Stand: Dienstag, 20. Oktober 2026, 16:30 Uhr
Unwetter »Adam«: Was bisher geschah
Den Start in die Herbstferien hatten sich viele Urlauber anders vorgestellt. Am Sonntagabend schrillte auf Mallorca der Warnton des Katastrophenschutz-Systems ES-Alert auf allen Handys. Das Höhentief »Adam« hatte am Wochenende bereits an der spanischen Mittelmeerküste Starkregen und Überschwemmungen gebracht. In Katalonien rissen die Wassermassen eine Frau mit, sie kam ums Leben. Die militärische Notfalleinheit UME schickte vorsorglich Einsatzkräfte aus Valencia nach Mallorca und Ibiza. Die Balearenregierung schloss für Montag alle Schulen und die Universität auf Mallorca, Ibiza und Formentera.
Unwetter auf Ibiza und Formentera: Überschwemmungen und Flugausfälle
Zuerst traf es Ibiza und Formentera, die dem spanischen Festland am nächsten liegen. Der Wetterdienst Aemet warnte dort ab Samstagabend vor Starkregen und Gewittern. Am heftigsten regnete es ab Sonntagmorgen. Aemet rechnete mit bis zu 50 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde und bis zu 160 Litern in fünf bis sechs Stunden. Straßen, Geschäfte und Wohnhäuser standen unter Wasser. Zwischen Samstagnacht und Sonntagvormittag registrierte die Notrufzentrale auf Ibiza 23 wetterbedingte Einsätze, auf Formentera 38, wie Ibiza Heute berichtete.

Foto: David Holderbach/Shutterstock.com
Auch am Flughafen Ibiza lief wenig nach Plan. Flüge fielen aus, Maschinen landeten auf anderen Flughäfen oder starteten verspätet. Eine wichtige Zufahrtsstraße zum Flughafen war zeitweise gesperrt. Aktuelle Ankünfte und Abflüge zeigt die Website des Flughafenbetreibers Aena. Todesopfer gab es auf Ibiza und Formentera nach bisherigem Stand nicht.
Unwetter auf Mallorca: Die aktuelle Lage
In der Nacht zu Montag erreichte »Adam« Mallorca. Von Mitternacht bis 6 Uhr galt für den Süden, den Osten und das Inselinnere die höchste Warnstufe Rot. Aemet hatte bis zu 90 Liter Regen pro Quadratmeter in einer Stunde vorhergesagt, in zwölf Stunden bis zu 160 Liter. Das Unwetter fiel jedoch schwächer aus als befürchtet. Am Morgen stufte Aemet die Warnung auf Orange herab, seit 12 Uhr galt auf der ganzen Insel Gelb und es wurde Entwarnung gegeben. Kurzfristig erhöhte der Wetterdienst nochmal auf Orange, weil die Regenfälle tagsüber am Montag doch heftiger ausfielen als erwartet. Nach einer kurzen Trockenpause nahm der heftige Regen am Montagabend dann nochmals zu. Wie die Mallorca Zeitung berichtet, meldete der Wetterdienst Dienstag früh um 8 Uhr 80 Liter Regen pro Quadratmeter in den letzten 24 Stunden. Das ist soviel wie sonst durchschnittlich der komplette April, Mai, Juni und Juli auf Mallorca zusammen! Besonders heftig traf es den Südwesten der Insel.
So wird das Wetter die kommenden Tage
Damit scheint das Schlimmste auf Mallorca und Ibiza nun überstanden. Es gibt keine Warnstufe mehr auf Ibiza und Mallorca, auf Menorca gilt sie noch bis 18 Uhr. Solange wird noch mit starken Regenfällen gerechnet. Hier haben wir die besten Aktivitäten auf Mallorca bei schlechtem Wetter zusammengestellt. Doch schon ab Morgen wechseln sich dann Sonne und Wolken bei 23 Grad ab. Aktuelle Warnungen veröffentlicht der staatliche Wetterdienst Aemet auf seiner Website. Das Unwetter Adam zieht nun über den Nordosten der Insel weiter Richtung Italien – auch hier bereitet man sich nun auf die Regenmengen vor, wie t-online auf ihrer Website berichtete. Rund um Florenz und Genua wurde die höchste Warnstufe ausgerufen.
Flughafen Palma: Fallen Flüge nach Mallorca aus?
Der Flughafen Palma de Mallorca blieb geöffnet. Laut Betreiber Aena fielen aber Dutzende Verbindungen aus, viele Maschinen starteten und landeten verspätet. Das bekamen auch Reisende in Deutschland zu spüren: Laut WDR kamen einzelne Mallorca-Flüge von und nach Deutschland verspätet an. Einen generellen Flugstopp gab es nicht. Gegen 9.40 Uhr am Montagfrüh lief der Betrieb in Palma laut Mallorca Zeitung weitgehend normal. Den aktuellen Flugstatus zeigt die App der jeweiligen Airline.

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Das sollten Urlauber auf Mallorca und Ibiza jetzt tun
Strandurlaub ist auf Mallorca und Ibiza tatsächlich morgen schon wieder möglich. Vorsichtig sollten auf jeden Fall noch Wanderer sein: Die größte Gefahr geht von örtlichen Überschwemmungen und Sturzbächen aus, auf Mallorca »Torrents« genannt. Ausgetrocknete Bachbetten schwellen bei Starkregen binnen Minuten zu reißenden Strömen an. Auch können Wanderwege beschädigt worden sein. Deshalb gilt: überflutete Straßen weder zu Fuß noch mit dem Auto durchqueren, Bachbetten meiden. Im Notfall den Anweisungen der Behörden folgen und den Notruf 112 wählen.
Heute Abend heißt es also am besten nochmal im Hotel gemütlich machen – mit einem guten Buch oder einem langen Nachmittag im Spa. Weitere Ideen für Mallorca bei Regen hat die Redaktion gesammelt.


