draußen nicht nur Wiesen und Wälder gibt, sondern auch einen beheizten Outdoor-Pool, in dem man selbst im Winter baden kann, während Schneeflocken vom Himmel tanzen. Der Hund hat ebenfalls sein Glück gefunden: Direkt vor der Haustür beginnen Freiheit und Spazierwege. Keine Leine nötig, nur Natur.

Ein Schlafzimmer unter einer Altholzdecke mit Doppelbett, dessen Kopfteil mit geschnitzten Edelweißblüten besetzt ist. Rechts führt eine Glastür auf den Balkon, auf dem Dielenboden liegen Schaffelle.

Foto: Lech Lodge

Die Gute Fee: Wenn der Kühlschrank vor der Ankunft schon gefüllt ist

Währenddessen haben wir Eltern längst die Begegnung mit der »Guten Fee« der Lech Lodge gemacht. Wenn ich jetzt sage, »unsichtbare Servicekraft«, die schon vor der Ankunft alle Wünsche kennt, klingt das »unsichtbar« so despektierlich. Es ist aber anerkennend gemeint. Kühlschrank gefüllt? Natürlich. Lieblingswein im Regal? Selbstverständlich. Frühstück auf dem Tisch? Jeden Morgen, wenn wir verschlafen aus den Betten torkeln, ist bereits gedeckt, mit Brötchen, Marmeladen und Blumenstrauß.

Abends, wenn die Familie von der Piste zurückkommt, steht das Dinner bereit: ein Menü, das Gastgeber Klaus Moosbrugger-Lettner, einst Spitzenkoch in einem Fünf-Sterne-Hotel, selbst komponiert hat. Dass er als kulinarisches Herzstück wirkt, merkt man in jedem Bissen. Aber auch hier gilt: Alles kann, nichts muss. Natürlich darf jeder sein eigenes Süppchen kochen. Gegen Aufpreis wird hier jedoch auch kulinarisch gezaubert.

Foto: Lech Lodge

Die Nähe zur Skipiste ist ein weiteres Geschenk. Der Skibus hält direkt vor der Tür, und fünf Minuten später gondeln wir schon bergauf. Wer lieber im Sommer reist, tauscht Skier gegen Mountainbikes oder Wanderschuhe. Auch hier hilft die »Gute Fee« Sabine: Sie organisiert Bergführer, bucht Helikopterflüge oder sorgt für Karten zu Veranstaltungen im Ort. Die Kinder bekommen auf Wunsch einen Skilehrer, die Eltern eine Massage. Alles läuft, ohne dass jemand einen Finger krümmen müsste.

Die Gastgeber: Eine Familie mit langer Tradition am Arlberg

Dass die Lodge nicht einfach ein Luxusprojekt ist, sondern eine Herzensangelegenheit, spürt man in jedem Detail. Die Gastgeberfamilie Moosbrugger-Lettner blickt auf eine lange Tradition am Arlberg zurück. Schon Johannas Urgroßeltern gehörten zu den Tourismuspionieren, führten Hotels und prägten die Region entscheidend. Heute haben Johanna und Klaus ein Refugium erschaffen, das ihre Wurzeln mit modernem Anspruch verbindet. Johannas künstlerische Ader zeigt sich in handgefertigten Möbeln, Fliesenbildern und Skulpturen, die sie in ihrem Atelier selbst gestaltet. Klaus bringt seine Liebe zur Küche und zur Gastfreundschaft ein. Zusammen haben sie einen Ort geschaffen, der nicht nur Architektur ist, sondern auch Seele.

Blick durch eine geöffnete Flügeltür in ein Badezimmer mit Natursteinboden. In der freistehenden Wanne liegt eine Person mit dem Rücken zur Kamera, durch die Giebelfenster dahinter ist ein schneebedeckter Berg zu sehen.

Foto: Lech Lodge

Das Leben in der Lech Lodge ist ein bisschen wie in einem Paralleluniversum. Die Kinder schauen Serien im Wohnzimmer, während wir im privaten Spa-Bereich aufatmen. Später trifft sich die Familie am Kamin, spielt Karten oder hört einer spontanen Klaviereinlage zu. Es ist ein Ort, an dem alles Platz hat: die kleinen Eigenheiten einer Familie ebenso wie die großen Momente des Glücks. Und so endet der Tag auf der Terrasse, eingehüllt in Decken, während die Sterne am Himmel glitzern. Ein Glas Wein, das Knistern des Feuers (denn auch draußen gibt es einen Kamin), das zufriedene Schnaufen des Hundes. Irgendwo im Haus schlafen drei Kinder, jeder in seinem eigenen Zimmer, weil sie von diesem schönen Urlaub erschöpft sind. Hier, in den Chalets der Lodge, fühlt sich Urlaub nicht wie eine Pause an, sondern wie das echte Leben – nur schöner, leichter und unendlich großzügiger. Wer abreist, nimmt nicht nur Souvenirs mit, sondern ein Versprechen: wiederzukommen. Denn einmal Lech Lodge heißt immer Lech Lodge.

Hier geht’s zur Website der Lech Lodge.

Häufige Fragen

Wie viel kostet ein Aufenthalt in der Lech Lodge?
Das Chalet 1 ist für vier Personen ab 1.350 Euro buchbar.
Wie ist die Lech Lodge am Arlberg zu erreichen?
Die Adresse lautet Omesberg 700 in Lech. Vom Bahnhof Langen am Arlberg sind es rund 20 Minuten, von den Flughäfen Innsbruck und Friedrichshafen je etwa anderthalb Stunden. Ein Shuttle lässt sich buchen.
Was können Gäste in der Umgebung der Lech Lodge unternehmen?
Der Skibus hält vor dem Chalet und erreicht die Lifte am Rüfiplatz in zwei Minuten. Ski Arlberg bietet über 300 Pistenkilometer, im Sommer locken Wanderungen, Klettern und Biketouren.
Jennifer Latuperisa-Andresen
Je kälter, karger und einsamer es um sie herum wird, desto höher schlägt Jennys Herz. Wer braucht schon Palmen im Urlaub, wenn man auch Eisberge haben kann? Deshalb verbringt die Chefredakteurin aus dem Ruhrpott ihre Sommer auch gerne mal in der Arktis bei den Eisbären. Sie sagt: Das ewige Eis kann zur Sucht werden.